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Fußball zum Blutdrucksenken ähnlich effektiv wie Medikamente

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
31. Januar 2017
in News
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So effektiv wie Tabletten: Frauen können ihren Blutdruck mit Fußball senken
Rund jeder dritte erwachsene Deutsche leidet an Bluthochdruck. Wird Hypertonie nicht behandelt, steigt die Gefahr für Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt. In einer Studie zeigte sich nun, dass Frauen ihren Blutdruck durch regelmäßiges Fußball-Training ähnlich gut senken können wie mit Hilfe von Medikamenten.

Eines der größten Gesundheitsrisiken der Welt
Der Deutschen Hochdruckliga (DHL) zufolge leiden etwa 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland an Bluthochdruck (Hypertonie). Unbehandelter Bluthochdruck zählt zu den größten Gesundheitsrisiken in der westlichen Welt. Er ist Risikofaktor Nummer Eins für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und damit für viele Todesfälle durch Herzinfarkt oder Schlaganfall verantwortlich. Zwar wird Betroffenen oft schnell zu Blutdrucksenkern geraten, doch in vielen Fällen kann Bluthochdruck auch ohne Medikamente behandelt werden. Unter anderem durch regelmäßiges Fußball-Training, wie dänische Forscher nun berichten.

Blutdruck durch regelmäßiges Fußball-Training senken
Es hat sich gezeigt, das das dänische Konzept „Football Fitness“ ebenso effektiv wie Tabletten gegen Bluthochdruck wirkt. Darüber hinaus sorgt dieses Training bei Frauen für mehr körperliche Fitness, hilft das Gewicht zu reduzieren und stärkt die Knochen.

Das berichten Professor Peter Krustrup von der University of Southern Denmark in Odense und seine Kollegen in einer Mitteilung der Hochschule.

An der Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Scandinavian Journal of Medicine and Science in Sports“ veröffentlicht wurden, nahmen 31 untrainierte Frauen (im Alter von 35 bis 50 Jahre) von den Färöer-Inseln mit erhöhtem Blutdruck teil, von denen 19 ein Jahr lang zwei- bis dreimal pro Woche für eine Stunde ein Fußball-Training absolvierten.

Es zeigte sich, dass der Blutdruck bei den Fußballspielerinnen im Vergleich zu einer Gruppe von Frauen ohne Training innerhalb eines Jahres um neun Millimeter Quecksilber (mmHg) sank. Die Körperfettmasse reduzierte sich um durchschnittlich 3,1 Kilogramm. Die Knochenmasse steigerte sich um 70 Gramm und die Fitness nahm deutlich zu.

Gesundheit und Spaß statt Wettkampf
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass untrainierte Frauen von „Football Fitness“ in vielerlei Hinsicht profitieren, bezüglich des Blutdrucks, des Körperfettanteils, der Knochenstärke und der körperlichen Fitness“, sagte Professor Krustrup.

„Diese Form von Fußball kann zu Recht als wirksame Breitband-Medizin für Frauen mit Bluthochdruck bezeichnet werden.“

Laut dem Experten zeigen die Ergebnisse des Projekts, dass Fußball sowohl als effektive Prävention als auch zur Behandlung von einer Reihe von Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes genutzt werden kann.

Das Konzept für „Football Fitness“ hatte Professor Krustrup vor Jahren in enger Zusammenarbeit mit der Danish Football Association entwickelt. Das Training ist für alle Personen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Fußballerfahrung oder körperlicher Fitness, gedacht.

Es beinhaltet ein gründliches Aufwärmen mit Kräftigungs-, Balance- und Ballübungen sowie anschließenden Spielen. Der Fokus liege dabei auf dem Spaß, der Gemeinschaft mit anderen und der Gesundheit. Wettkampf-Spiele gibt es keine. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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