Ingwertee gegen Schnupfen: Solche Zubereitungsvarianten sind falsch

Wirksames Mittel bei Erkältungen: So wirkt Ingwertee effektiver

Wenn man sich in der kalten Jahreszeit eine Erkältung eingefangen hat, wirkt kaum etwas so gut wie ein heißer Ingwertee. Bei der Zubereitung des Getränks werden aber oft kleine Fehler gemacht. Wir erklären, worauf zu achten ist, damit das beliebte Hausmittel gegen Erkältungsbeschwerden noch besser wirkt.


Natürliches Mittel gegen Erkältungsbeschwerden

Eine laufende Nase, Hals- und Kopfschmerzen: In den kalten Herbst- und Wintermonaten kann man sich schnell eine Erkältung einfangen. Für Erwachsene sind zwei bis vier grippale Infekte im Jahr ohnehin völlig normal. Zu Medikamenten muss man dann nicht unbedingt greifen. Es gibt auch genügend wirksame Hausmittel zur Behandlung von Erkältungsbeschwerden. Eines davon ist Ingwertee. Bei dessen Zubereitung sollte man jedoch einige verbreitete Fehler vermeiden.

Kaum ein Hausmittel wirkt so gut gegen Erkältungsbeschwerden wie heißer Ingwertee. Doch bei der Zubereitung des Getränks werden oft vermeidbare Fehler gemacht. (Bild: Hetizia/fotolia.com)

Infekten vorbeugen

Hierzulande ist Ingwer vor allem als Zutat für die Kürbissuppe, als Bestandteil verschiedener Thai-Currys, in der eingelegten Version zu Sushi sowie im Tee oder Smoothie bekannt.

Die Wurzel mit der fruchtig-scharfen Note ist nicht nur sehr lecker, sondern auch äußerst gesund. In Asien wird die „Wunderknolle“ schon seit Jahrtausenden zur Behandlung zahlreicher Krankheiten eingesetzt.

Ingwer hat eine entzündungshemmende Wirkung. Zudem stärken die enthaltenen ätherischen Öle und Scharfstoffe das Immunsystem und wärmen von innen.

Verbreitete Fehler vermeiden

Auch wenn man sich einen Infekt eingefangen hat, kann die Knolle helfen. So ist Ingwertee ein beliebtes Hausmittel bei Erkältungen. Bei der Zubereitung werden jedoch oft Fehler gemacht.

Gesundheitsexperten zufolge sollte die Ingwerknolle erst unmittelbar vor dem Aufkochen in dünne Scheiben geschnitten werden. Ansonsten gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren.

Dies ist auch der Grund, warum Ingwer nicht geschält werden sollte. Schließlich ist die ganze Knolle gesund, auch die Schale.

Die Aufgusstemperatur sollte – anders als beispielsweise bei Grün- oder Schwarztee – siedend sein. Das kochende Wasser kann also direkt in die Tasse oder Kanne gefüllt werden. Nach fünf Minuten Ziehzeit ist der Tee perfekt.

Anschließend kann man die Ingwerstücke entfernen und nach Geschmack mit Zitrone und Honig abschmecken.

Fachleute raten zur Bio-Variante, da diese weniger mit Chemikalien belastet ist.

Krampflösend, entzündungshemmend und schmerzstillend

Ingwer ist aber nicht nur genau das Richtige für Schnupfnasen. Die Knolle wirkt krampflösend, entzündungshemmend und schmerzstillend. Dies ist teils auch wissenschaftlich belegt.

So haben beispielsweise US-amerikanische Wissenschaftler der University of Georgia herausgefunden, dass die Knolle gegen Muskelschmerzen nach exzessivem Sport wirksam ist.

Des Weiteren konnten Forscher der University of Miami in einer Studie einen schmerzstillenden Effekt bei Arthrose nachweisen.

Dabei zeigte sich , dass bei einem großen Teil der Patienten Knieschmerzen in einer sechswöchigen Behandlung mit Ingwer-Extrakten reduziert werden konnten.

Schon im mittelalterlichen Europa kannten und verwendeten ihn Hildegard von Bingen und Paracelsus bei Magen-Darm-Beschwerden.

Moderne Studien bestätigen diese Anwendung, wie auch die Wirksamkeit bei der mit Übelkeit und Erbrechen sowie Schwindel einhergehenden Reisekrankheit.

Nicht alle vertragen die Schärfe

In der Naturheilkunde wird Ingwer zudem schon seit längerem gegen hohe Blutfettwerte eingesetzt.

Auch als Hausmittel bei Völlegefühl ist die Knolle beliebt. Sie wirkt bei Verdauungsproblemen, Durchfall, Appetitlosigkeit und zahlreichen anderen Beschwerden.

Des Weiteren ist Ingwer reich an Vitaminen und Mineralstoffen und kann beim Abnehmen helfen.

Menschen mit empfindlichem Magen könnten bei größeren Mengen allerdings Probleme bekommen, nicht jeder verträgt die Schärfe. Betroffene sollten gegebenenfalls ihren Arzt um Rat fragen. (ad)