Blut im Urin
Blut im Urin (blutiger Urin; Hämaturie)
Blut im Urin: Als Hämaturie wird die krankhafte Auscheidung roter Blutkörperchen (Erythrozyten) mit dem Urin bezeichnet. Da eine geringe Menge Blut auch im Harn von Gesunden zu finden ist, besteht eine Hämaturie erst, wenn pro mm3 Urin mehr als fünf bis zehn rote Blutkörperchen vorkommen. Nach der Blutmenge wird die Hämaturie Makro- und Mikrohämaturie eingeteilt.
Tumoren, Steine und Entzündungen von Blase und Nieren sind die häufigsten Ursachen
Unterschieden wird zwischen der Makrohämaturie und der Mikrohämaturie. Bei der Makrohämaturie ist das Blut mit bloßem Auge zu erkennen, was ab ca. 1ml Blut in 1l Urin der Fall ist. Sie kommt vor bei Nierensteinen, Nieren- und Blasentumoren, Zystennieren, Urogenitaltuberkulose, Blasenentzündung, erhöhter Blutungsneigung und Endometriose.
Die Mikrohämaturie ist nur durch spezielle Schnelltests (Stick-Test) und mikroskopisch nachweisbar. Natürlich können die genannten Grunderkrankungen der Makrohämaturie auch ursächlich für eine Mikrohämaturie sein. Darüber hinaus kommen eine Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis), Nierenentzündungen (interstitielle Nephritis, Glomerulonephritis) aber auch durch körperliche Stressbelastung, z.B. „Marschhämaturie“ , nach langen Wanderungen vorübergehend auftreten kann.
Ebenfalls vorübergehend kann eine Hämaturie bei Fieber, Infektionen, Menstruation Prostatavergrößerung, Prostatitis oder ohne offensichtlich zugrunde liegende Ursache vorkommen. Auch durch Medikamente und Nahrungsmittel (z.B. Rote Beete, Brombeeren) kann der Urin rötlich eingefärbt werden.
Wichtig bei Blut im Urin: In jedem Fall ist bei blutigem Urin- auch ohne Schmerzen und weiteren Symptomen- ein Arzt aufzusuchen, der ein karzinöses Geschehen und andere ernsthafte Erkrankungen ausschließen muss, bevor eine naturheilkundliche Behandlung der Grunderkrankung beginnen kann! (21.12.2009, Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)