Warzenarten – Ursachen, Symptome und Behandlung

Als Warzen (Verrucae) werden gutartige, kleinflächige und scharf begrenzte Wucherungen der Oberhaut bezeichnet. Sie entstehen durch eine Infektion mit Humanen Papillom-Viren (HPV). Warzen sind harmlos und der Körper kann die auslösenden Viren zumeist allein bekämpfen. Dies kann jedoch Wochen bis Monate dauern. Die genaue Dauer der Abheilung variiert von Fall zu Fall und ist vom verursachenden Virustyp sowie dem Zustand des Immunsystems der betroffenen Person abhängig. Warzen betreffen häufig Kinder und Jugendliche. Aber auch bei anderen Altersgruppen können Warzen auftreten.

Warzenarten und ihre Ursachen

Generell unterscheiden Mediziner zwischen echten und unechten Warzen. Zu den echten Warzen gehören Gemeine Warzen, Dornwarzen, Pinselwarzen, Flachwarzen und Feigwarzen. Echte Warzen sind auf eine Infektion mit Humanen Papillom-Viren (HPV) zurückzuführen. Die Viren dringen zumeist über kleine Hautrisse oder -verletzungen ein, um anschließend ein unkontrolliertes Zellwachstum hervorzurufen. Zudem werden die Wirtszellen zur Produktion weiterer Viren veranlasst.

Mediziner unterscheiden zwischen unechten und echten Warzen, wobei letztere auf eine Infektion mit Humanen Papillom-Viren (HPV) zurückzuführen sind. (Bild: Ocskay Mark/fotolia.com)

Gemeine Warzen werden zumeist durch die HPV-Typen 1, 2, 4 oder 7 hervorgerufen. Dornwarzen lassen sich vorrangig auf die HPV-Typen 1, 2 und 4 zurückführen. HPV-Typ 3 verursacht hauptsächlich Flachwarzen, während Feigwarzen vorwiegend durch die HPV-Typen 6 und 11 ausgelöst werden. Darüber hinaus können Hautwucherungen entstehen, die den echten Warzen zwar äußerlich ähneln, aber andere Ursachen als eine Infektion mit HPV haben. So sind Dellwarzen, Alterswarzen und Stielwarzen unechte Warzen. Dellwarzen werden durch eine Infektion mit einem bestimmten Pockenvirus hervorgerufen. Die Ursachen für Alters- und Stielwarzen sind bislang nicht geklärt.

Kein erhöhtes Krebsrisiko durch Warzen

Bestimmte HPV-Typen werden mit der Entstehung von Tumorerkrankungen (vor allem Gebärmutterhalskrebs) assoziiert. Die HPV-Typen, die eine Warzenbildung hervorrufen, gehören dabei in aller Regel nicht zu diesen sogenannten Hochrisikotypen. Ein potenzielles Risiko besteht lediglich bei Feigwarzen, die zum Teil durch die Hochrisiko-HPV-Typen 16 und 18 ausgelöst werden. Das Risiko, dass sich aus diesen Hautveränderungen ein bösartiger Tumor entwickelt, wird von Experten allerdings als äußerst gering eingeschätzt.

Die Risikofaktoren für die Entstehung von Warzen

Die Entstehung von Warzen kann durch unterschiedliche Faktoren begünstigt werden. Zu diesen gehören unter anderem:

In Abhängigkeit davon, welcher HPV-Typ in welchem Körperbereich zur Infektion geführt hat, entwickeln sich morphologisch verschiedene Warzenarten.

Warzenarten

Grundsätzlich werden die anschließend aufgeführten Warzenarten unterschieden.

Gemeine Warzen (Verrucae vulgares)

Die häufigsten Warzen sind die Gemeinen Warzen (auch vulgäre Warzen oder Stachelwarzen). Sie können sich in jedem Körperbereich entwickeln, treten aber vorwiegend an den Fingern, unter der Nagelplatte und im Gesicht auf. Gemeine Warzen zeigen sich in vielen Fällen nicht vereinzelt (solitär), sondern in größerer Zahl. Die Warzen sind in aller Regel stecknadelkopf- bis erbsengroß.

