Blut im Stuhl
Schwarz gefärbter Stuhlgang, auch Teerstuhl (Maläna) genannt, entsteht durch Kontakt des Blutes mit der Salzsäure im Magen. Er deutet deshalb auf Blutungen im oberen Verdauungstrakt hin.
Blut im Stuhl- immer ein Fall für den Facharzt!
Findet sich sichtbar Blut im Stuhl, sollte umgehend eine fachärztliche Untersuchung erfolgen. Zwar kann die Verfärbung auch ernährungsbedingt vorkommen, häufig verbergen sich jedoch behandlungsbedürftige Erkrankungen bis hin zu bösartigen Wucherungen des Verdauungstraktes dahinter. Farbe, Menge und Begleitsymptome können helfen, Ort und Art der Blutungsquelle einzugrenzen.
Beispiele für Nahrungsmittel, die den Stuhl rot bzw. dunkel färben sind Spinat, Rote Beete, Blaubeeren und Lakritze. Auch Medikamente, etwa Eisentabletten oder Kräutersäfte zur Behandlung von Blutarmut (Anämie), können die Stuhlfarbe beeinflussen.
Schwarz gefärbter Stuhl, auch Teerstuhl (Maläna) genannt, entsteht durch Kontakt des Blutes mit der Salzsäure im Magen. Er deutet deshalb auf Blutungen im oberen Verdauungstrakt hin. Ursächlich dafür können, neben starken Blutungen in Mund und Rachen, Divertikel der Speiseröhre, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, eine erosive Gastritis, das Mallory-Weiss-Syndrom (Längseinrisse der Speiseröhre als Folge starken Erbrechens) aber auch bösartige Tumoren sein.
Hellrotes bis dunkelrotes Blut im Stuhl (Haematochezie), beigemischt oder als Auflagerung, zeigt dagegen eine Blutungsquelle unterhalb des Zwölffingerdarms (Duodenum) an. Häufige Ursachen sind Hämorrhoiden oder Analfissuren, Darmentzündungen (Enteritis, Colitis Ulcerosa, Divertikulitis), Infektionskrankheiten des Dickdarms sowie das Dickdarmkarzinom und das eher seltene Analkarzinom.
Okkultes (verborgenes) Blut im Stuhl ist mit bloßem Auge nicht sichtbar. Im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen oder bei Verdacht wird in einem einfachen Testverfahren (Hämoccult-Test) okkultes Blut als frühes Warnsignal von Darmtumoren (Darmkrebs) und Darmpolypen sowie Entzündungen oder Geschwüren des Magen-Darmtraktes (Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni) nachgewiesen. Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin, 06.09.2010)