Erythema migrans

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Erythema chronicum migrans

Das Erythema chronicum migrans bezeichnet eine Hautrötung (Erythem), die als Wanderröte (migrans = wandernd) bezeichnet wird und sich vom Ursprung her ausbreitet. Charakteristischerweise zeigt es sich als heller roter Ring oder Doppelring, der zum Zentrum hin verblasst.

Ein Erythema migrans ist immer ein eindeutiges Zeichen für eine durch Zecken übertragene Borreliose, wobei der Mittelpunkt der Rötung die Bissstelle der Zecke (Zeckenbiss) ist und ein typischen Entzündungszeichen darstellt. Wir reden hierbei von einer Lokalinfektion.

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Die Erythema migrans ist ein typischer Hinweis auf die, durch Zecken übertragene, Borreliose. (Bild: sassi/pixelio.de)

Es ist nicht zwingend notwendig, dass ein Erythema migrans entsteht, geschweige denn entdeckt wird. Also kann auch ohne das Bemerken dieser Hautrötung eine Infektion vorliegen. Das Erythem entsteht nicht direkt nach dem Biss, sondern hat eine Inkubationszeit von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Die Rötung kann Tage oder sogar Monate anhalten.

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Die durch drei Stadien gekennzeichnete Borreliose kann während der ganzen Zeit durch das Erythema migrans begleitet werden. So kann es sich z. B. im zweiten Stadium an mehreren – von der Bissstelle unabhängigen – Stellen als Hautausschlag zeigen. Dies ist dann der Fall, wenn der Erreger sich bereits über die Blutbahnen verbreitet hat. Es ist aber auch möglich, dass das Erythem, wie oben beschrieben, gar nicht entdeckt wird oder frühzeitig wieder abheilt. Die ist aber kein Zeichen dafür, dass keine Borreliose besteht oder diese abgeheilt ist. Neben dem Erythem kann es zu anderen Borreliose-typischen Symptomen wie Gelenkschmerzen, grippeähnliche Symptome o. ä. kommen, die auf eine Borrelieninfektion hindeuten. Das Erythem selbst zeigt aber keine anderen als die beschriebenen Symptome.

Das Erythema migrans kann natürlich auch bei der Borreliose entstehen, wenn diese durch andere Insekten übertragen wird als die Zecke. Hierbei kommen Läuse, Stechmücken und Bremsen in Frage, welche aber eher selten die Infektionsüberträger sind. (Alexander Yzer, Heilpraktiker-Anwärter)

Quellen und weiterführende Literatur:
Zeckenbisse, Krankheitsbilder und Behandlungsmöglichkeiten, Elfie Fust, ISBN: 3-927099-66-X
Naturheilpraxis Heute, Lehrbuch und Atlas, Elvira Bierbach, Elsevier Urban & Fischer, ISBN: 978-3-437-55243-4
ICD-1016351a2cc0b08c03