Zu Beginn sind die erhabenen und halbkugeligen Hautwucherungen durch eine glatte Oberfläche gekennzeichnet. Diese verhornt mit zunehmendem Alter und Wachstum und erscheint schließlich zerklüftet, rau und schuppig. Die Hautwucherungen erinnern in diesem Stadium nicht selten an Blumenkohl. Zudem verändern die Warzen ihre Farbe. Anfangs erscheinen sie noch hautfarben, zeigen aber nach und nach eine schmutzig-gelbliche Farbe. Gemeine Warzen verursachen in aller Regel keine Beschwerden und führen nicht zu Juckreiz oder Druckschmerz. Sie bilden sich häufig von allein zurück. Zur Beschleunigung dieses Rückbildungsprozesses können verschiedene Methoden zur Anwendung kommen. Hierzu gehören insbesondere das Vereisen mit flüssigem Stickstoff (Kryotherapie), eine Säuretherapie mit Salicylsäure oder eine Laserbehandlung.

Pinselwarzen (Verrucae filiformes)

Pinselwarzen sind eine Unterart bzw. Sonderform der Gemeinen Warzen. Sie zeichnen sich durch einen länglichen, faden- oder stachelartigen Stiel aus. Daher erinnern diese Warzen in ihrer Form auch an kleine Pinsel. Betroffen sind häufig ältere Menschen. Bei ihnen bilden sich die Warzen vor allem im Gesichtsbereich, insbesondere an den Augenlidern, den Lippen oder an der Nase. Aber auch am Hals ist diese Warzenart häufig zu beobachten. Aufgrund ihrer Lokalisation und stielartigen Morphologie können die Warzen während des Waschens oder Rasierens leicht gereizt werden. In einigen Fällen führen die Warzen zudem zu Juckreiz. Viele empfinden die Warzen als störend und lassen sie im Rahmen einer Kryotherapie, Säure- oder Laserbehandlung entfernen.

Fußwarzen (Verrucae plantares)

Bei Fußwarzen (Hautwucherungen an den Füßen) wird zwischen Dorn- und Mosaikwarzen unterschieden. Dornwarzen entwickeln sich in aller Regel an der Fußsohle oder Ferse. Sie sind daher nicht erhaben, sondern durch das auf ihnen lastende Körpergewicht nach innen in die Unterhaut gedrückt. Dornwarzen können vergleichsweise groß werden und mit starken Schmerzen einhergehen, sodass den Betroffenen das Laufen schwerfällt.

Bei Fußwarzen (Hautwucherungen an den Füßen) wird zwischen Dorn- und Mosaikwarzen unterschieden. (Bild: HappyHaus/fotolia.com)

Mosaikwarzen treten dagegen zumeist beetartig am Fußballen oder unter den Zehen auf. Sie sind kleiner als Dornwarzen und wachsen nicht so stark in die Tiefe. Daher verursachen sie in aller Regel keine Beschwerden. Fußsohlenwarzen entwickeln sich in vielen Fällen bei Personen, die sich im Schwimmbad, in Turnhallen oder Gemeinschaftsduschen barfuß fortbewegen. Durch das Barfußlaufen kommt die Fußhaut mit den auslösenden HPV-Viren in Kontakt. In den meisten Fällen werden Dornwarzen mit Hilfe von säurehaltigen Pflastern (u. a. Salicylsäure) behandelt. Aber auch im Rahmen einer Kryotherapie oder Elektrokoagulation können Dornwarzen entfernt werden.

Flachwarzen (Verrucae planae juveniles)

Flach- oder Planwarzen sind nur leicht erhaben. Sie entwickeln sich in den meisten Fällen im Gesichtsbereich oder an den Händen, können aber auch an anderen Körperstellen auftreten. Flachwarzen zeigen sich meistens bei Kindern und Jugendlichen, weshalb sie auch als juvenile Warzen bezeichnet werden.

