Osteoporose – Symptome, Ursachen und Behandlung

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Knochenkrankheit Osteoporose
Mit Osteoporose wird eine Knochenstoffwechselstörung bezeichnet, die durch den Verlust von Knochenmasse, Knochenstruktur und Knochenfunktion gekennzeichnet ist und mit Knochenbrüchen, insbesondere Wirbelfrakturen und Oberschenkelhalsfrakturen einhergeht. Der Anteil der betroffenen Frauen liegt bei 70-80 Prozent, was hormonellen Einflüssen zugeschrieben wird. Auch wenn eine familiäre Belastung eine Rolle spielen soll, gibt es eine Reihe von therapeutisch beeinflussbaren Faktoren, die insbesondere von Praktiker/innen der Naturheilkunde sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung der Osteoporose berücksichtigt werden.


Knochenabbau

Auch beim gesunden Menschen ist die maximale Knochendichte im Alter von ca. 35 Jahren erreicht, woraufhin der Körper bis zum 70. Lebensjahr nach und nach ungefähr je ein Drittel an Knochensubstanz und Muskelmasse verliert. Bei der Osteoporose verläuft dieser Prozess des Knochenabbaus durch unterschiedliche Einflüsse vorzeitig bzw. beschleunigt ab.

Osteoporose ist eine Erkrankung, bei welcher der natürliche Prozess des Knochenabbaus beschleunigt stattfindet. Mediziner unterscheiden vier Grade des Knochenschwunds. (Bild: crevis/fotolia.com)

Dabei ist nicht – wie bei der Osteomalazie – primär die Entkalkung der Knochen durch Kalziumverlust verantwortlich, sondern es besteht vielmehr ein quantitatives Ungleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau.

Warnzeichen und Symptome einer Osteoporose

Das Beschwerdebild reicht von chronischen Schmerzen bis zum „Kleinerwerden“. Die Beschwerden zeigen sich häufig zunächst als Belastungsschmerzen, die in chronische Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen oder rheumaartige Gliederschmerzen übergehen, ähnlich den Symptomen bei einem Hexenschuss (Lumbago).

Die Schmerzen entstehen dabei weniger in den Knochen selbst, sondern vor allem durch die kompensatorische Muskelverspannungen in den betroffenen Regionen.

Die Erkrankung kann auch symptomlos verlaufen und erst mit einer Knochenfraktur offensichtlich werden. Besonders betroffen ist die Wirbelsäule, die durch Wirbelkörpereinbrüche und Knochenschwächung im Brustwirbelbereich eine Krümmung und den (früher) sogenannten „Witwenbuckel“ ausbildet. Die Körpergröße nimmt ab, was wiederum zu tannbaumähnlichen Hautfalten im Rückenbereich führt, die sich durch das Kleinerwerden entwickeln. Eine andere häufig anzutreffende Komplikation, die vor allem ältere Menschen betrifft, ist der Oberschenkelhalsbruch. Die Laborwerte sind in der Regel unauffällig.

Der sogenannte Knochenschwund betrifft besonders die Wirbelsäule. Dadurch treten bei Osteoporosepatienten oft schon infolge geringer Belastungen spontane Brüche eines Wirbelkörpers auf. (Bild: Sagittaria/fotolia)

Ursachen von Osteoporose

Ursachen und mögliche Entstehungsfaktoren. Als primäre Ursache von Osteoporose gilt Östrogenmangel bei Frauen nach der Menopause. Tatsächlich sind es bis zu 80% Frauen nach den Wechseljahren, die von Knochenschwund betroffen sind. Aber auch viele weitere Ursachen und Einflüsse werden diskutiert, auch wenn die genaue Entstehung der Knochenstoffwechselstörung bis heute nicht eindeutig geklärt wurde.

Neben Östrogen- und Kalziummangel bzw. Kalziumverwertungsstörungen stehen je nach medizinischer Ausrichtung (konventionell bzw. naturheilkundlich) zum Beispiel Magersucht, eine Schwermetallvergiftung, Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz), Verdauungsstörungen, viele Geburten und Funktionsstörungen der Nebenschilddrüse (Hyperparathyreoidismus) unter Verdacht.

Als weitere mögliche Ursachen und Risikofaktoren kommen stark fluoridhaltiges Wasser, sehr phosphatreiche Nahrungsmittel, Vitamin- und Mineralienmangel sowie verschiedene Medikamente (Cortison, Epileptika, Blutgerinnungshemmer, „Pille“) und eine genetische Veranlagung in Betracht.

Außerdem gelten Bewegungsmangel, (Dauer-) Stress, der übermäßige Genuss von Nikotin, Alkohol, Limonaden sowie protein- und phosphorreichem aber kalziumarmen Fleisch als begünstigende Faktoren bei der Entstehung von Osteoporose. Bei Männern fördert Testosteronmangel zudem eine Osteoporose

Reichlich Kalzium findet sich unter anderem in grünem Blattgemüse, Nüssen, Fisch und Sojabohnen. (Bild: airborne77/fotolia.com)

Natürliche Behandlung bei Knochenschwund

Behandelt wird zunächst die diagnostizierte Grunderkrankung bzw. –störung, sofern diese auszumachen ist. Zur Vorbeugung und Therapie ist auf eine Ernährung zu achten, die viel grünes Gemüse enthält, das sehr viel mehr verwertbares Kalzium enthält als Milchprodukte.

Der regelmäßige Verzehr von Vollkornprodukten, Obst, Tofu und Sojabohnen, Nüssen, Fisch und Rosenkohl, Kefir und Joghurt ist empfehlenswert sowie der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke (Kaffee, Tee, Cola!), die ungünstig auf den Kalziumhaushalt einwirken. Da besonders Aluminium unter dem Verdacht steht, Osteoporose zu begünstigen, sollten keine Aluminiumtöpfe und –kessel verwendet werden. Daneben ist auf regelmäßige, jedoch angemessene Bewegung umzustellen.

Aus dem Repertoire der Schüssler Salze sind Silicea, Calcium phos. sowie Calcium flour zu empfehlen. Als Heilpflanzen gelten Alfalfa, Schachtelhalm, Beinwell und Meeresalgen, die viele Mineralstoffe und Vitamine enthalten.

Natürlich hält auch die Orthomolekulartherapie Konzepte bereit, genau wie jede weitere der zahlreichen Ausrichtungen über ihre spezifischen Naturheilverfahren zur Behandlung der Osteoporose verfügt. Zu nennen sind die Homöopathie, Bachblütentherapie, TCM und Akupunktur, Osteopathie und klinische Hypnose. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)
Fachliche Aufsicht: Barbara Schindewolf-Lensch (Ärztin)