Koronare Herzkrankheit (KHK)

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Als Herz-Kreislauferkrankung gehört die Koronare Herzkrankheit (KHK) zu den häufigsten Todesursachen der 35 – 65 Jährigen in den westlichen Industrienationen, darunter auch Deutschland. Das Risiko, die chronische Erkrankung zu entwickeln, steigt mit dem Lebensalter. Bei der Entstehung spielen mehrere Faktoren eine Rolle, von denen zumindest einige als frühzeitig therapeutisch beeinflussbar gelten.

Was geschieht bei einer Koronaren Herzkrankheit?

Bei der Koronaren Herzkrankheit kommt es durch eine fortschreitende Verengung der Herzkranzgefäße, die für die Blutversorgung des Herzmuskels zuständig sind, zunehmend zur Durchblutungsstörung. In der Folge wird das Herz unzureichend mit Sauerstoff und Nährstoffen beliefert, was im schlimmsten Fall zum Herzinfarkt (Myokardinfarkt) mit Absterben des betroffenen Gewebes führen kann.

Koronare-Herzkrankheit

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Die Symptome der KHK treten häufig erst spät auf

Zu Symptomen kommt es bei der KHK in der Regel erst dann, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist, nämlich bei einer Gefäßverengung um ca. 50%. Ein Hauptsymptom, das durch die gestörte Durchblutung des Herzens entsteht, ist die Angina Pectoris. Diese geht anfallsartig mit zumeist linksseitigen Schmerzen in Brust, Arm, Hals, Kiefer und Oberbauch einher. Daneben können Beklemmungsgefühl und Todesangst auftreten.

Weitere Symptome sind Herzrhythmusstörungen, Herzschmerzen und eine allmähliche Herzschwäche (Herzinsuffizienz), die zu einer Mangelversorgung des Gesamtorganismus mit Blut führt. Signale dafür sind Atemnot, nachlassende körperliche Belastbarkeit, Wasseransammlung in Armen und Beinen und häufiges nächtliches Wasserlassen (Nykturie). Kommt es zu einem andauernden Gefäßverschluss, spricht man von einem Herzinfarkt, bei dem das betroffene Herzmuskelgewebe zerstört wird.

Enstehungs- und Risikofaktoren für KHK

Der Gefäßverengung liegt die Arteriosklerose („Arterienverkalkung“) zugrunde, bei der an (etwa durch Bluthochdruck) geschädigten Gefäßwänden entzündliche Prozesse mit Vernarbungen entstehen, an denen sich Eiweiße, Blutfette und Kalkteilchen festsetzen und somit allmählich die Blutbahn verengen. Dieser Prozess findet auch in anderen Körperregionen statt (Arme, Beine, Gehirn) das Herz ist jedoch oft frühzeitig betroffen.

Man unterscheidet unbeeinflussbare von beeinflussbaren Risikofaktoren, eine Koronare Herzkrankheit zu entwickeln:
Zu den unbeeinflussbaren zählen Alter, Geschlecht und Vererbung. Als beeinflussbar dagegen gelten Bluthochdruck, Übergewicht, Rauchen, Stress, Bewegungsmangel sowie ein bestehender Diabetes mellitus Typ II. Ebenfalls gehören eine Erhöhung der Blutgerinnungsneigung, des Cholesterins, der Blutfette (Triglyceride) und des Homocysteins dazu.

Diagnose & Therapie der Koronaren Herzkrankheit

Zur ärztlichen Diagnostik werden neben einer Anamnese (Befragung des Patienten), Laboruntersuchungen, Blutdruckmessungen, Belastungs- und Langzeit-EKG sowie eine Ultraschalluntersuchung des Herzmuskels durchgeführt (Echokardiogramm). Die konventionelle medikamentöse Therapie zielt v.a. auf eine Entlastung des Herzens durch Verbesserung der Durchblutung, Blutverdünnung, Senkung von Blutdruck und Cholesterinwerten, ab. Eingesetzt werden dafür vor allem Nitrate, Betablocker und Calciumantagonisten, aber auch operative Eingriffe.

Vorbeugung & Naturheilkunde bei der Koronaren Herzkrankheit

Weil die Erkrankung erst im fortgeschrittenen Stadium Beschwerden verursacht, kommt der Prävention eine besondere Bedeutung zu. Sind ein oder mehrere der oben aufgeführten Risikofaktoren bekannt, sollten die Betroffenen – eigenständig oder unter heilkundlicher Anleitung – Ernährung und Lebensweise frühzeitig darauf abstimmen. In der Naturheilpraxis können frühzeitig Warnzeichen und Hinweise, z.B. durch Anlitz-, Augen- oder Dunkelfelddiagnostik bei der Behandlung berücksichtigt werden. Danach stehen zahlreiche Möglichkeiten aus der Naturheilkunde zur allgemeinen Stärkung der Konstitution sowie der Regulation der Herz-Kreislauffunktion (Senkung von Cholesterin-, Blutfettspiegel und Bluthochdruck, Verbesserung der Sauerstoffversorgung, psychologische Beratung, u.v.m.) bereit. (Dipl.Päd. J.Viñals Stein, Heilpraktikerin)

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