Geplatzte Ader – Ursachen und Behandlung geplatzter Äderchen

Geplatzte Ader auf der Hand. Bild: perfectmatch -fotolia
Nina Reese
Eine geplatzte Ader kann in verschiedenen Bereichen des Körpers auftreten und zu unterschiedlichen Beschwerden wie Blutungen, Rötungen oder Schmerzen führen. Ein bekanntes Beispiel ist das Nasenbluten, welches durch kleinste geplatzte Äderchen in der Nasenschleimhaut (infolge eines Sturzes, Schlags etc.) ausgelöst wird. Auch kleine Blutungen in den Augen sind ein häufiges und meist harmloses Phänomen, welches oft schon durch starkes Niesen oder Husten entsteht. Darüber hinaus können geplatzte Äderchen z.B. an der Hand oder am Finger auftreten, häufig ist auch das Gesicht, wie z.B. bei der Hautkrankheit Rosacea, von Rötungen betroffen. Zur Behandlung kommen je nach Ursache z.B. Medikamente oder ein Gefäß-Laser zum Einsatz, häufig reichen jedoch bereits einfache Hausmittel und eine Änderung der Lebensgewohnheiten, um die Beschwerden zu lindern.

Geplatzte Ader im Auge

Ein häufiges Phänomen ist die geplatzte Ader im Auge, welche von Medizinern als „Hyposphagma“ bezeichnet wird. Kennzeichnend ist dabei eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Augenrötung, je nach dem, ob ein oder mehrere Äderchen betroffen sind. Eine kleine Blutung in der Bindehaut kann schnell auftreten, in vielen Fällen reicht sogar schon kräftiges Husten oder Niesen im Rahmen einer Erkältung oder Pollenallergie (Heuschnupfen), denn die kleinen Blutgefäße können durch den entstehenden Druck schnell zerstört werden. Auch schweres Heben und Pressen während der Geburt, beim Erbrechen oder bei Verstopfungen kann dazu führen, dass ein erhöhter Druck im Kopf aufgebaut wird und eine kleine Blutung im Auge entsteht.

Geplatzte Ader auf der Hand. Bild: perfectmatch -fotolia
Geplatzte Ader auf der Hand. Bild: perfectmatch -fotolia

Auch wenn eine blutunterlaufene Bindehaut besorgniserregend aussieht, ist ein geplatztes Blutgefäß im Auge normalerweise harmlos und verschwindet nach etwa ein bis zwei Wochen wieder von alleine. Zudem bleibt es in der Regel bei der Rotfärbung und es zeigen sich keine anderen Symptome wie Augenschmerzen, Sehbeeinträchtigungen oder brennende oder juckende Augen. Dennoch sollte zur genauen Abklärung vorsichtshalber immer ein Arzt aufgesucht werden – vor allem, wenn es häufiger zu geplatzten Äderchen im Auge kommt oder der „rote Fleck“ innerhalb von ca. 14 Tagen nicht verschwunden bzw. sogar größer geworden ist. Denn in diesem Fall können ernste Hintergründe wie z.B. Bluthochdruck, Infektionskrankheiten wie z.B. eine Bindehautentzündung oder Blutgerinnungsstörungen vorliegen.

Gleiches gilt, wenn begleitende Symptome wie z.B. Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, eingeschränktes Sehvermögen, brennende, juckende oder tränende Augen auftreten. Ebenso ist ein Arztbesuch unerlässlich, wenn die Blutung durch eine Verletzung (z.B. einen Stoß oder Schlag) entstanden ist, denn hier muss genau untersucht werden, ob noch weitere Schädigungen des Auges vorliegen.

Geplatzte und rote Adern im Gesicht

Viele Menschen leiden unter Rötungen und sichtbaren Äderchen im Gesicht. Für diese kommen vielfältige Ursachen in Betracht, dementsprechend können sie auch ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In den meisten Fällen sind die Adern dabei jedoch nicht tatsächlich „geplatzt“, sondern lediglich erweitert und daher im Normalfall aus medizinischer Sicht harmlos. Dennoch empfinden viele Betroffene die roten Stellen an Wangen, Kinn oder Nase als sehr störend und beeinträchtigend.

