Hausmittel bei Kopfschmerzen

Alternative Hausmittel gegen Kopfschmerzen

Die Naturheilkunde bietet zahlreiche Hausmittel bei Kopfschmerzen. Kopfschmerzen können viele verschiedene Auslöser und Ursachen haben. Häufig treten sie infolge hartnäckiger Muskelverspannungen oder als Begleitsymptom von Erkältungen und Verdauungsstörungen auf. Aber auch Kopfarbeit, Grübeln und Erschöpfung sowie Wetterfühligkeit und niedriger Blutdruck können zu Kopfschmerzen führen. Eine Sonderform stellt dabei die Migräne dar, die sich durch typische Verläufe erkennen lässt. Es können sich hinter starken oder wiederkehrenden Kopfschmerzen jedoch auch ernsthafte Erkrankungen verbergen, die durch ärztliche Untersuchung auszuschließen sind, bevor bewährte Hausmittel gegen Kopfschmerzen angewendet werden, die aus der Naturheilkunde bereitstehen.

Hausmittel bei Kopfschmerzen:
Hausmittel bei Kopfschmerzen
Heilpflanzen gegen Kopfschmerzen und Migräne
Natürliche Schmerzmittel
Heilkräuter gegen Migräne
Rosmarin bei niedrigem Blutdruck
Anwendungen bei Spannungskopfschmerzen
Wärme löst Nackenverspannungen
Einfach entspannen
Welche Bachblüten helfen bei Kopfschmerzen?
Edelsteintherapie gegen Kopfschmerzen

 

Heilpflanzen gegen Kopfschmerzen und Migräne

Allgemein schmerzlindernd wirken Teezubereitungen mit Weidenrinde und Mädesüßblüten, den natürlichen Vorbildern des Aspirin. Bei Migräne gelten traditionell besonders Pestwurz und Mutterkraut als hilfreich, während Rosmarin den Kopfschmerz bei niedrigem Blutdruck vertreiben soll.

Natürliche Schmerzmittel

Zubereitet wird der Weiderindentee aus 1-2 Teelöffeln der Rinde und 0,25 Liter kaltem Wasser. Nachdem diese Mischung auf dem Herd zum Sieden gebracht wurde, bleibt sie vor dem Abseihen ohne weitere Hitzezufuhr weitere fünf Minuten stehen. Getrunken werden davon dreimal täglich eine Tasse. Er sollte allerdings nicht von Schwangeren getrunken werden. Für den Mädesüßblütentee beachtet man die gleichen Mengenangaben, bereitet jedoch einen Aufguss, indem kochendes Wasser auf die Blüten gegossen wird. Nach 10 Minuten abseihen und zweimal täglich eine Tasse in kleinen Schlucken trinken.

Heilkräuter gegen Migräne

Als schmerzlindernde, krampflösende und gleichzeitig vegetativ ausgleichende Heilpflanze wurde Pestwurz in der Naturheilkunde insbesondere bei Migräne eingesetzt. Aufgrund jüngerer Forschungsergebnisse, nach denen die Pflanzen leberschädigende Stoffe in variierender Menge enthalten sollen, wird die Selbstbehandlung heute lediglich mit Fertigarzneien empfohlen. In der Apotheke sind dafür verschiedene Präparate frei erhältlich.

Das ebenfalls bei Migräne empfohlene Mutterkraut sollte indes aufgrund von häufig auftretenden Nebenwirkungen (z.B. Bläschen der Mundschleimhaut) nur vorsichtig und evtl. in Absprache mit der Heilpraktikerin angewendet werden. Ein Teeaufguss aus 1 TL Mutterkraut und 0,25 l kochendem Wasser soll –regelmäßig getrunken- Migräneanfällen vorbeugen. Im akuten Anfall scheint ein alkoholischer Auszug besser zu wirken, der in Kräuterläden und Apotheken erhältlich ist.

Rosmarin bei niedrigem Blutdruck

Ist für die Kopfschmerzen ein niedriger Blutdruck ursächlich, eignen sich die ätherischen Öle im Rosmarin mit ihrer anregenden Wirkung auf den Blutkreislauf. Rosmarin kann als Ölzubereitung im Kopfbereich eingerieben, als Tee getrunken oder als Badezusatz verwendet werden.

Einer Flasche Oliven-, Sesam- oder Mandelöl wird eine Handvoll Rosmarinblätter zugesetzt. Diese Mischung lässt man ca. drei Wochen in der Sonne stehen. Bei akuten Kopfschmerzen kann das Rosmarinöl in die Schläfen massiert oder zur Durchblutungsförderung am ganzen Körper verwendet werden. Rosmarintee bereitet man aus 1 gehäuften Teelöffel der getrockneten Blätter zu, die mit 0,25l kaltem Wasser erhitzt oder gleich mit kochendem Wasser übergossen werden. Davon zweimal eine Tasse morgens und abends bringen den hypotonen Kreislauf in Schwung. Für ein Vollbad mit Rosmarin wird dem Badewasser ein Aufguss aus 50 g getrockneten Rosmarinblätter zugegeben. Medizinische Bäder sollten eine Temperatur von 38° C und eine Dauer von 20 Minuten nicht überschreiten. Danach sollte man eine Stunde zum Ruhen einplanen, um die volle Wirkung auszuschöpfen.

