Verdorbenen Magen

Als einen verdorbenen Magen ("Den Magen verdorben") bezeichnet man eine vorübergehende Verdauungsstörung, die nach übermäßigem Konsum bestimmter Lebens- und Genussmittel auftritt. Insbesondere Kinder sind häufig von einem verdorbenen Magen betroffen, der ihnen Bauchschmerzen und Übelkeit beschert.

Magen verdorben:
Verdorbenen Magen
Synonyme
Ursachen
Symptome
Behandlung mit der Naturheilkunde

Synonyme

Upset stomach, dyspeptic stomach, stomach bug, verstimmter Magen, Magenverstimmung, Magenweh, Magenbeschwerden, Magenschmerzen.

Ursachen

Die Beschwerden können durch Lebens- und Genussmittel wie Süßigkeiten, Eiscreme, zuckerhaltige Limonadengetränke (Cola), fettige Speisen (Pommes Frites) aber auch Obst ausgelöst werden, die maßlos oder durcheinander gegessen werden. Gerade kleine Kinder, die phasenweise sämtliche greifbare Gegenstände in den Mund stecken, verzehren auch einmal ungenießbare Dinge.

Symptome

Es kann zu Magendrücken, Magenschmerzen oder Bauchschmerzen kommen, die zum Teil krampfartig verlaufen (Koliken). Meist bestehen Übelkeit und Erbrechen, was gerade bei Kindern streng überwacht werden sollt, da es hier durch den Flüssigkeitsverlust schnell zu innerer Austrocknung mit Elektrolyteverlust führen kann.

Behandlung mit der Naturheilkunde

Behandlung mit Hausmitteln aus der Naturheilkunde: Ausgeschlossen werden sollten v.a. viral verursachte Magen-Darm-Infekte und andere Darmerkrankungen, die mit Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen einhergehen. In der Regel reinigt sich der Organismus selber und regeneriert ohne Therapie. Zur Unterstützung des Selbstheilungsprozesses sowie zur Linderung der Symptome können Pflanzen und Maßnahmen aus der Naturheilkunde eingesetzt werden. Immer ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Toxine werden effektiv von in Wasser aufgelöster Heilerde aufgenommen und lindern dadurch die Beschwerden. Wird die Einnahme des „sandigen“ Getränkes verweigert, können auch Kapseln mit Heilerde angewendet werden.
Teezubereitungen aus Kamillenblüten, Pfefferminze oder Melisse wirken krampflösend und beruhigend. Kindern können die Heilpflanzen auch als ätherische Öle im Duftlämpchen angeboten werden. Erwachsene können die Verdauung mit Bitterstoffen regulieren, wie sie in Schwedenbitter - Zubereitungen enthalten sind.

Zur innerlichen Anwendung eignen sich außerdem die Bachblüten Crab apple (innere Reinigung) kombiniert mit weiteren Blütenessenzen, die der emotionalen Situation des Betroffenen entsprechen, z.B. Willow, wenn Wut heruntergeschluckt wird oder Gentian, wenn sich ständig Sorgen gemacht werden.

Akute Bauchschmerzen bessern sich, wenn der Bauch z.B. mit Rescue-Salbe im Uhrzeigersinn um den Nabel herum massiert wird. Stehen Magenbeschwerden im Vordergrund, kann die Salbe dort einmassiert werden.

In manuellen Behandlungsmethoden wie der Osteopathie wird durch sanfte Techniken aus der viszeralen Osteopathie die gesamte Magenregion versucht zu entspannen und so eine Beruhigung des gereizten Magens zu unterstützen.
(Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin, 20.07.2010)