Nebenschilddrüsenüberfunktion – Ursachen, Symptome und Behandlung

Hyperparathyreoidismus – Funktionsstörung der Nebenschilddrüse

Mit Hyperparathyreoidismus bezeichnet man eine Überfunktion der Nebenschilddrüse (Nebenschilddrüsenüberfunktion), die mit einer erhöhten Bildung und Ausschüttung des Parathormons und dadurch mit Veränderungen des Kalzium- und Phosphatspiegels im Blut einhergeht. Die häufiger bei Frauen anzutreffende Hormonstörung kann in verschiedenen Varianten auftreten. Das Spektrum der möglichen Symptome wird gemeinhin als „Stein-, Bein- und Magenpein“ zusammengefasst. Die häufigste und primäre Form erfordert zumeist eine operative Entfernung des erkrankten Drüsengewebes, um eine Heilung zu ermöglichen.


Ein kurzer Überblick

Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Fakten zum Krankheitsbild einer Nebenschilddrüsenüberfunktion in Kürze zusammen. Der nachstehende Artikel liefert weitere ausführliche Informationen.

  • Definition: Der Begriff Hyperparathyreoidismus bezeichnet eine funktionelle Störung und Überfunktion der Nebenschilddrüse. Die hormonelle Erkrankung ist durch eine überhöhte Ausschüttung des Parathormons gekennzeichnet, was Auswirkungen auf den Kalzium- und Phosphatspiegel im Blut hat. Bei längerer Krankheitsdauer kommt es zu einer Hyperkalzämie (erhöhter Kalziumspiegel).
  • Symptome: Dieser Hormonstörung mit verschieden Ursachen werden unterschiedliche Beschwerdebilder zugeordnet. Erste eher uncharakteristische Beschwerden umfassen auch Appetitlosigkeit, Übelkeit, Verstopfung und allgemeine Müdigkeit. Später tritt eine typische Symptom-Kombination auf, die als „Stein-, Bein-, Magenpein“ bekannt ist. Die Krankheit kann aber auch gerade zu Beginn asymptomatisch verlaufen.
  • Ursachen: Die meisten Erkrankungen sind primärer Ursache und auf eine Erkrankung der Nebenschilddrüse an sich zurückzuführen, wie zum Beispiel einen gut- oder bösartigen Tumor. Ist der Auslöser sekundärer Natur, verursachen Grunderkrankungen anderer Organe eine überhöhte Produktion an Parathormon. Über einen längeren Zeitraum hinweg kann aus der sekundären Variante auch eine Kombination mit der ersten entstehen (tertiäre Krankheitsform).
  • Diagnose: Die wichtigsten Hinweise liefert eine Blutuntersuchung. Bei Routineuntersuchungen kommt es durch die Nachweise eines zu hohen Parathormonspiegels und anderer Parameter häufig zu einer zufälligen Diagnose. Zur Absicherung und weiteren Klärung kommen Ultraschalluntersuchungen und eine Szintigrafie der Nebenschilddrüse in Betracht.
  • Behandlung: Bei der häufigsten primären Form ist in aller Regel ein operativer Eingriff zur Entfernung des erkrankten Drüsengewebes notwendig, um eine Heilung zu ermöglichen. Nur in wenigen Fällen kommt eine medikamentöse Behandlung in Frage, die aber nur eingeschränkt symptomatisch wirkt.
  • Naturheilkunde: Bioenergetische Diagnoseverfahren und naturheilkundliche Behandlungsmethoden, wie zum Beispiel Elektroakupunktur, können vor allem bei der sekundären Variante mit bestimmten Regulationsstörungen des Vitamin D-, Kalzium- und Phosphathaushalts eine Alternative für Betroffene bieten.
Die Nebenschilddrüsenüberfunktion zählt zu den häufigsten hormonellen Störungen, die ursachenspezifisch behandelt werden sollten. (Bild: Orawan/fotolia.com)

