Kinder: Plötzlicher Herztod beim Sport

Heilpraxisnet

Herzschwäche: Vor Leistungssport sollen Kinder zum Gesundheitscheck

24.09.2014

Intensiver Sport kann für Kinder und Jugendliche mit unerkannten Herzleiden zu einem lebensbedrohlichen Risiko werden. Eltern sollten deshalb mit ihren Kindern vor extremen sportlichen Aktivitäten beim Arzt einen Gesundheitscheck durchführen lassen. Auch für erwachsene Leistungssportler ist eine regelmäßige Herz-Vorsorge ratsam.

Mit den Kindern zum Gesundheitscheck
Bei Kindern und Jugendlichen führen unerkannte Herzkrankheiten immer wieder zu plötzlichen Todesfällen. Vor allem intensiver Sport ist für Heranwachsende mit einem solchen erblichen Leiden ein lebensbedrohliches Risiko. Daher sollten Eltern ihre Kinder vor Sportwettkämpfen besser immer zu einem Gesundheitscheck schicken. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Keine Warnzeichen der tödlichen Krankheit
Die sogenannte hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) gehört zu den häufigsten angeborenen Ursachen für tödliche Herzrhythmusstörungen. Besonders tückisch an dieser Krankheit ist, dass es keine Warnzeichen gibt. Bei einem medizinischen Gesundheitscheck werden die Kinder auf ihre Sporttauglichkeit hin überprüft. Sie werden dabei auch auf eine eventuelle Herzkrankheit hin untersucht. Hermann-Josef Kahl vom BVKJ erklärte dazu: „So können Eltern sichergehen, dass der gewählte Sport auch für ihr Kind geeignet ist.“

Auch erwachsene Leistungssportler zum Check
Doch nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, die Leistungssport betreiben, sollten regelmäßig ihr Herz checken lassen. Dies allein schon deshalb weil bei manchen Menschen bereits die Angst vor unerkannten Herzleiden zu einer Herzneurose (Herzangst) mit Herzrasen führen kann. Experten zufolge zählen zu den möglichen unerkannten Erkrankungen des Herzens, die bei sportlicher Aktivität akute Schmerzen verursachen können, unter anderem Arterienverkalkungen der Herzkranzgefäße und die damit verbundene koronare Herzkrankheit. Grundsätzlich sollten beim Sport zudem allgemeine Warnzeichen wie Stechen in der Brust, Brustschmerzen beziehungsweise Thoraxschmerzen oder Herzschmerzen Ernst genommen und im Zweifelsfall ein Notarzt alarmiert werden. (ad)

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