Wie alle echten Warzen werden auch Flachwarzen durch HP-Viren ausgelöst. Eine Infektion wird dabei durch ein geschwächtes Immunsystem begünstigt. Kinder kratzen die Warzen oftmals auf und fördern so entlang der Kratzspur eine Ausbreitung der Viren und damit der Warzen.

Die harmlosen Planwarzen bilden sich zumeist allein zurück. Bei einer starken Ausbreitung kann allerdings eine ärztliche Behandlung notwendig sein. Behandelt werden die Warzen mit Hilfe von Vitamin-A- oder Salicylsäure. Gegebenenfalls kann die Säuretherapie mit einer UV-Bestrahlung kombiniert werden. Darüber hinaus stehen die Kryotherapie, Elektrokoagulation und Laserbehandlung zur Verfügung. Auch mit Hilfe einer Kürettage (Ausschabung) können die Warzen abgetragen werden.

Feigwarzen (Condylomata acuminata)

Feigwarzen (auch Genitalwarzen oder Kondylome) werden, wie alle echten Warzenarten, durch eine HPV-Infektion verursacht. Die zumeist stecknadelkopfgroßen Hautknötchen zählen zu den am häufigsten auftretenden Geschlechtskrankheiten. Die Viren gelangen vorrangig bei ungeschützten Sexualkontakten in den Organismus und siedeln sich in den oberen Hautschichten an. Bei einem geschwächten Immunsystem lösen die Viren eine Zellvermehrung aus und es kommt zur Warzenbildung. Die roten, braunen oder grau-weißen Knötchen bilden sich dabei überwiegend im Genital- und Afterbereich. Sie treten in aller Regel dicht beieinander und in großer Zahl auf (Warzenbeete).

Sie gehen zumeist mit keinen Beschwerden einher. An sensiblen Hautbereichen kann sich allerdings ein Juckreiz entwickeln. Äußerliche Feigwarzen werden mit Virenwachstum hemmenden Wirkstoffen wie Podophyllotoxin (aus dem Wurzelstock des Fußblattes gewonnen), Epigallocatechin (aus den Blättern des Grünen Tees gewonnen) oder Imiquimod (Virostatikum) behandelt. Die Wirkstoffe werden in Form von Lösungen oder Cremes über mehrere Wochen auf die Warzen aufgetragen.

Innerliche Feigwarzen werden im Rahmen einer Säurebehandlung mit Trichloressigsäure oder einer Kryotherapie behandelt. Die beiden Verfahren eignen sich insbesondere bei kleinen Warzen an den Schleimhäuten der Vagina, Harnröhrenmündung oder des Analkanals. Bei beetartigem und starkem Wachstum sowie Rezidiven (Wiederauftreten nach erfolgreicher Behandlung) werden die Warzen mit einer Kürette chirurgisch abgetragen oder unter Hitzeeinwirkung zerstört (Laserbehandlung, Elektrokoagulation).

Dellwarzen (Mollusca contagiosa)

Dellwarzen (auch Mollusken bzw. Mollusca contagiosa) werden – anders als echte Warzenarten – vom sogenannten Poxvirus mollusci hervorgerufen und daher den unechten Warzen zugeordnet. Etwa zwei bis sieben Wochen nach der Infektion bilden sich stecknadelkopf- bis erbsengroße Hautknötchen mit warzenähnlichem Aussehen. Die hautfarbenen bis hellroten Hautveränderungen weisen im Zentrum eine Delle auf.

Sie treten in aller Regel grüppchenartig an einer oder in mehreren Körperregionen auf. Vereinzelt können sie sich aber auch über den Körper verteilt entwickeln. Bei Erwachsenen bilden sich Dellwarzen häufig im Genitalbereich. Bei Kindern, die am häufigsten von Dellwarzen betroffen sind, können sie auch auf anderen Körperbereichen wie den Augenlidern, den Achselhöhlen oder am Hals entstehen.

