Hausmittel gegen Mandelentzündung

Susanne Waschke
Schluckprobleme, Halsschmerzen, ein Kloß im Hals – all dies deutet auf eine Mandelentzündung hin. Sie wird in der Fachsprache Angina tonsillaris oder auch Tonsillitis genannt. Leichte Entzündungen können mit Hausmitteln gegen Halsschmerzen. Bei einer richtigen Mandelentzündung jedoch, bei der der Hals stark schmerzt und noch diverse Allgemeinsymptome, wie Fieber, Gaumenschmerzen, starke Rachenschmerzen, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen hinzukommen, ist der Gang zum Arzt unumgänglich. Wird eine schulmedizinische Therapie erforderlich, können jedoch verschiedene Hausmittel die Heilung unterstützen.


Ärztliche Abklärung erforderlich

Oftmals handelt es sich bei Halsschmerzen nur um eine Rachenentzündung. Sind jedoch zusätzlich die Mandeln entzündet, so spricht man von einer Mandelentzündung. Diese wird durch Bakterien oder Viren verursacht. Meist beginnt die Erkrankung sehr plötzlich mit massiven Beschwerden und allgemeinem Krankheitsgefühl. In diesem Fall ist ein Gang in die Arztpraxis empfehlenswert.

Eine ärztliche Untersuchung ist im Fall der akuten Mandelentzündung mit zahlreichen weiteren Symptomen grundsätzlich geboten. (Bild: Dan Race/fotolia.com)

Durch einen Rachenabstrich wird festgestellt, ob die Mandelentzündung durch eine besondere Art der Streptokokken verursacht wurde. Diese Erreger müssen meist mit einem Antibiotikum behandelt werden, da sie Folgeerkrankungen wie rheumatisches Fieber, eine Endokarditis (Herzinnenhautentzündung) oder eine Glomerulonephritis (eine besondere Form der Nierenentzündung) nach sich ziehen können. Häufig werden bei anderen bakteriellen Formen ebenfalls Antibiotika eingesetzt. Zusammen mit der schulmedizinischen Therapie können Hausmittel durchaus hilfreich sein. Wird ein Antibiotikum verschrieben, so müssen Sie dieses unbedingt bis zur letzten Tablette einnehmen.

Gurgeln mit Backpulver & Honig

Gurgeln kann und mag nicht jeder. Es ist jedoch ein sehr wirksames Hausmittel gegen Mandelentzündungen. Hierfür existieren verschiedene fertige Gurgellösungen. Gurgeln desinfiziert den Mund-Rachenbereich und wirkt antientzündlich. Ein einfaches und preiswertes Hausmittel, welches in den meisten Haushalten wohl auffindbar ist: in einer kleinen Schlüssel 2 Teelöffel Honig mit einem halben Löffel Backpulver (Natron) gründlich mischen. Diese zähflüssige Mischung nun langsam im Mund zergehen lassen, bis die Flüssigkeitsmenge zum Gurgeln ausreichend ist. Sie können die antibakterielle Lösung nun ausspucken, oder langsam den Hals herunter laufen lassen. Besonders in slawischen Ländern ist dieser Trick weit verbreitet. Wird die Mischung bereits bei leichten Halsschmerzen zwei Mal pro Tag angewendet, lassen sich stärkere Halsschmerzen oft vermeiden.

Salz

Circa zwei Gramm Himalajasalz oder Meersalz werden mit 100 Milliliter lauwarmem Wasser vermischt, damit kann dann mehrmals täglich gegurgelt werden. Der Salzgeschmack im Mund ist anfangs etwas ungewohnt. Jedoch hat Salzgurgeln eine ganz besondere Heilwirkung und sollte unbedingt ausprobiert werden.

Salbei & Ringelblume

Das Gurgeln mit Salbei ist ein uraltes Hausmittel, aber immer noch wirkungsvoll. Dafür wird ein kräftiger Salbeitee aus frischen oder getrockneten Salbeiblättern gekocht. Wenn dieser etwas abgekühlt ist, dient er als Gurgellösung, mit der mehrmals täglich für ein paar Minuten gegurgelt wird. Der Salbei wirkt nicht nur antibakteriell, sondern ebenso antiviral, blutstillend, schweisshemmend, entzündungshemmend, tonisierend und krampflösend.

