Aktuelle Studie: Stress am Arbeitsplatz fördert das Risiko für lebensbedrohliche Herzkrankheiten

Junge Frau sitzt an vollem Schreibtisch, stützt sich mit den Armen auf, während Kollegen ihr Zettel, Ipad, Smartphone etc. hinhalten

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

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Wie sich unsere Arbeit auf die Gesundheit des Herzens auswirkt

Wenn Menschen eine Arbeit haben, welche sie stressig finden oder die sie nicht wirklich mögen, könnte dies der Gesundheit des Herzens schaden. Dies gilt besonders dann, wenn die Betroffenen kein Vertrauen in ihren Vorgesetzten haben.


Bei der aktuellen Untersuchung der University of Iowa wurde festgestellt, dass ein stressiger Job und schlechte Vorgesetzte bei Arbeitnehmenden die Wahrscheinlichkeit für Herzerkrankungen erhöhen. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem englischsprachigen Fachblatt „International Journal of Environment Research and Public Health“ veröffentlicht.

Junge Frau sitzt an vollem Schreibtisch, stützt sich mit den Armen auf, während Kollegen ihr Zettel, Ipad, Smartphone etc. hinhalten
Stress und schlechte Vorgesetzte bei der Arbeit können das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen. (Bild: Wayhome Studio/fotolia.com)

Mangelndes Vertrauen zum Chef ist mit negativen Auswirkungen verbunden

Die Wahrscheinlichkeit, der Herzgesundheit zu schaden, besteht besonders dann, wenn Arbeitnehmende Vorgesetzte haben, denen sie nicht vertrauen. Die Forschenden untersuchten für ihre Studie 400.000 Menschen in den USA. Dabei stellten sie fest, dass diejenigen, die in Berufen arbeiten, in denen sie ihren Vorgesetzten nicht vertrauen, mit größerer Wahrscheinlichkeit Raucher waren, einen hohen Blutdruck, Diabetes, eine ungesunde Ernährung, Fettleibigkeit und hohen Cholesterinspiegel hatten.

Gegenseitiger Respekt bei der Arbeit ist sehr wichtig

Das Arbeiten in einem Umfeld mit geringem Vertrauen wurde als eine Tätigkeit definiert, bei der es nicht auf Verständnis, Fairness und gegenseitigen Respekt zwischen Vorgesetzten und Untergebenen ankommt. Im Wesentlichen bedeutet dies, dass bei einem Chef, der Sie nicht respektiert oder nicht fair behandelt, mit größerer Wahrscheinlichkeit Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten.

Häufig wählen Betroffene ungesunde Methoden zum Abbau von Stress

Dies liegt zum Teil an ungesunden Methoden zum Stressabbau, wie beispielsweise ungesunder Ernährung und Rauchen. Stress führt außerdem zu einem erhöhten Blutdruck, einem weiteren Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Unbehandelt können Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und zum Tod führen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eine der weltweit häufigsten Todesursachen.

Manchmal macht es Sinn seinen Arbeitsplatz zu wechseln

Wenn Menschen eine Cheffin oder einen Chef haben, den sie beispielsweise unfair und respektlos finden, sollten die Betroffenen vorliegende Probleme ansprechen oder die schädliche Arbeitsumgebung verlassen und nach einer anderen Arbeit Ausschau halten. Weiter in einem solchen Umfeld zu arbeiten, könnte zu Herzkrankheiten und einem vorzeitigen Tod beitragen. (as)

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Autor:
Alexander Stindt
Quellen:
  • Toni Alterman, Rebecca Tsai, Jun Ju, Kevin M. Kelly: Trust in the Work Environment and Cardiovascular Disease Risk: Findings from the Gallup-Sharecare Well-Being Index, in International Journal of Environment Research and Public Health (Abfrage: 11.07.2019), International Journal of Environment Research and Public Health