Dellwarzen enthalten ein weißliches, breiiges und hoch infektiöses Sekret. Bei Kontakt mit diesem Sekret kommt es zu einer Infektion mit den Viren (Schmierinfektion). Begünstigt wird ein Eindringen der Viren durch aufgeweichte Haut. Diese zeigt sich insbesondere bei Schwimmbad- und Saunabesuchen. Daneben können aber auch Störungen der Hautbarriere durch Wunden, Neurodermitis oder Pilzinfektionen das Risiko für eine Infektion erhöhen. Erwachsene infizieren sich zudem häufig während des Geschlechtsverkehrs mit Dellwarzen.

Die Warzen gehen zumeist nicht mit Schmerzen einher. Vereinzelt können sich Beschwerden wie Juckreiz, ein Wundgefühl, Hautrötungen oder Schwellungen zeigen. Dellwarzen bilden sich in den meisten Fällen selbstständig zurück. Dies kann allerdings bis zu mehreren Jahren dauern. Betroffene, die Dellwarzen als störend oder unästhetisch empfinden, können sie durch einen Arzt behandeln lassen. Bei Dellwarzen kommen eine Säuretherapie mit Vitamin A- oder Salicylsäure und eine chirurgisch-mechanische Abtragung infrage. Auch eine sogenannte Irritationsbehandlung kann zur schnelleren Abheilung beitragen. Hierbei wird auf die Dellwarze eine die Haut stark reizende Flüssigkeit wie Kaliumhydroxid aufgetragen. Diese verätzt das Warzengewebe und bringt es so zum Absterben. Die Methode kommt vor allem bei vereinzelt auftretenden Warzen zur Anwendung.

Alterswarzen (Verrucae seborrhoicae)

Alterswarzen gehören, trotz ihres warzenartigen Erscheinungsbildes, ebenfalls zu den unechten Warzen. Da sie nicht durch Viren hervorgerufen werden, sind diese Hautwucherungen nicht ansteckend. Die genauen Ursachen sind bis heute nicht geklärt. Sie treten vor allem ab dem 50. Lebensjahr auf. Alterswarzen bilden sich häufig im Bereich des Gesichts, der Brust, des Rückens, des Handrückens und auf der Vorderseite von Armen und Beinen.

Sie können rund oder oval sein und werden linsen- bis bohnengroß. Sie zeichnen sich durch eine grau-braune bis schwarze Färbung und eine zerklüftete Oberfläche aus und führen in aller Regel nicht zu Beschwerden. Daher müssen die harmlosen Hautwucherungen eigentlich nicht behandelt werden. Aus kosmetischen Gründen kann dennoch eine Entfernung wünschenswert sein. Alterswarzen können chirurgisch mit Hilfe einer Kürette oder eines scharfen Löffels entfernt werden. Gestielte Warzen (Unterart der Alterswarzen) werden mit einer elektrischen Schlinge abgetragen. Auch eine Laserbehandlung steht zur Verfügung.

Stielwarzen (Fibrome)

Stielwarzen gehören ebenfalls zu den unechten Warzen. Die kleinen gestielten Hautanhängsel werden durch Wucherungen bestimmter Hautzellen hervorgerufen. Sie sind weich und hautfarben. Daher bezeichnen sie die Mediziner auch als weiche Fibrome. Die Ursachen für die Entstehung von Stielwarzen sind bislang noch unbekannt. Da sie aber in manchen Familien vermehrt auftreten, wird eine genetischen Veranlagung (Prädisposition) vermutet. Stielwarzen sind harmlos und nicht infektiös, können aber als unästhetisch empfunden werden oder auch mechanisch stören. So können sich Halsschmuck oder feine Seidentücher an Stielwarzen verfangen. Sie lassen sich in diesen Fällen im Rahmen einer Laserbehandlung, Elektrokoagulation oder mit Hilfe einer chirurgischen Schere entfernen.