Definition

Der Hyperparathyreoidismus (HPT) bezeichnet eine Überfunktion der Nebenschilddrüse (Glandula parathyreoideae). Die Nebenschilddrüse besteht aus vier hormonproduzierenden Drüsen, den sogenannten Epithelkörperchen (obere und untere Nebenschilddrüsen), die direkt hinter der Schilddrüse im Halsbereich zu finden sind. Die primäre Aufgabe dieser Hormondrüse ist die Bildung und Freisetzung des Parathormons (PTH), welches den Kalzium- und Phosphathaushalt im Körper reguliert. Dabei erhöht das Parathormon den Kalziumspiegel im Blut während es den Phosphatspiegel hingegen senkt. Kalzium und Phosphat sind maßgeblich am Knochenaufbau und -abbau beteiligt und halten diese Prozesse im notwendigen Gleichgewicht, solange die Nebenschilddrüse normal funktioniert. Außerdem ist Vitamin D maßgeblich am Kalzium- und Phosphathaushalt beteiligt und übernimmt damit eine zentrale Funktion in der Knochenversorgung.

Bei einer Überfunktion kommt es zu einer überhöhten Bildung von Parathormon, welches in den Blutkreislauf abgegeben wird und den Kalziumgehalt im Blut ansteigen lässt. Bei längerem Bestehen dieses Zustands kommt es zu einer sogenannten Hyperkalzämie. Die erhöhte Bereitstellung von Kalzium im Blut wird über veränderte Stoffwechselprozesse erreicht. Im Knochenstoffwechsel wird vermehrt Kalzium freigesetzt, was zu einem erhöhten Abbau von Kalk (Kalziumkarbonat) aus den Knochen führt. Auch kommt es zu weiteren Stoffwechseländerungen etwa in den Nieren und im Darm. Über den Urin wird vermehrt Phosphat ausgeschieden.

Es wird zwischen drei verschiedenen Formen unterschieden. Am häufigsten tritt der primäre Hyperparathyreoidismus (pHPT) auf, bei dem Erkrankungen der Nebenschilddrüse an sich ursächlich sind. Bei Erkrankungen anderer Organe als Krankheitsursache, spricht man vom sekundären Hyperparathyreoidismus (sHPT). Die seltene dritte Form, der tertiäre Hyperparathyreoidismus (tHPT), kann in Folge einer andauernden sekundären Variante entstehen.

Die primäre Variante der Nebenschilddrüsenüberfunktion zählt zu den häufigsten endokrinen Störungen (Hormon- und Stoffwechselerkrankungen). An erster Stelle steht Diabetes mellitus, doch Über- und Unterfunktionen der Schilddrüse (Hyperthyreose und Hypothyreose) sind ebenfalls weit verbreitete Krankheiten.

Die Hormonstörung kann in jedem Lebensalter auftreten, aber die meisten Fälle werden nach dem 45. Lebensjahr verzeichnet. Dabei sind Frauen gegenüber Männern etwa doppelt so häufig betroffen. Es besteht die Vermutung, dass der vermehrt auftretende Knochenabbau (Osteoporose) bei Frauen nach den Wechseljahren eine gesteigerte Diagnoserate von bis dahin nicht erkannten Nebenschilddrüsenüberfunktionen ermöglicht.

Die vier Epithelkörperchen der Nebenschilddrüse befinden sich direkt hinter der Schilddrüse im Halsbereich. Veränderungen des Drüsengewebes können Funktionsstörungen verursachen. (Bild: Henrie/fotolia.com)

Symptome: Stein-, Bein-, Magenpein

Zu Krankheitsbeginn treten in der Regel keine Beschwerden auf und auch über Jahre kann die Erkrankung asymptomatisch verlaufen. Manchmal berichten Betroffene aber schon in einem frühen Stadium von unspezifischen Symptomen wie beispielsweise:

Wird die Erkrankung nicht frühzeitig erkannt und behandelt, tritt in einem fortgeschrittenem Stadium zudem typischerweise eine Symptom-Kombination auf, die unter dem Begriff „Stein-, Bein-, Magenpein“ zusammengefasst wird. Damit werden die folgenden oft schmerzhaften Folgeerscheinungen umschrieben:

Grund für diese Beschwerden ist der Überschuss an Kalzium im Blut. Dadurch verursachte Ablagerungen und Verkalkungen (Steinpein) können die Niere betreffen und zu einer chronischen Nierenunterfunktion führen. Zudem wird der Körper zu häufigem Wasserlassen veranlasst und es tritt ein gesteigertes Durstgefühl auf. Dies kann zu einem starken Flüssigkeitsverlust führen. Steine in der Bauchspeicheldüse können im weiteren Verlauf auch zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) führen.

