Heilpflanze des Jahres 2015: Die Zwiebel

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Die Zwiebel: Heilpflanze des Jahres

04.06.2014

Die Zwiebel ist die Heilpflanze des Jahres 2015. Seit Jahrtausenden wird sie als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert. Mit der Wahl soll der heilende Aspekt wieder mehr hervorgehoben werden. Die Zwiebel ist ein oft verwendetes Hausmittel in der Naturheilkunde.

Zwiebel mit heilsamen Kräften
Zwiebeln sind ein beliebtes Nahrungs- und Würzmittel und verfeinern viele Gerichte. Rund sieben Kilogramm sollen Deutsche durchschnittlich pro Kopf und Jahr davon verzehren. Die Pflanze besitzt aber auch heilsame Kräfte. Deshalb wurde die Zwiebel (Allium cepa) zur Heilpflanze des Jahres 2015 gekürt. Wie der Naturheilkundeverein NHV Theophrastus bei einem Fachsymposium in Panschwitz-Kuckau (Sachsen) am Dienstag mitteilte, soll mit der Wahl der heilende Aspekt der Pflanze wieder mehr hervorgehoben werden. In der Naturheilkunde ist die Zwiebel ein häufig verwendetes Hausmittel gegen zahlreiche Beschwerden.

Reich an Vitaminen und Mineralstoffen
Die Wahl wird von einer Jury des Vereins zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, (NHV Theophrastus) in München getroffen. Bereits seit über 5.000 Jahren wird die Zwiebel als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert. In Deutschland liegt die Anbaufläche laut NHV bei 9.000 Hektar. Zwiebeln sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen sowie Spurenelementen und haben zudem einen besonders hohen Gehalt an ätherischen, schwefelhaltigen Ölen und anderen Aromastoffen.

Pflanze wirkt vorbeugend
Die Pflanze hilft unter anderem bei Appetitlosigkeit und zur Vorbeugung von altersbedingten Gefäßveränderungen. Durch die Vermeidung von Gefäßverengungen wird gleichzeitig auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie für eine Thrombose gesenkt. Auch antibakterielle, den Blutdruck, die Blutfette und den Blutzucker schwach senkende Wirkungen konnten nachgewiesen werden, wie auch antiasthmatische Eigenschaften. Zudem weisen Studien darauf hin, dass durch Zwiebeln das Darmkrebsrisiko gesenkt werden könne.

Bewährtes Hausmittel gegen zahlreiche Beschwerden
Auch als Hausmittel gegen Husten oder gegen Ohrenschmerzen haben sich Zwiebeln bewährt. Zudem können damit Magenprobleme, Darmbeschwerden oder auch Halsschmerzen und Schnupfen gelindert werden. Durch die antibakterielle Wirkung des Zwiebelsaftes kann Infektionen vorgebeugt und Entzündungen gehemmt werden. Äußerlich angewendet kommt das Gemüse etwa bei Mücken- oder Wespenstichen sowie Blutergüssen zum Einsatz. Nach einem Wespenstich kann man beispielsweise die Stelle wiederholt mit einer aufgeschnittenen Zwiebel einreiben und etwas Saft darauf tröpfeln lassen, um so eine Linderung der Beschwerden zu erreichen. (ad)

Bild: Wiki