Die Laserbehandlung ist nur eine Möglichkeit zur Entfernung von Warzen. Weitere Möglichkeiten sind unter anderem die Kryotherapie, die Elektrokoagulation, die Säurebehandlung und das chirurgische Abtragen. (Bild: Coka/fotolia.com)

Allgemeine Behandlung von Warzen

Wie schon beschrieben, sind Warzen in aller Regel harmlos und bilden sich oftmals von selbst zurück. Daher besteht zumeist kein medizinischer Grund für eine Behandlung. Viele empfinden die Hautwucherungen allerdings als unästhetisch und möchten diese entfernen lassen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Kryotherapie (Vereisen mit Flüssigstickstoff),
  • Elektrokoagulation (Abtöten mit Hilfe von elektrischem Strom),
  • Säurebehandlung in Form von Salben oder Pflastern,
  • Laserbehandlung,
  • chirurgisches Abtragen (u. a. mit Hilfe eines Skalpells, eines scharfen Löffels oder einer Kürette).

Entfernung der Warzen durch Säurebehandlung

Verschiedene Säuren lösen die Hornschicht der Warzen auf und fördern so die Abtragung. Eingesetzt wird zumeist Salicylsäure in Form von Lösungen, Tinkturen, Cremes oder Pflastern. Aber auch Milchsäure kann zur Auflösung der Hornschicht beitragen. Bei flachen Warzen im Gesichtsbereich wird oftmals Vitamin-A-Säure angewandt. Die betroffenen Hautbereiche müssen allerdings in aller Regel über mehrere Wochen mehrmals täglich mit der säurehaltigen Lösung, Tinktur oder Creme behandelt werden. Pflaster werden dagegen lediglich einige Tage getragen. Hier muss die Behandlung aber gegebenenfalls wiederholt werden.

Kryotherapie: Vereisen von Warzen

Die Kryotherapie stellt eine weitere Behandlungsmethode dar. Hierbei trägt der Arzt flüssigen Stickstoff auf die zu entfernenden Warzen auf. Anschließend verdunstet der Stickstoff und es entsteht sogenannte Verdunstungskälte. Diese zerstört die oberste Hautschicht auf der Warze und beschleunigt so deren Absterben. Die Kryobehandlung erfolgt in mehreren Sitzungen in mindestens einwöchigen Intervallen. Bei bestehenden Durchblutungsstörungen ist eine Kryotherapie oftmals kontraindiziert und darf nicht durchgeführt werden. So kann ein Vereisen von Warzen an einem diabetischen Fuß beispielsweise die Durchblutung zusätzlich beeinträchtigen und zu weiteren Nervenschädigungen und schlecht heilenden Wunden führen.

Chirurgische Warzenentfernung

Führen nicht-invasive Methoden wie die Säure- oder Kryotherapie nicht zum gewünschten Erfolg, kann eine chirurgische Entfernung der Warzen angezeigt sein. So können Warzen im Rahmen einer sogenannten Kürettage (Abschabung) entfernt werden. Das zumeist mit Säure vorbehandelte Warzengewebe wird mit einem speziellen Instrument – der Kürette – abgetragen. Das Verfahren kann beispielsweise bei einem ausgeprägten Befall von Feigwarzen zur Anwendung kommen. Dornwarzen werden dagegen in aller Regel mit Hilfe eines Skalpells chirurgisch abgetragen. Die durch den Eingriff entstehende Wunde wird anschließend durch elektrischen Strom (Elektrokoagulation) oder mit einer Naht verschlossen. Der chirurgische Eingriff geht mit einem erhöhten Risiko für Infektionen und Narbenbildungen einher. Daher wird diese Methode heute nur in vereinzelten Fällen angewandt.

Konventionelle Behandlungsmaßnahmen

Daneben kann die Warze auch im Rahmen einer Laserbehandlung abgetragen werden. Dabei wird das Warzengewebe mit Hilfe eines Lasers so stark erhitzt, dass die Zellen absterben. Im Rahmen einer photodynamischen Behandlung wird ein wirkstoffhaltiges Gel auf die zu behandelnde Warze aufgetragen. Nach einer mehrstündigen Einwirkzeit wird das Warzengewebe mit Licht bestrahlt, um die Wirkstoffe zu aktivieren. Diese zerstören schließlich das Warzengewebe. Darüber hinaus werden Lösungen und Salben mit Virenzellwachstum hemmenden Wirkstoffen (u. a. 5-Fluorouracil, Aciclovir) angeboten. Die Wirksamkeit dieser antiviralen Wirkstoffe ist bei Warzen allerdings nicht eindeutig nachgewiesen.