Aufgrund des Parathormon-Überschusses wird Kalzium aus den Knochen herausgelöst und es kommt zu einem Knochenabbau (Beinpein). Der folgliche Kalziummangel in den Knochen kann zu Osteoporose, Knochenzysten oder äußerst selten zu Knochentumoren, etwa einem Osteoklastom (Riesenzelltumor), führen.

Unter den vielfältigen Symptomen kann die Bildung von Nierensteinen eine mögliche Folge des Hyperparathyreoidismus sein. (Bild: Henrie/fotolia.com)

Es wird angenommen, dass der erhöhte Kalziumgehalt unter anderem zu einer gesteigerten Säureproduktion im Magen führt, was die Bildung von Magengeschwüren begünstigt (Magenpein). In Verbindung mit einem Hyperkalzämie-Syndrom kann es auch zu Gewichtsabnahmen und Magersucht kommen.

Bei Betroffenen mit sekundärem oder tertiärem Hyperparathyreoidismus können die gleichen Symptome auftreten wie bei der häufigsten, ersten Variante. Die genauen Symptome hängen allerdings von der zugrunde liegenden Erkrankung ab.

Ursachen

Die Ursachen für eine Nebenschilddrüsenüberfunktion und damit einhergehenden Parathormonüberproduktion können primärer oder sekundärer Natur sein. In den meisten Fällen handelt es sich um primäre Ursachen, die sich ausschließlich auf Störungen der Nebenschilddrüsenfunktion selbst beziehen (pHPT). Als Auslöser kommen Erkrankungen wie ein gutartiger hormonproduzierender Tumor (Adenom), eine Vergrößerung und funktionelle Überproduktion der Nebenschilddrüse (Hyperplasie) und sehr selten ein bösartiges Karzinom (Nebenschilddrüsenkrebs) in Frage. Meist ist nur ein Epithelkörperchen betroffen. Auf die unregulierte beziehungsweise autonome (selbstständige) Überproduktion des Parathormons folgt eine Hyperkalzämie.

Sehr selten wird die Erbkrankheit der multiplen endokrinen Neoplasie Typ 1 (MEN1-Syndrom) als Ursache festgestellt. Bei dieser Krankheit treten gleichzeitig mehrere Tumore hormonproduzierender Organe, sowie nichtendokrine Tumore (zum Beispiel Lipome) auf. Am häufigsten erkrankt die Nebenschilddrüse und über 90 Prozent der MEN1-Betroffenen entwickeln eine Überfunktion. Typischerweise sind mindestens zwei Organe betroffen, wobei häufig noch die Bauchspeicheldrüse und der Darm oder die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) erkranken. Auch bei der multiplen endokrinen Neoplasie vom Typ 2 (MEN2-Syndrom) können eine Hyperkalzämie und ein Hyperparathyreoidismus auftreten.

Der Auslöser für die Beeinträchtigungen des Kalzium- und Phosphathaushalts sowie anderer Folgen einer Nebenschilddrüsenüberfunktion ist das übermäßig ausgeschüttete Parathormon. (Bild: Kateryna_Kon/fotolia.com)

Als sekundäre Ursachen (sHPT) kommen Grunderkrankungen anderer Organe in Betracht, die als nachgelagerte Folge eine überhöhte Produktion an Parathormon auslösen. Die häufigste sekundäre Ursache ist eine chronische Nierenerkrankung beziehungsweise Niereninsuffizienz.