Auffallend sind vor allem Fehlbildungen der Gefäße (Angiome), die sowohl tumorartig als auch entwicklungsbedingt und angeboren sein können. Ein bekanntes Beispiel sind die so genannten „Blutschwämmchen“ (Hämangiome), bei denen es sich um gutartige Tumoren der Blutgefäße im Neugeborenen- und Säuglingsalter handelt, die bei bis zu 10% der reifgeborenen und bis zu 30% der frühgeborenen Kinder auftreten. Die Blutschwämmchen entstehen, wenn kleinste Blutgefäße aus bisher ungeklärten Gründen „schwammartig“ wuchern und entwickeln sich typischerweise in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt. In den meisten Fällen bilden sich die Hämangiome jedoch noch im Kleinkindalter von selbst zurück, nur wenige Kinder sind später erneut betroffen.

Eine besondere Form des Blutschwamms ist das sogenannte „tardive“ bzw. „senile“ Hämangiom, welches sehr häufig in fortgeschrittenem Alter auftritt. Kennzeichnend sind kleine runde, hell- bis dunkel-rote Knötchen in oder auf der Haut, die sich meist über den Oberkörper verteilen. In einigen Fällen ist jedoch auch das Gesicht betroffen, wobei sich die roten Stellen und Kügelchen hier in erster Linie an der Nase und dem Kinn zeigen. Die Knötchen können bis auf die Größe einer Erbse anwachsen und stellen daher für Betroffene häufig ein großes ästhetisches Problem dar. Generell hat ein tardives Hämangiom jedoch keinen Krankheitswert und benötigt dementsprechend normalerweise auch keine Behandlung. Doch nicht in jedem Fall ist klar erkennbar, ob es sich um ein „seniles“ Hämangiom handelt oder ob die Rötungen eine andere Ursache haben. Um gesundheitliche Risiken zu vermeiden, sollten Hautprobleme und -veränderungen daher immer vorsichtshalber von einem Arzt begutachtet und abgeklärt werden.

Auch bei der chronisch-entzündlichen Hautkrankheit Rosacea (bzw. „Gesichtsrose“ oder „Kupferrose“) scheint es oft so, als seien kleine Gesichtsäderchen geplatzt. Diese betrifft vor allem Menschen ab der zweiten Lebenshälfte und ist durch starke Veränderungen des Hautbildes mit sichtbaren Gefäßerweiterungen im Gesicht (Couperose) sowie schuppigen Hautstellen, eitrigen Pusteln und entzündlichen Papeln im späteren Krankheitsverlauf gekennzeichnet. Die Veränderungen treten meist im Bereich von Stirn, Nase, Kinn und Wangen auf, zusätzlich können auch z.B. Brust und Nacken beteiligt sein.

Im Zuge der entzündlichen Prozesse wird die Haut dicker und gröber und es zeigen sich (vor allem bei Männern) knollenartige Gewebeverdickungen der Nase (Rhinophym), die auch als „Knollnase“ bezeichnet werden. Fälschlicherweise wird oft auch der Begriff „Säufernase“ verwendet, obwohl kein Zusammenhang zwischen Rosacea und einem übermäßigen Alkoholkonsum bekannt ist. So wird zwar angenommen, dass Alkohol wie z.B. auch Nikotin, Stress, Kosmetika, Hitze bzw. Kälte oder scharfe Gewürze die Entstehung der Krankheit begünstigen und ihre Ausprägung beeinflussen kann – doch die konkrete Ursache der meist chronisch verlaufenden Hauterkrankung ist bis heute nicht vollständig geklärt.

Neben dem kann z.B. auch die regelmäßige Arbeit an der frischen Luft (z.B. Landwirte, Bauberufe etc.) die Entstehung von roten, geplatzten Äderchen im Gesicht fördern, ebenso wie Kälte oder Hitze. Auch bestimmte Erbkrankheiten wie zum Beispiel Morbus Osler und das Louis-Bar-Syndrom kommen als Ursache in Betracht, ebenso wie z.B. die seltene Autoimmunerkrankung Lupus erythematodes, bei welcher das Immunsystem fehlreguliert ist und sich dadurch auch gegen gesunde körpereigene Zellen richtet. In der Folge werden Organe und Organsysteme wie z.B. die Haut geschädigt, was sich äußerlich unter anderem durch starke Hautrötungen und fest sitzende Schuppen an Nase, Stirn, Wangen etc. äußert.

