Nierenabszess

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Abszess an der Niere

Nierenabszess und Nierenkarbunkel (Eiterherde in der Niere). Ein eingekapselter Eiterherd im Nierengewebe wird als Nierenabszess bezeichnet. Dieser kann in unterschiedlichen Arealen lokalisiert und unterschiedlicher Ursache sein. Bei wiederholtem Vorkommen oder mehreren gleichzeitigen Abszessen kann eine Entfernung der betroffenen Niere notwendig werden. Die Naturheilkunde bietet insbesondere Behandlungsmöglichkeiten, um der Entwicklung weiterer Eiterherde vorzubeugen.

Nierenabszess:
Nierenabszess
Ursache
Beschwerden
Behandlung

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Ursache

Ein Nierenabszess entsteht häufig als Folge einer aufsteigenden Harnwegserkrankung, beispielsweise einer Blasenentzündung (Zystitis) oder Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis). Begünstigt wird die Entstehung außerdem durch bestehende Nierensteine (Nephrolithiasis). Auch über den Blutweg eingestreute Bakterien aus entfernten Infektionsherden (z.B. Hautinfektionen) können ein Nierenabszess verursachen, der dann häufig lediglich im Bereich der Nierenrinde lokalisiert ist. Finden sich im Bereich der Rinde mehrere nebeneinander bestehende Abszesse, die ineinander fließen, spricht man von Nierenkarbunkel.

Nierenabzess

Beschwerden

Das Nierenabszess tritt häufig mit hohem Fieber und Schüttelfrost, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen in Erscheinung. Es bestehen Flankenschmerzen, der Urin ist durch den Eiter milchig eingetrübt. Gefährlichste Komplikation ist die Blutvergiftung ( Sepsis), die z. T. innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen kann.

Behandlung

Behandlung und Prävention des Nierenabszesses: Die konventionelle Behandlung besteht in der Gabe von Antibiotika und der Ausleitung von Eiter beim abgekapselten Abszess (Nephrostomie). Bei einem flächenmäßig großen Nierenabszess bzw. einer Vielzahl gleichzeitig bestehender Herde wird die Entfernung der Niere erwogen.

Begleitend oder nach der Akutphase eignen sich eine Vielzahl von Naturheilverfahren, um zurückgebliebene Giftstoffe auszuleiten, Körpergewebe zu entsäuern, das Immunsystem anzuregen oder direkt entzündungshemmend und durchblutungsfördernd auf die Nieren einzuwirken. Dazu bieten sich neben klassischen Ausleitungsverfahren beispielsweise die Dunkelfelddiagnostik mit anschließender Milieutherapie ebenso an wie eine homöopatische Konstitutionstherapie, Komplexhomöopathika und verschiedene Teedrogen. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)

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