Aber auch entzündliche Darmerkrankungen oder eine Leberzirrhose können in diesem Zusammenhang ursächlich sein. Diese Erkrankungen verursachen aus unterschiedlichen Gründen (vermehrter Kalziumverlust, mangelnde Kalzium- und Vitamin-D-Aufnahme) einen Kalziummangel im Blut (Hypokalzämie) und im weiteren Verlauf zeigen sich auch Phosphatmangel und Vitamin-D-Mangel beziehungsweise Vitamin-D-Verwertungsstörungen. Dies stimuliert wiederum die Hormonproduktion der Nebenschilddrüse und es kommt zu einer Hyperplasie, bei der alle vier Epithelkörperchen betroffen sind.

Sehr selten treten diese Unterversorgungen und Mangelerscheinungen aufgrund falscher Ernährung auf.

Besteht eine sekundäre Überfunktion über einen sehr langen Zeitraum, kann es auch zusätzlich zu einem Adenom gleich der primären Form kommen. Bei dieser Kombination an Ursachen handelt es sich dann um die tertiäre Krankheitsform.

Diagnose

Es ist nicht selten, dass die Erkrankung im Rahmen von Routineuntersuchungen mit der Erstellung eines Blutbilds auffällt oder vermutet wird. Die Blutwerte zeigen bei der primären Variante typischerweise einen erhöhten Kalziumwert (Serumkalziumwert), einen verringerten Phosphatwert und einen hohen Parathormonspiegel. Ist der Kalziumspiegel hingegen erniedrigt, bei einem hohen Nachweis an Parathormon, liefern diese Laborwerte einen Hinweis auf das Vorliegen der sekundären Variante.

Liegt eine Vermutung auf Hyperparathyreoidismus vor, ist eine fachärztliche Betreuung speziell für Hormonerkrankungen (Endokrinologie) ratsam. In diesem Rahmen erfolgt dann eine weitere Abklärung und genaue Diagnosestellung. Dies beinhaltet unter anderem eine Bestimmung des Kalziums im Urin über 24 Stunden. Eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) und Szintigrafie der Nebenschilddrüse dienen der Erkennung möglicher krankhafter Gewebeveränderungen.

Neben Blutwerten liefern bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Szintigrafie wichtige Informationen für die Diagnose. (Bild: Africa Studio/fotolia.com)

Mit Hilfe der Schilddrüsenszintigrafie lassen sich normale Bereiche von denen mit einer verminderten oder erhöhten Stoffwechselaktivität unterscheiden. Bei dieser Untersuchung ist es möglich, gutartige Tumore (sogenannte „heiße Knoten“) von Krebserkrankungen abzugrenzen. Teilweise kommt es darüber hinaus auch zum Einsatz weiterer bildgebender Verfahren wie Magnetresonanztomographie oder Computertomographie. Letztere werden vor allem dann eingesetzt, wenn als Ursache Erkrankungen anderer Organe vermutet werden.

Zur weiteren Klärung, ob es sich um eine sekundäre Form handelt, wird auch die Nierenfunktion (Bestimmung des Serumkreatinins) sowie die Vitamin-D-Versorgung im Körper (Vitamin-D-Metabolite, 25-OH-Cholecalciferol) überprüft. Weitere Blutwerte können die allgemeine Labordiagnostik erweitern, wie beispielsweise für die Alkalische Phosphatase.

Behandlung

Generell richtet sich die Therapie nach der vorliegenden Form des Hyperparathyreoidismus und der jeweilige Ursache. Allgemeines Ziel ist es, den Kalziumspiegel wieder auf ein normales Niveau einzustellen. Beim der sekundären Variante stehen Maßnahmen zur Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Auch die seltene multiple endokrine Neoplasie erfordert ein spezielles Therapiekonzept.

Die Behandlung und Heilung einer primären und tertiären Erkrankung erfordert in aller Regel ein operatives Vorgehen, bei dem das betroffene Gewebe der Nebenschilddrüse entfernt wird. Medikamente kommen bei dieser Erkrankung nur unter bestimmten Bedingungen zum Einsatz, führen aber prinzipiell nicht zu einer Heilung.

Chirurgische Therapie

Ist nur eine der vier Nebenschilddrüsen betroffen, wird mittels eines minimalinvasiven Eingriffs das Adenom entfernt. Die im Körper verbleibenden gesunden Drüsen übernehmen schon nach kurzer Zeit die komplette Funktion, so dass im Regelfall keine weiteren Folgebeschwerden erwartet werden.

