Fußsohlenschmerzen: Schmerzen an der Fußsohle

Fabian Peters

Schmerzen an der Fußsohle

Fußsohlenschmerzen unter hoher Belastung, wie beispielsweise langen Wanderungen, sind nahezu jedem Menschen bekannt. Doch manche leiden auch in Ruhephasen unter schmerzenden Fußsohlen. Da hier ernsthafte Erkrankungen die Ursache bilden können, sollte bei wiederholten scheinbar unbegründeten Fußsohlenschmerzen dringend therapeutische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Als unser tägliches Fortbewegungsmittel sind die Füße hohen Belastungen ausgesetzt und die Fußsohle muss dabei dem Druck des gesamten Körpergewichtes standhalten. Zu diesem Zweck verfügt die Fußsohle über einen Fettkörper als Unterbau, der Stöße und Druck durch seine polsternde Wirkung abfängt. Den Großteil der Belastung tragen die Ferse und der Fußballen, so dass hier der Fettkörper besonders ausgeprägt ist. Dies sind allerdings auch die Bereich an denen Fußsohlenschmerzen besonders häufig festgestellt werden.

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Inhaltsverzeichnis

Definition
Symptom: Schmerzende Fußsohlen
Ursachen der Fußsohlenschmerzen
Diagnose
Therapie

Definition

Als Fusssohlenschmerzen sind an dieser Stelle sämtliche schmerzhaften Beschwerden unter dem Fuß zu verstehen, die nicht durch akute Verletzungen bedingt werden. Dies umfasst sowohl Schmerzen im Bereich der Ferse, als auch des Fußaußenrandes, des Längsgewölbes und des Fußballens.

Symptom: Schmerzende Fußsohlen

Die Fußsohlenschmerzen können abhängig von ihren Ursachen als flächiger ziehender Schmerz oder schmerzhaftes Kribbeln nahezu die gesamte Fußsohle erfassen oder auch als punktueller Druckschmerz auftreten. Manche Patienten haben nur unter Belastung Schmerzen an den Fußsohlen, andere leiden auch in Ruhephasen. Anhand der Lokalisation, der Intensität und den Situationen, in denen die Fußsohlenschmerzen auftreten, lassen sich meist bereits erst Rückschlüsse auf die Ursache der Beschwerden ziehen.

Schmerzen-Fußsohle
Nach einem Tag auf den Beinen schmerzen vielen Menschen die Fußsohlen. (Bild: Lupo/pixelio.de)

Ursachen

Fußschmerzen allgemein können durch zahlreiche unterschiedliche Ursachen bedingt werden, die von Gefäßerkrankungen über Verstauchungen, Brüche oder Bänderrisse bis hin zu rheumatischen Erkrankungen, Gicht, Osteoporose und Arthrose reichen. Die Schmerzen sind indes oft auf eine zu hohe Druckbelastung, Durchblutungsstörungen oder Beeinträchtigungen beziehungsweise Erkrankungen der Nerven zurückzuführen.

So kann beispielsweise eine übermäßige Belastung der Fußsohle zu einer Entzündung der Plantaraponeurose (Plantarfasziitis) führen. Diese Entzündung der Aponeurosis plantaris (Sehnenplatte unter dem Fuß) zeigt sich meist in einem Druckschmerz am Fersenbein, der bis in die Zehengrundgelenke ausstrahlen kann. In der Regel sind die Beschwerden morgens nach dem Aufstehen und bei längerer Belastung am ausgeprägtesten. Manchen Patienten empfinden jedoch bereits bei leichten Berührungen ein schmerzhaftes Ziehen. Das Gehen fällt ihnen zunehmend schwer und sie belasten unwillkürlich stärker den anderen Fuß, was hier zu ähnlichen Beschwerden führen kann. Durch Fehlstellungen der Füße und eine entsprechend ungünstigere Verteilung des Körpergewichts auf die einzelnen Bereiche der Fußsohle wird das Auftreten einer Plantarfasziitis begünstigt. Als Auslöser der Plantarfasziitis kommt außerdem auch ein Fersensporn in Betracht.

Beeinträchtigungen der Nerven können ebenfalls die Beschwerden verursachen. Dabei sind Abklemmungen beziehungsweise Kompression der Nervenbahnen auf dem gesamten Abschnitt zwischen Fußsohle und Gehirn als mögliche Auslöser der Beschwerden zu nennen. Die Nerven werden an einer Engstelle abgeklemmt und schicken anschließend eine Art Notsignal an das Gehirn, welches meist als schmerzhaftes Kribbeln oder Ziehen wahrgenommen wird. Diese Kompression kann lokal im Bereich des Fußes oder beispielsweise auch in der Wirbelsäule erfolgen. Begleitende Symptome wie Kreuzschmerzen beziehungsweise Rückenschmerzen oder ein Taubheitsgefühl in den Beinen liefern hier wichtige Hinweise, ob und wo möglicherweise ein Nerv eingeklemmt wird.

