Asiatisches Fast Food: Ungesunde Instant-Nudeln

Heilpraxisnet

Neue Studie: Instant-Nudeln sind ungesund

14.10.2014

In vielen Ländern Asiens sind Instant-Nudeln als schnelle Zwischenmahlzeit beliebt. Auch hierzulande hat sich das Fast Food mittlerweile durchgesetzt. Eine neue Studie kommt jetzt jedoch zu dem Ergebnis, dass durch diese Art der Ernährung ernsthafte gesundheitliche Folgen drohen, insbesondere für Frauen.

Instant-Nudeln vor allem für Frauen gefährlich
„Der Verbrauch von Instant-Nudeln in asiatischen Bevölkerungen ist relativ hoch“, schreiben Forscher, die sich mit den gesundheitlichen Folgen dieses in zahlreichen Ländern Asiens beliebten Fast Foods beschäftigten. Die Studie der US-amerikanischen Gesellschaft für Ernährung kommt zu dem Ergebnis, dass der Konsum von solchen Fertignudeln vor allem für Frauen gefährlich werden kann. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Journal of Nutrition“ berichten, birgt der häufige Verzehr solcher Mahlzeiten die Gefahr, am sogenannten metabolischen Syndrom zu erkranken.

Erhöhtes Risiko für metabolisches Syndrom
Die Wissenschaftler untersuchten für die Studie die Essgewohnheiten von mehr als 10.700 südkoreanischen Männern und Frauen zwischen 19 und 64 Jahren. Von den Probanden ernährte sich ein Teil bevorzugt von Reis, Fisch, Gemüse und Obst. Der andere Teil hingegen hauptsächlich von Fleisch, Frittiertem und Fast Food, unter anderem von Instant-Nudeln. Neu für die Wissenschaftler war dabei, dass es einen Zusammenhang zischen dem Verzehr solcher Mahlzeiten und Herzerkrankungen gibt. So hatten Frauen, die sich mehr als zweimal die Woche von Fertiggerichten mit Instant-Nudeln ernährten, eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, am metabolischen Syndrom zu erkranken. Ihr Risiko stieg um 70 Prozent.

Das „tödliche Quartett“
Das metabolische Syndrom, das auch als „tödliches Quartett“ bezeichnet wird, ist charakterisiert durch abdominelle Fettleibigkeit (Adipositas), Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte und eine Insulinresistenz, die die Hauptursache für Diabetes Typ 2 ist. Diese Faktoren wiederum können Krankheiten wie Arteriosklerose (Arterienverkalkung), koronare Herzkrankheit oder Herzinfarkt begünstigen. Selbst bei den jungen schlankeren Frauen, die viel Sport trieben, wurde von den Forschern dem Magazin „livescience“ zufolge die Verbindung zwischen dem Verzehr von Instant-Nudeln und dem Risiko für metabolisches Syndrom hergestellt.

Hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren und Natrium
Von dem Team um Hyun Shin von der Harvard School of Public Health in Boston wird unter anderem ein hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren und Natrium dafür verantwortlich gemacht. Zudem enthalten die Nudeln sehr viele Kalorien und einfache Kohlenhydrate. Der Grund dafür, warum dieser Zusammenhang bei Männern nicht besteht, scheint nicht eindeutig geklärt. Die Forscher gehen von unterschiedlichen Dispositionen der Geschlechter aus, was etwa die Sexualhormone und den Stoffwechsel betrifft. (ad)

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