Besenreiser können kosmetisch und medizinisch behandelt werden. Bild: © mkrberlin - fotolia
Besenreiser können kosmetisch und medizinisch behandelt werden. Bild: © mkrberlin – fotolia

Ursache Feuermal und Storchenbiss

Auch bei einem so genannten „Feuermal“ (Naevus flammeus) wird häufig angenommen, dass es sich um geplatzte Äderchen handelt. Die Hautveränderung entsteht jedoch durch eine angeborene Erweiterung von Blutgefäßen in der Haut, die sich in Form eines roten, scharf begrenzten Flecks bemerkbar macht. Mit steigendem Alter wird das Rot normalerweise intensiver, die Fläche des Naevus flammeus kann zwischen einigen Millimetern beim Säugling und mehreren Zentimetern bei älteren Kindern betragen, wobei sich das Mal immer nur proportional zum Körperwachstum vergrößert. Feuermale betreffen etwa zwei von 100 Neugeborenen und gehören damit zu den eher seltenen Fehlbildungen. Diese ist normalerweise absolut harmlos, kann in sehr seltenen Fällen aber auch im Zusammenhang mit anderen, erblich bedingten Krankheitsbildern wie z.B. dem Sturge-Weber-Syndrom auftreten.

Blutschwämchen zeigen sich oft im Gesicht. Bild: mkrberlin - fotolia
Blutschwämchen zeigen sich oft im Gesicht. Bild: mkrberlin – fotolia

Deutlich häufiger als ein Feuermal kommt der so genannte „Storchenbiss“ (Naevus flammeus simplex) vor, der sich bei vielen Neugeborenen als roter Fleck in der Mittellinie des Nackens oder auf der Stirn („Engelskuss“ bzw. „Bossard-Fleck“) zeigt. Anders als beim Feuermal ist dieser allerdings eher hellrot gefärbt und weniger scharf begrenzt, zudem wird er im Laufe des ersten Lebensjahres meist blasser. Auch die Ursache ist eine andere, denn beim Storchenbiss liegt keine angeborene Gefäßfehlbildung, sondern lediglich ein verzögerter Reifungsprozess der gefäßversorgenden Nerven vor. Daher verschwindet der Naevus flammeus simplex im Laufe der Zeit von selbst wieder.

Geplatzte Ader an der Hand / im Finger

In der Handinnenfläche bzw. im Finger kann es ebenfalls dazu kommen, dass ein kleines Blutgefäß bzw. eine kleine Vene (Venole) platzt und infolgedessen ein Bluterguss an der entsprechenden Stelle auftritt. Typischer Auslöser des so genannten „Paroxysmalen Finger- bzw. Handhämatoms“ (auch als „Achenbach-Syndrom“ bekannt) ist das Tragen einer schweren Einkaufstasche, aber auch ein kleiner Stoß kann bereits dazu führen, dass eine Venole platzt. Durch die Ruptur des Blutgefäßes kommt es zu starken, stechenden Hand- bzw. Fingerschmerzen, welche nach einigen Tagen nachlassen, das Hämatom verschwindet normalerweise innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder.

Frauen in mittlerem Alter sind besonders oft vom Achenbach-Syndrom betroffen, die genaue Ursache ist jedoch bislang nicht bekannt. Vermutet werden unter anderem hormonelle Störungen sowie eine Instabilität bzw. Schädigung der Gefäßwand. Da das Paroxysmale Finger- bzw. Handhämatom an sich harmlos ist, benötigt es normalerweise keiner Behandlung. Hilfreich und wohltuend kann es sein, die betroffene Stelle zu kühlen und zu schonen. Gehen die Schmerzen nach einigen Tagen nicht zurück und treten begleitende Symptome wie starke Bewegungseinschränkungen, Überwärmung der Hand bzw. des Fingers, Schüttelfrost oder Fieber auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Denn diese Beschwerden sind untypisch für das harmlose Achenbach-Syndrom und müssen unbedingt medizinisch abgeklärt werden.

Behandlung bei geplatzter Ader

Ein geplatztes Äderchen im Auge bedarf normalerweise keiner speziellen Behandlung. Liegt ein anderweitiger Grund für die Rötung vor, hängt es von der konkreten Art der Ursache bzw. der Grunderkrankung ab, welche Therapiemaßnahmen eingesetzt werden. Ist z.B. eine Überanstrengung des Auges der Auslöser, ist es oft schon hilfreich, für ausreichend Schonung zu sorgen, indem z.B. für eine Zeitlang eine Augenklappe getragen wird und anstrengende Reize wie lange PC-Arbeit oder Fernseher vermieden werden. Liegt ein Infekt oder eine Allergie vor, ist häufig eine Behandlung mit entsprechenden Medikamenten, Augensalbe oder -tropfen angezeigt. Um den Regenerationsprozess zu unterstützen, kann es helfen, eine kühlende Kompresse auf das geschlossene Auge zu legen.