Es gibt verschiedene pflanzliche Mittel, welche die Abheilung von Warzen beschleunigen können. Löwenzahn ist eine der Pflanzen, die dabei helfen können. (Bild: creativefamily/fotolia.com)

Pflanzliche Warzenbehandlung

Verschiedene pflanzliche Mittel können die Abheilung von Warzen beschleunigen. Hierzu gehören unter anderem der Milchsaft von Schöllkraut oder Löwenzahn. Auch eine Lösung aus Fußblattwurzelstock oder Thuja-Tinktur (Tinktur aus Lebensbaumtriebspitzen) kann gegebenenfalls hilfreich sein. Die pflanzlichen Wirkstoffe müssen analog zur Säurebehandlung mehrmals täglich auf die zu entfernenden Warzen aufgetragen werden. In der Naturheilkunde wird zudem Teebaumöl empfohlen. Dieses wirkt antiviral und kann die Vermehrung der Warzen verursachenden Viren hemmen. Auch Knoblauchscheiben, die über Nacht auf der Warze fixiert werden, können die Abheilung beschleunigen. Die Wirksamkeit der beschriebenen Phytopharmaka gilt allerdings als nicht gesichert.

Wann zum Arzt?

Warzen sollten in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden, wenn sie im Genitalbereich auftreten oder Beschwerden verursachen. Ein Arztbesuch ist zudem in den folgenden Fällen angezeigt:

  • blutende und/oder entzündete Warzen,
  • Warzen, die auf dem Boden anderer Hautprobleme (u. a. Neurodermitis) entstehen,
  • rasche Ausbreitung von Dellwarzen.

Alterswarzen können gegebenenfalls mit Hautkrebs verwechselt werden. Auch hier kann zur genauen Abklärung ein Arztbesuch sinnvoll sein. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Dipl. Geogr. Fabian Peters
Quellen:
  • Vlahovic, Tracy; Khan, M. Tariq: "The Human Papillomavirus and Its Role in Plantar Warts: A Comprehensive Review of Diagnosis and Management. Clinics", in: Podiatric Medicine and Surgery, Volume 33, Issue 3, July 2016, sciencedirect.com
  • Mayr, Anton (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre, MVS Medizinverlage Stuttgart, 2006
  • Kopf, Robert: Warzen - Behandlung mit Homöopathie, Schüsslersalzen und Naturheilkunde, Bookrix, 2018
  • RKI-Ratgeber - Humane Papillomviren : www.rki.de (Abruf: 27.06.2019), Robert Koch-Institut
  • Fritsch, Peter; Schwarz, Thomas: Dermatologie und Venerologie, Springer-Verlag, 2018
  • Deutsches Ärzteblatt (Hrsg.): "STI in der Praxis: Infomaterialien für die Beratung", in: Deutsches Ärzteblatt 47/2016, aerzteblatt.de
  • Paus, Ralf; Sterry, Wolfram: Checkliste Dermatologie: Venerologie, Allergologie, Phlebologie, Andrologie, Georg Thieme Verlag, 2014
  • Ockenfels, Hans Michael: "Therapeutisches Management kutaner und genitaler Warzen", in: Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), Volume 14 Issue 9 September 2016, Wiley Online Library
  • Cazzaniga, Simone et al.: "Risk factors for recurrence after successful treatment of warts: the role of smoking habits", in: Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, Volume 31, Issue 4 April 2017, Wiley Online Library
  • Streit, Markus: "Warzen – klinische Bilder und Therapie – Teil 1", in: Swiss Medical Forum, 14(35) 2014, Swiss Medical Forum

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.


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