Da Stoffwechselstörungen einen maßgeblichen Einfluss auf die Versorgung der Nerven haben können, sind chronische Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise Diabetes nicht selten mit Beeinträchtigungen des Nervensystems verbunden. Diese unter dem Begriff Neuropathie beziehungsweise Polyneuropathie zusammengefassten Erkrankungen des peripheren Nervensystems verursachen unter Umständen Empfindungsstörungen, die sich als Schmerzen im Bereich der Fußsohle äußern.

Als möglicher Auslöser der schmerzenden Fußsohlen ist auch eine zu geringe Durchblutung zu nennen. Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) wird die Durchblutung der Extremitäten meist durch eine Arterienverkalkung nachhaltig beeinträchtigt. Diese Durchblutungsstörungen können zu einem schmerzhaften Kribbeln und Ziehen bis hin zu Taubheitsgefühlen an der Fußsohle führen. Ist die PAVK Ursache der Fußsohlenschmerzen, so leiden die Patienten häufig auch an anderen Erkrankungen des Herzkreislaufsystems (beispielsweise Koronare Herzkrankheit).

Diagnose

Die Ursache der Schmerzen können erfahrene Therapeuten oft bereits anhand einer Beschreibung der Symptome sowie einer Inaugenscheinnahme und eines Abtastens des Fußes erahnen. Durch eine Messung der Nervenleitfähigkeit lässt sich der Verdacht auf eine Beeinträchtigung der Nerven überprüfen und mittels Puls und Blutdruckmessung kann die Durchblutung kontrolliert werden. Blutuntersuchungen im Labor könne zudem der Feststellung möglicher Entzündungen dienen. In der Orthopädie wird heute bei Fußsohlenschmerzen häufig ein Podoskop eingesetzt, um eventuelle Fehlstellungen der Füße zu ermitteln. Da auch ein Mangel an Mineralien und Vitaminen die Leitfähigkeit der Nerven beeinträchtigen kann, sollte diese Möglichkeit im Rahmen der Diagnosestellung ebenfalls überprüft werden. Zur Sicherung der Diagnose dienen bei Bedarf bildgebende Verfahren wie klassische Röntgenaufnahmen, Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT).

Schmerzen an den Fußsohlen können u.a. auch mit speziellen Cremes behandelt werden.
Schmerzen an den Fußsohlen können u.a. auch mit speziellen Cremes behandelt werden. Bild: Edler von Rabenstein/fotolia.com

Therapie

Werden die Fußsohlenschmerzen durch übermäßige Belastung ausgelöst, ist zunächst vor allem Ruhe zu empfehlen. Bei Verdacht auf entzündliche Prozesse, wie zum Beispiel einer Plantarfasziitis, werden zudem oft entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Auch können Fußsohlen-Massagen zur Linderung der Beschwerden beitragen. Durch Krankengymnastik lässt sich möglichen Fehlbelastungen entgegenwirken. Einlagen und spezielle orthopädische Schuhe können hier ebenfalls deutlich zur Linderung der Beschwerden beitragen.

Gemäß dem ganzheitlichen Behandlungsansatz der Naturheilkunde, sollte bei der Behandlung der Fußsohlenschmerzen auch auf begleitende Beschwerden der Patienten eingegangen werden. So erfolgt beispielsweise bei der Osteopathie auch eine Therapie parallel auftretender Rückenschmerzen oder anderer Verspannungen beziehungsweise Blockierungen. Des Weiteren wird die Akupunktur durchaus erfolgreich zur Behandlung von Nervenkompressionen angewandt. Bei einem Vitamin- oder Nährstoffmangel als Ursache der Nervenbeeinträchtigungen empfiehlt sich zudem eine gezielte Ernährungstherapie. Auch die Homöopathie bietet einige Ansatzpunkte zur Behandlung von Nervenleiden und entsprechenden Fußsohlenschmerzen, die Anwendung sollte jedoch erfahrenen Therapeuten überlassen bleiben. Gleiches gilt für den Einsatz der Schüssler Salze. Eine Therapie in Eigenregie ist nicht zu empfehlen, da die Entwicklung der Beschwerden fortlaufend beobachtet werden sollte und unter Umständen zeitnah weitere therapeutische Maßnahmen einzuleiten sind. (fp)