Anwendungen bei Spannungskopfschmerzen

Kopfschmerzen, die im Zusammenhang von Verspannungen der Nackenmuskulatur und Stress entstehen und großflächig von den Betroffenen zu spüren sind, sprechen meist gut auf Wärme und Entspannung durch Nadelmatten an. Doch auch kühlende Anwendungen können Kopfschmerzen vermindern.

Wärme löst Nackenverspannungen

Ganz einfach anzuwenden ist ein altes Hausmittel der alten indischen Heilkunde, dem Ayurveda: Ein Glas mit Wasser, dass zehn Minuten lang gekocht hat, soll sitzend in kleinsten Schlucken so heiß getrunken werden, wie es möglich ist, ohne sich den Mund zu Verbrühen. Die entkrampfende Wirkung lässt sich noch steigern, indem 10 Tabletten von Magnesium phosphoricum D6, der Nr. 7 unter den Schüßlersalzen, hinzugegeben werden. Dieses Rezept ist auch als „Heiße Sieben“ bekannt. Heiße Kompressen mit Kartoffelbrei oder Leinsamen können auf die verspannten Muskelbereiche aufgelegt werden. Wer aber das Bedürfnis nach Kaltem hat, der kann stattdessen einen Beutel mit zerhackten Eiswürfeln in ein Handtuch schlagen oder kalte Quarkumschläge in den Nacken legen.

Einfach entspannen

Gehen Kopfschmerzen mit Erschöpfung, innere Unruhe oder nervösen Verdauungsbeschwerden einher, kann ein Vollbad mit Lavendelblüten entspannend und entkrampfend wirken. Hilfreich ist oft auch schon ein ausgiebiger Spaziergang an der frischen Luft, vor allem, wenn die Kopfschmerzen durch Überarbeitung und nach geistiger Tätigkeit auftreten. Um bei Stress, Nervosität oder Grübeleien zur Ruhe zu kommen, kann man auch mit einer einfachen Atemübung die innere Anspannung vermindern. Dazu beobachtet man für einige Atemzüge die Atmung und geht dann dazu über, die Ausatmung bewusst zu verlangsamen. Zählen erleichtert die Konzentration auf das Geschehen, z.B. bis 3 zählen beim Einatmen – bis 6 zählen beim Ausatmen.

Welche Bachblüten helfen bei Kopfschmerzen?

Bachblüten helfen bei Kopfschmerzen, indem sie auf seelischer Ebene liegende Zustände transformieren. Weil dabei bei jedem Menschen eine andere Ursache vorliegen kann, ist eine pauschale Angabe von bestimmen Bachblüten gegen Kopfschmerzen nicht möglich. Beispielhaft soll jedoch im Folgenden eine Auswahl von Blütenessenzen beschrieben werden, die bei Kopfschmerzen oft zum Einsatz kommen:

Liegt eine Infektion zugrunde, die mit Kopfschmerzen einhergeht, ist an Centaury denken, insbesondere bei Menschen, die ihre eigenen Bedürfnisse hinten anstellen. Bei akuten Entzündungen im Kopfbereich, die für die Schmerzen verantwortlich sind, kann Impatiens die passende Blüte sein. Kopflastige Personen, denen der Schädel durch Grübeleien oder Denkarbeit regelrecht „brummt“ erleben durch White Chestnut, der Blüte der Weißen Kastanie, häufig Erleichterung.

Wenn der Schmerz vorwiegend als drückend erlebt wird, sollte Cherry Plum in der Mischung enthalten sein. Cherry Plum, Star of Bethlehem und Rock Rose sind bei traumatisch bedingten Kopfschmerzen, bei Spannungskopfschmerz und Migräne (unterstützend) anzuwenden. Sind die Kopfschmerzen durch Muskelverspannungen entstanden, wirken Vine und Vervain oftmals ausgleichend und entspannend.

Edelsteintherapie gegen Kopfschmerzen

Die Edelsteintherapie gegen Kopfschmerzen nach Hildegard von Bingen gilt als besonders tiefgreifend und umfassend, da die Heilsteine nach der Hildegardischen Ganzheitsmedizin über eine Doppelnatur von Materie und Energie verfügen. Die Schwingungen der Steine können zu Heilzwecken auf Wasser und andere Medien übertragen oder direkt über die Haut wirksam werden.
Zur Erleichterung bei Kopfschmerzen wird die 30- bis 60minütige Anwendung eines ungeschliffenen Rubins empfohlen, der entweder auf den Bauchnabel gelegt oder auf die schmerzende Stelle am Kopf gedrückt wird. Alternativ kann auch ein Smaragd verwendet werden, der mit Speichel befeuchtet auf die schmerzende Region gedrückt oder für einige Tage am Bauchnabel befestigt wird. (jvs)