Hausmittel gegen Winterdepression

Ein Forscherteam hat ein Gen lokalisiert, dass sehr wahrscheinlich für das Schmerzempfinden beim Menschen mit verantwortlich ist. So lässt sich auch erklären, warum Menschen chronische Schmerzen empfinden.
Jeanette Vinals Stein

Hausmittel bei Winterdepressionen

Welche Hausmittel gegen Winterdepression helfen und welche vorbeugende Maßnahmen Sie treffen können, lesen Sie hier: Winterdepressionen, die häufig bereits als Herbstdepression beginnen, sind nicht zuletzt durch Lichtmangel bedingt. Während Johanniskraut und warme Farben das fehlende Sonnenlicht ersetzen, kann eine blutreinigende Herbstkur den Organismus von körperlichen Giften befreien.

Inhaltsverzeichnis:
Hausmittel gegen Winterdepression
Herbstkur zur Blutreinigung
Mineralstoffreiche Ernährung bei Winterdepression
Johanniskrauttee gegen Niedergeschlagenheit
Sinnesreize gegen Winterdepressionen

Herbstkur zur Blutreinigung

Eine Herbstkur zur Blutreinigung beugt Winterdepressionen vor. Mit einer Blutreinigungskur im frühen Herbst können Sie Schlacken und Abfallprodukte aus Ihrem Körper ausleiten, die sonst das Körpergewebe übersäuern und die wichtigsten Entgiftungsorgane in Ihrer Arbeit behindern. Damit Ihnen also keine „Laus über die Leber läuft“, Ihnen nicht „die Galle überschießt“ und jede Kleinigkeit „auf den Magen schlägt“ oder „an die Nieren geht“, lassen Sie sich in der Apotheke rechtzeitig folgende Kräutermischung zusammenstellen, die Stoffwechsel und Ausscheidung anregt:

Löwenzahnkraut und –wurzel 20 g
Ackerschachtelhalmkraut 10 g
Brennnesselblätter 10 g
Birkenblätter 5 g
Hagebuttenfrüchte 5 g

Übergießen Sie 2 Teelöffel der Kräuter mit 0,25 l kochend heißem Wasser und lassen Sie die Mischung dann 10 – 15 Minuten lang ziehen. Drei Tassen täglich sollten über 4-6 Wochen von diesem Tee getrunken werden. Die Blutreinigungskur hilft auch dabei, überschüssiges Gewicht zu verlieren und wirkt rheumatischen Beschwerden, unreiner Haut und Pickeln entgegen.

Mineralstoffreiche Ernährung bei Winterdepression

Die winterliche Ernährung sollte vor allem reich an Eisen, Kalium und Magnesium sein.

Eisen ist notwendig für die Blutbildung und steigert damit Vitalität und Lebenslust. Essen Sie deshalb besonders bei Abgeschlagenheit und Antriebsarmut reichlich Sojamehl, Sojabohnen, Hagebutten, Linsen, Feldsalat und Brennnesselblätter, Rosinen, Trauben, Rotkohl sowie Rote Beete, um Eisenmangel zu vermeiden. Auch die kurmäßige Anwendung konzentrierter Pflanzenauszüge (z.B. „Kräuterblut“ im Reformhaus) mit hohem Eisengehalt werden in der Naturheilkunde empfohlen.

Kalium gehört zu den lebenswichtigsten Mineralien. Es gilt als der Mineralstoff für das Nervensystem und ist wichtig für eine optimale Leberfunktion. Essen Sie also bei Reizbarkeit, Müdigkeit und Erschöpfung bereits im Herbst Birnen, Pflaumen, grüne Bohnen, Erbsen, Karotten, Kartoffeln, Grünkohl, Sojabohnen, Erdnüsse, Haselnüsse und Mandeln.

Magnesium wird u.a. als mineralisches Anti-Stress-Mittel betrachtet, dem nicht zuletzt durch seine „innige“ Beziehung zum Licht eine antidepressive Wirkung zugesprochen wird. Magnesium wirkt Übersäuerung entgegen und verbessert die Zellatmung. Enthalten ist es z.B. vermehrt in Sojabohnen, Hafer, Vollkornreis, Weizenkeimlingen, weißen Bohnen und Linsen, in Kokosnüssen, Paranüssen, Cashewkernen, Erdnüssen und Mandeln, in Gurken und Rettichen. Vorsicht ist beim übermäßigem Verzehr von Quark geboten, denn der soll– genau wie zuviel Alkohol, Koffein, raffinierter Zucker und Weißmehl- dem Körper vermehrt Magnesium entziehen.

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Johanniskrauttee wirkt der Niedergeschlagenheit bei einer Winterdepression entgegen. (Bild: LianeM/fotolia.com)

Johanniskrauttee gegen Niedergeschlagenheit

Bei Winterdepressionen mit Niedergeschlagenheit, erhöhtem Schlafbedürfnis und gesteigertem Essverlangen liegt meist ein Lichtmangel zugrunde. Neben ausgiebigen Spaziergängen selbst bei schlechtestem Wetter, kann dieser wirkungsvoll mit Johanniskraut reguliert werden.

Für einen Johanniskrauttee übergießen Sie 2 gehäufte Teelöffel Johanniskraut mit 0,25 l kaltem Wasser und bringen die Mischung auf dem Herd zum Sieden. Nach wenigen Minuten seihen Sie die Flüssigkeit ab. Trinken Sie zwei bis drei Tassen täglich von dem Tee. Da sich die volle Wirkung von Johanniskraut erst nach zwei bis drei Wochen einstellt, sollte bereits im Oktober mit der Teekur begonnen werden.

Es sind in der Apotheke zwar auch fertige Johanniskrautpräparate, etwa Frischsaft oder Tabletten, erhältlich. Der Tee ist aber bei Winterdepression vorzuziehen, weil er zudem von innen wärmt und sein Genuss als entspannendes Heilritual betrachtet werden kann.

Sinnesreize gegen Winterdepressionen

Das ganze Jahr über beleben Farben und Düfte unsere Sinne und entfalten ihre Wirkung auf körperlicher und seelischer Ebene. Im Winter aber, wenn draußen alles grau und fad wirkt, erfreut sich die Seele besonders an solchen sinnliches Eindrücken.

Warme und aufheiternde Farben in unserer Umgebung können das fehlende Sonnenlicht ersetzen, sei es als ein Stück (Foto-)Tapete, in Form von Bettwäsche oder bunten Vorhängen. In Bioläden und Reformhäusern können Sie sich Badezusätze in Ihren Lieblingsfarben kaufen und nach Lust und Laune das Badewasser einfärben. Auch in der Küche kann die häusliche Farbtherapie eingesetzt werden. Versetzen Sie den Reis beim Kochen mit etwas Safran, die Rote-Beete-Suppe mit einem Schuss Kokosmilch und verwenden Sie blaue französische Trüffelkartoffeln für die winterliche Kartoffelsuppe, um ganz bewusst Licht und Farbe in den Küchenalltag zu bringen.

Aromaöle als Zusatz in Badewasser, Duftlampe oder Körperöl können die Stimmung ebenfalls günstig beeinflussen. Besonders Lavendel genießt den Ruf, ausgleichend und beruhigend auf den Organismus zu wirken. Darüber hinaus sollen Bergamotte, Eisenkraut, Geranium, Neroli, Rosenholz, Patchouli, Palmerosa, Orange und Zitrone Niedergeschlagenheit, Melancholie und Antriebsschwächen entgegenwirken und sollten nach eigenen Vorlieben zum Einsatz gegen die Winterdepression ausgewählt werden. (jvs)

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