Sind alle vier Drüsen betroffen handelt es sich um einen größeren Eingriff und Hautschnitt im Halsbereich. Im Prinzip müssten alle Epithelkörperchen entnommen werden. Aufgrund einer fehlenden Hormonersatztherapie würde dies aber zu einem permanenten Mangel an Parathormon und Kalzium im Blut führen. Um dies zu vermeiden, wird versucht, ausreichend gesundes Nebenschilddrüsengewebe zu erhalten.

Hierfür gibt es zwei operative Methoden: die inkomplette Entfernung der Nebenschilddrüsen (subtotale Parathyreoidektomie oder 3 1/2-Resektion) und die komplette Entfernung (totale Parathyreoidektomie) mit Autotransplantation von Epithelkörperchenfragmenten beispielsweise in die Muskulatur eines Arms. Die verbleibenden Teile der Nebenschilddrüse (auch an anderer Stelle im Körper) können nach einer gewissen Zeit die komplette Funktion der Hormonproduktion übernehmen.

Häufig stellt ein operativer Eingriff die einzige Behandlungsoption dar. Sind alle vier Drüsen betroffen, muss ein Hautschnitt am Hals, wie man ihn von Schilddrüsenoperationen her kennt, durchgeführt werden. (Bild: tolikoff2013/fotolia.com)

Medikamente

Medikamentös ist es möglich mittels des Arzneimittels Cinacalcet die Empfindlichkeit des Kalziumrezeptors zu erhöhen und damit eine verminderte Ausschüttung des Parathormons zu bewirken. Dieses Medikament darf aber nur unter Kontrolle des Kalzium- und Parathormonspiegels gegeben werden. Dies ist eine symptomatische Behandlung und meist wird eine Operation vorgezogen.

Konnte nach einer Operation die Nebenschilddrüsenfunktion nicht mehr erhalten werden, kommt es zu einer Unterfunktion(Hypoparathyreoidismus) und zu einem Kalziummangel. In diesem Fall muss der Kalziumspiegel medikamentös reguliert werden. Dazu eignet sich die Kalziumgabe in Kombination mit Vitamin-D-Präparaten. Allerdings erschwert ein Fehlen des Parathormons die Produktion der stoffwechselaktiven Vitamin-D-Form.

Kommt es im Krankheitsverlauf zu einer sogenannten hyperkalzämischen Krise, liegt ein lebensbedrohlicher medizinischer Notfall vor, der etwa bei der Hälfte aller Betroffenen zum Tod führt. Aufgrund dessen werden Sofortmaßnahmen notwendig, die auch die Gabe von Medikamenten wie Bisphosphonate (Pamidronat, Neridronat) und Kalzitonin erfordern.

Naturheilkunde

Mit Bezug auf die sekundären Überfunktionen kann die naturheilkundliche Diagnostik und Behandlung eine alternative Möglichkeit für Betroffene bieten. Klinisch nicht gleich ersichtliche Zusammenhänge von Regulationsstörungen des Vitamin D-, Kalzium- und Phosphathaushalts können mit Hilfe bioenergetischer Diagnoseverfahren aus der Naturheilkunde und Alternativmedizin ermittelt werden. Zudem gibt es zahlreiche Naturheilverfahren, die solch feine (auch energetisch bedingte) Regulations- und Funktionsstörungen wirkungsvoll ausgleichen können. In diesem Zusammenhang sind die Methoden Elektroakupunktur, Biofunktionsdiagnostik, Vegatest und Kinesiologie zu nennen.

Sind andere Therapiemöglichkeiten ausgeschlossen, kommt zur Linderung der Beschwerden auch eine alternative Therapie zur Anwendung. Diese besteht in erster Linie daraus, viel Flüssigkeit aufzunehmen, sich kalziumarm und phosphatreich zu ernähren und eventuell unter ärztlicher Kontrolle Vitamin-D und Phosphat-Tabletten einzunehmen. (jvs, cs; aktualisiert am 17.12.2018)

Weiter:
Schilddrüsenüberfunktion
Schilddrüsenunterfunktion
Geschwollene Schilddrüse