Die Behandlung von roten Äderchen im Gesicht richtet sich ebenfalls nach ihrer Ursache. Liegt ein kleines Hämangiom (Blutschwämmchen) vor, ist in der Regel ebenfalls keine Behandlung erforderlich. Da sich jedoch nicht prognostizieren lässt, wie groß das Hämangiom wird und ob es tatsächlich von allein verschwindet, erfolgen gerade bei Blutschwämmchen im Bereich der Augen, Lippe und Nase meist doch frühzeitige Behandlungsmaßnahmen, sobald es zu wachsen beginnt. Bei der Therapie kommen je nach Fall verschiedene örtlich wirksame Verfahren wie z.B. Kälteanwendungen oder eine Laserbehandlung zum Einsatz, eine Operation ist hingegen nur in seltenen Fällen (wie z.B. einem schnell wachsenden Blutschwämmchen am Auge) nötig.

Auch ein so genanntes „Feuermal“ ist im Regelfall völlig harmlos, allerdings stellt es für Betroffene oft ein kosmetisches Problem und damit eine große psychische Belastung dar – gerade wenn es sich im Gesicht oder z.B. an den Händen befindet. Abhilfe kann zum einen das Abdecken der Stelle mit speziellem Make-up („Camouflage“) bringen, alternativ kann der Arzt die dauerhaft erweiterten Gefäße im Rahmen einer mehrwöchigen Laserbehandlung zerstören und damit den Naevus flammeus beseitigen bzw. deutlich aufhellen. Da diese Prozedur jedoch mit Schmerzen verbunden ist, wird sie bei Säuglingen und Kleinkindern in Vollnarkose durchgeführt. Generell sollten sich Eltern und Betroffene zudem vor einem solchen Eingriff immer ärztlich über mögliche Risiken und Folgen aufklären lassen.

Die chronisch-entzündliche Hautkrankheit Rosacea ist zwar nicht heilbar, lässt sich aber mit der richtigen und konsequent durchgeführten Therapie in den meisten Fällen gut in den Griff bekommen. Häufig kommen zur oralen und/oder äußerlichen Anwendung Antibiotika zum Einsatz, ist die Erkrankung stärker ausgeprägt, kann auch die Gabe des Vitamin-A-Säure-Derivats Isotretinoin sinnvoll sein. Auch bei einer Rosacea können die durchscheinenden roten Äderchen mithilfe von Laser verödet werden, die knollenartigen Gewebeverdickungen der Nase können operativ abgetragen werden.

Neben der ärztlichen Behandlung ist bei einer Kupferrose auch eine gründliche Hautpflege mit milden, seifen-freien Reinigungsmitteln wichtig. Zudem sollte darauf geachtet werden, das Gesicht gut vor Hitze zu schützen und dementsprechend möglichst auf z.B. heiße Gerichte und Getränke, scharfe Gewürze, heißes Baden, Duschen und Saunieren zu verzichten. Ebenso wichtig ist es, zu erkennen, welche Einflüsse der Haut zusätzlich schaden, um diese dann konsequent vermeiden zu können. Häufig handelt es sich hier um z.B. um starke UV-Bestrahlung, Alkohol, Nikotin oder Stress.

Hausmittel bei geplatzten Äderchen

Ein roter Fleck im Auge durch eine geplatzte Ader kann auch mit einfachen Hausmitteln wirkungsvoll behandelt werden. In Frage kommt z.B. eine Salbeikompresse, denn diese wirkt beruhigend und entzündungshemmend und kann dadurch den Heilungsprozess unterstützen. Für die Zubereitung wird zunächst ein Tee aus einem viertel Liter Wasser und einem Esslöffel Salbei zubereitet. Ist dieser abgekühlt, wird ein Wattepad mit dem Tee benetzt und für eine Weile auf das betroffene Auge gelegt. Auch überbrühte und abgekühlte Fencheltee-Beutel können eine wirkungsvolle Hilfe bei geplatzten Äderchen in der Bindehaut sein, wenn diese mehrmals am Tag für einige Minuten auf das gerötete Auge gelegt werden.
Aus dem Bereich der Homöopathie haben sich bei Blutungen der Bindehaut vor allem Arnica planta tota Rh D3 Augentropfen bewährt, von denen üblicherweise ein bis drei Mal täglich je ein Tropfen in den Bindehautsack geträufelt werden. Liegt eine Augenentzündung vor, kann auch Euphrasia (Augentrost) in der Potenz D3 eine gute Hilfe sein, denn dieses wirkt entzündungshemmend sowie adstringierend (zusammenziehend) und lindert Schmerzen und Juckreiz.

