Stress vorbeugen: Mit Kindern Entspannung üben

Heilpraxisnet

Stress vorbeugen: Mit Kindern Entspannung üben

06.12.2014

Kinder können mithilfe von Schwämmen und Grimassen spielerisch lernen sich zu entspannen. Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs Übungen trainieren, um Stress vorzubeugen. Damit kann auch weiteren gesundheitlichen Problemen vorgebeugt werden.

Kindern schon früh Entspannungstechniken beibringen
Eltern können ihrem Nachwuchs schon früh Entspannungstechniken beibringen. Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland (BKJPP) rät laut einer dpa-Meldung, dass sie dies am besten spielerisch tun sollen. Als Beispiel wird die progressive Muskelentspannung (auch progressive Muskelrelaxation genannt) angeführt. Dabei werden nacheinander verschiedene Körperpartien erst angespannt und dann wieder entspannt. Bei den Kindern könne dies dann so aussehen, dass man ihnen sagt, sich vorzustellen, einen Schwamm auszudrücken, wenn es die Hand anspannen soll. Und wenn das Gesicht angespannt werden soll, soll es eine Grimasse ziehen.

Kinder unter Anspannung
Grundsätzlich wichtig dabei ist, dass das Kind ruhig weiteratmet und nicht die Luft anhält. Zudem ist es besser, wenn das Entspannungstraining anfangs nicht länger als eine Viertelstunde dauert. Weiter heißt es, dass je früher Menschen eine entspannte Haltung einüben, desto nachhaltiger kann diese sogar Teil der Persönlichkeit werden. Außerdem schützt ein gesunder Umgang mit Stress ein Stück weit vor späterem Fehlverhalten, welches letztlich zu Alkoholmissbrauch oder psychosomatischen Erkrankungen führen kann. Unter anderem durch Aggressivität, Ängste, Konzentrationsschwächen, innere Unruhe und Nervösität zeigt sich, ob Kinder unter Spannung stehen. Zudem seien körperliche Beschwerden wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen möglich.

Entspannungsübungen zum Stressabbau
Neben der progressiven Muskelentspannung gibt es noch weitere Entspannungsübungen, die dem Stressabbau dienen. Weit verbreitet sind etwa autogenes Training oder Yoga, das in verschiedenen Städten auch explizit für Kinder angeboten wird. Ein guter Ansatz ist zudem eine neue Initiative der AOK, die vor wenigen Monaten bekannt gegeben wurde. Im Rahmen des Gesundheitsprogramms sollen bundesweit Kindertagesstätten dabei unterstützt werden, Kinder von drei bis sechs Jahren spielerisch an das Thema Gesundheit heranzuführen, wobei unter anderem auch Yoga für die Kleinen vorgesehen ist. (ad)

Bild: twinlili / pixelio.de