Panikattacken lassen sich so vermeiden

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Prüfungsangst? So lassen sich Panikattacken vermeiden

Innere Unruhe, Schlafstörungen, Herzklopfen: drohende Panikattacken können unser Leben oft stark einschränken. Doch es gibt Möglichkeiten vorzubeugen. Gesundheitsexperten erklären, mit welchen kleinen Tipps sich Angstattacken vermeiden lassen.


Panikattacken wegen Prüfungsangst

Für die meisten Menschen bedeuten anstehende Prüfungen Stress. Diejenigen, die unter Prüfungsangst leiden, empfinden die Situation jedoch ungleich schlimmer. Bei manchen von ihnen stellen sich sogar Panikattacken ein. Dabei lässt sich die Angst vor dem Versagen bekämpfen, wenn man einige Tipps beherzigt.

Bei Menschen mit Prüfungsangst können anstehende Prüfungen Panikattacken auslösen. Doch die Furcht vor dem Versagen lässt sich bekämpfen, wenn man einige Tipps beherzigt. (Bild: Light Impression/fotolia.com)

Klarer Zeitplan mit realistischen Schritten

„Menschen mit Prüfungsangst sollten sich frühzeitig einen klaren Zeitplan mit kleinen und realistischen Schritten machen, die nach und nach abgearbeitet werden“, erklärt Andrea Jakob-Pannier, Psychologin bei der Krankenkasse Barmer, in einer Mitteilung.

„Die Erfolgserlebnisse durch die erreichten Ziele motivieren, am nächsten Tag weiter zu lernen. So werden die Versagensängste kleiner“, sagt die Expertin.

Das Üben in Lerngruppen sei ebenfalls häufig eine Hilfe. Denn als Teil einer Gruppe könne man seinen Leistungsstand besser objektiv einschätzen und eventuell eine Prüfungssituation durch Abfragen simulieren. Im Idealfall verliere die Prüfung dadurch ihren Schrecken.

Gefährlicher Teufelskreis

Furcht vor Prüfungen könne schon Wochen im Vorfeld zu Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen, Herzrasen, Konzentrationsstörungen, Schwindel und Schlafstörungen führen.

Laut Jakob-Pannier sei dann eine gute Vorbereitung auf die Prüfung kaum mehr möglich. Betroffene flüchteten sich oft in andere Tätigkeiten, was die Angst noch weiter verstärke. So entstehe ein Teufelskreislauf, der bis zu Panikattacken führen könne.

Der Expertin zufolge sie dann ein Besuch beim Arzt hilfreich, um die Symptome abzuklären und wenn notwendig, anerkannte Therapieverfahren wie die Verhaltenstherapie in Anspruch zu nehmen.

Ängste abbauen

Wie es in der Mitteilung der Krankenkasse heißt, seien auch das Erlernen einer Entspannungsmethode wie Yoga oder autogenes Training oder auch Online-Trainings wie „Achtsamkeit und Entspannung“ Mittel gegen Prüfungsangst.

„Wer mit seiner Prüfungsangst nicht allein zurechtkommt, kann sich an psychologische oder allgemeine Sozialberatungsstellen wenden“, so Jakob-Pannier.

„Für Studierende haben die Universitäten in der Regel auch psychologische Beratungsstellen.“ (ad)

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.