Ob erweiterte, wie „geplatzt“ aussehende Äderchen im Gesicht als störend empfunden werden, ist von Fall zu Fall ganz verschieden. Wichtig ist es jedoch, dass Betroffene sich selbst und mithilfe nahestehender Personen genau „unter die Lupe“ nehmen, um zu klären, ob die bestehende Hautveränderung wirklich eine medizinische Behandlung erfordert. Denn einige Menschen stehen sich selbst derart kritisch gegenüber, dass auch ganz normale Hautreaktionen und kleinste Rötungen als unästhetische „Makel“ wahrgenommen werden.

Um die roten bzw. geplatzten Äderchen im Gesicht zu minimieren, empfiehlt es sich stattdessen, genau hinzuschauen und herauszufinden, welche Einflüsse einen positiven bzw. negativen Effekt auf das Hautbild haben. Häufig führt z.B. Wärme durch heißes Essen, scharfe Gewürze, Sauna oder eine warme Dusche zu einer Verstärkung der sichtbaren Äderchen. Andere Betroffene reagieren besonders heftig auf Ärger bzw. psychischen Stress, zudem gelten unter anderem starke UV-Strahlung, Nikotin, Alkohol, Tee und Kaffee als typische Auslöser für rote Flecken im Gesicht.

Naturheilkunde bei roten Äderchen im Gesicht

Lassen sich die roten, scheinbar „geplatzten“ Adern im Gesicht auf die chronische Hauterkrankung Rosacea zurück führen, kann die Naturheilkunde wirkungsvolle Hilfe leisten. Bewährt hat es sich bei leichteren Formen beispielsweise, wenn das Gesicht täglich für etwa fünf bis zehn Minuten mit den Fingerkuppen sanft und mit kreisenden Bewegungen massiert wird. Die Haut sollte hierbei jedoch im Vorfeld gut eingecremt werden, um keine zusätzlichen Reizungen oder Verletzungen zu riskieren.
In der Homöopathie wird zur Behandlung der entzündlichen Erkrankung z.B. Abrotanum eingesetzt, vor allem, wenn der Betroffene über eine Lymphknotenschwellung, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit klagt. Treten im Zusammenhang mit den Hautbeschwerden innere Unruhe, schwache Nerven, Erschöpfung, Durchfall oder Magenprobleme auf, kann Kalium phosphoricum das homöopathische Mittel der Wahl sein. Bessern sich die Symptome bei frischer, kühler Luft und werden durch Wärme stärker, kommt Kalium sulfuricum in Betracht.

Eine weitere Möglichkeit zur alternativen Therapie sind Schüssler Salze. Hier kommt „Natrium phosphoricum“ (Nr. 9) in Frage, welches als das „Salz des Stoffwechsels“ gilt und durch seine entgiftende Wirkung unter anderem Probleme der Haut lindern kann. Auch das so genannte „Klärsalz“ Natrium sulfuricum (Nr.10) kann bei Rosacea helfen, ebenso wird vor allem bei Entzündungen ab dem zweiten Stadium oft das Salz Nr. 4 (Kalium chloratum) empfohlen.

Da seelischer Stress als einer der stärksten Triggerfaktoren für Rosacea gilt, sollte auch der Vermeidung von psychischen Belastungen eine hohe Bedeutung zukommen. Betroffenen stehen hier eine Vielzahl von Entspannungstechniken und Möglichkeiten zum Stressabbau zur Verfügung, die dabei helfen, äußere Reize besser bewältigen zu können und das innere Gleichgewicht zu stärken. In Frage kommen zum Beispiel „Klassiker“ wie Yoga, Atemübungen oder autogenes Training, immer beliebter werden aber auch traditionelle, chinesische Bewegungslehren wie das Taijiquan (auch „Tai-Chi Chuan“) oder Qigong. (nr)

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