Gegurgelt werden kann auch mit getrockneten Ringelblumenblüten. Die Ringelblume ist eine Pflanze, die vor allem durch ihre heilenden Eigenschaften bekannt ist. Diese Wirkung hat sie nicht nur bei äußerlichem, sondern auch bei innerlichem Gebrauch. Aus zwei Teelöffeln voll getrockneter Blüten und 250 Millilitern kochendem Wasser wird ein Tee zubereitet. Die Ziehzeit beträgt zehn Minuten.

Salbei enthält nicht nur zahlreiche Gerb- und Bitterstoffe, sondern auch vielzählige ätherische Öle. Bereits bei der Bekämpfung der Pest wurde er erfolgreich eingesetzt, heute ist er eine der wirksamsten Heilpflanzen bei Erkältungsbeschwerden. (Bild: Edalin/fotolia.com)

Teebaumöl

Es besteht auch die Möglichkeit, Teebaumöl zum Gurgeln zu nutzen. Hierfür werden drei Tropfen in ein Glas mit lauwarmem Wasser gegeben. Auch dieser Geschmack ist etwas befremdlich, als Hausmittel gegen die Mandelentzündung zeigt das Gurgeln mit Teebaumöl jedoch mitunter eine äußerst überzeugende Wirkung.

Gewürznelken

Das in Gewürznelken enthaltene Eugenol wirkt schmerzstillend, abschwellend und antibakteriell – es wird sogar bei zahnärztlichen Wurzelbehandlungen eingesetzt. Am einfachsten können die ganzen, getrockneten Gewürznelken vorsichtig zerkaut werden. Der dabei austretende beruhigende Saft wird dann langsam geschluckt und gelangt so an die Mandeln.

Wickel bekämpfen die Entzündung

Bei einer Mandelentzündung sind Wickel einfache, rasch einsetzbare Hausmittel. Als Zusätze dienen Quark, Salz, Heilerde oder Zitronen. Für das Innentuch wird stets ein Tuch aus Baumwolle verwendet. Darüber kommt ein weiteres Baumwolltuch und als oberste Schicht ein Woll- oder Seidentuch. Bei allen Wickeln wird die dünnere Seite auf die Haut gelegt. Während der Einwirkzeit können Sie bequem sitzen oder sich auf den Rücken legen. Für alle Halswickel gilt: Die Wirbelsäule darf nicht mit den Wickeln bedeckt werden.

Wickel mit Quark
Für den altbekannten Quarkwickel wird der Quark auf die Mitte eines Küchentuches gestrichen und die beiden anderen Enden werden darüber geklappt. Bevor er um den Hals gewickelt wird, sollte der Wickel etwas bei Zimmertemperatur liegen bleiben oder ganz kurz auf die Heizung gelegt werden, damit er nicht so kalt ist. Dann wird er um den Hals gelegt. Der Wickel wird abgenommen, wenn der Quark trocken beziehungsweise warm ist. Quark kann Entzündungen aus dem Körper ziehen und damit auch die Halsschmerzen reduzieren.

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Wickel auf Basis von Heilerde können als Hausmittel gegen die Mandelentzündung angewandt werden. (Bild: PhotoSG/fotolia.com)

Wickel mit Heilerde
Für Heilerde gibt es die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten. Auch als Hausmittel gegen Mandelentzündungen ist ihr Einsatz durchaus einen Versuch wert. Aus dem Heilerdepulver und etwas warmem Wasser wird ein Brei angerührt und dann auf ein Baumwolltuch gestrichen. Die beiden freien Enden werden eingeschlagen, so kommt der Wickel um den Hals. Nach circa 30 Minuten ist die Behandlung fertig.

Wickel mit Salz
Salz entgiftet und wirkt antientzündlich. Ob für den Wickel kaltes oder warmes Wasser verwendet wird, können Betroffene selbst entscheiden. Circa 30 Gramm Himalaja Salz oder Meersalz werden in einem Liter Wasser aufgelöst und damit wird ein Küchentuch getränkt. Dies wird dann um den Hals gelegt. Nach einer halben Stunde wird der Wickel abgenommen und der Hals mit einem trockenen Tuch geschützt.

Wickel mit Zitronen
Für den Zitronenwickel werden ein bis zwei Zitronen in dünne Scheiben geschnitten. Diese werden auf die Mitte eines Tuches gelegt, eingeschlagen und mit einem Nudelholz etwas gequetscht, damit der Saft entweichen kann. Den Wickel um den Hals schlagen, je nach Feuchtigkeit noch mit einem Handtuch umwickeln. Dort bleibt er ungefähr eine halbe Stunde. Wenn die Haut zu jucken beginnt, wird er sofort entfernt.

(Bild: elvira gerecht/fotolia.com)
Ist eine Infektion mit Streptokokken Ursache der Mandelentzündung, bedarf es meist der Behandlung mit Antibiotika. Hausmittel können allerdings ergänzend zum Einsatz kommen. (Bild: elvira gerecht/fotolia.com)

Aloe Vera

Das Blatt des Aloe Vera Strauches enthält viele gesunde Stoffe. Der wichtigste davon ist das Polysaccharid Acemannan. Dieses stärkt das Immunsystem und wehrt Viren, Parasiten und Bakterien ab. Die etwas gelartige Substanz des Aloe Vera Saftes legt sich schützend auf die Schleimhäute. Am besten wird bei den ersten Symptomen einer Mandelentzündung stündlich mit reinem, hundertprozentigem Aloe Saft gegurgelt, um ein Ausbreiten zu verhindern.

Teerezepte zum Gurgeln

Bei leichten Beschwerden kann folgende Rezeptur Erleichterung bringen: Kamillenblüten, Salbeiblätter und Tausendgüldenkraut werden zu gleichen Teilen gemischt. Ein Teelöffel der Mischung wird mit einem viertel Liter kochendem Wasser überbrüht und nach circa zehn Minuten abgeseiht. Ist der Sud abgekühlt, kann damit mehrmals täglich gegurgelt werden.

Apfelessig mit Honig

Apfelessig ist mittlerweile ein Allround-Hausmittel geworden. Auch zum Gurgeln ist er geeignet. Dazu wird ein Esslöffel mit einem Teelöffel Honig in einem Glas lauwarmem Wasser vermischt und damit gegurgelt. Der Honig reduziert dabei etwas den Essiggeschmack und wirkt zusätzlich heilend.

Ein weiteres Rezept enthält neben den Salbeiblättern noch Malvenblätter und die Eibischwurzel. Malve und Eibisch wirken vor allem schützend auf die Schleimhaut und zudem reizlindernd. Alle drei Substanzen werden zu gleichen Teilen gemischt. Auf eine Tasse kochendes Wasser (250 Milliliter) kommt ein Teelöffel der Mischung. Das Ganze sollte eine viertel Stunde lang ziehen.

Isländisch Moos: Diese Heilpflanze hat eine eher ungewöhnliche Form, sie wächst flach direkt am Boden, als Flechte. Sie ist in ganz Europa verbreitet, gedeiht jedoch nur in höheren Lagen. (Bild: tilzit/fotolia.com)

Isländisch Moos

Diese wertvolle Heilpflanze kann nicht nur bei trockenem Husten helfen, sondern lindert ebenso Entzündungen in Hals und Rachen. Die Flechten enthalten Schleimstoffe, Flechtensäuren und Bitterstoffe sowie einige Vitamine. Im Rachen bilden die Inhaltsstoffe eine schützende Schleimschicht auf der Haut. Es gibt Auszüge als Bonbon oder in Tablettenform, ebenso können die getrockneten Flechten als Kräutertee aufgebrüht werden. Die Flechten für den Tee dabei unbedingt in der Apotheke kaufen, da wild gesammelte radioaktiv belastet sein könnten.

Inhalation mit Kräuteraufguss

Bei einer Mandelentzündung können Inhalationen beruhigend auf die Atemwege und den gereizten Hals wirken. Dazu können Kräutertee, eine Meersalzlösung oder auch ätherische Öle wie Eukalyptusöl verwendet werden. Ätherische Öle bitte nur sparsam dazugeben, denn sie sind meist so intensiv, dass schon wenige Tropfen in einer Wasserschüssel ausreichen. Wird Salz zur Inhalation genutzt, so können Sie einen Esslöffel pro Liter Wasser dazu geben. Mehr dazu weiter unten. Für die Inhalation mit Kräutertee eignen sich Lindenblüten, Thymian und Salbeiblätter zu gleichen Anteilen. Brühen Sie den Tee genauso stark wie üblich, Sie benötigen wenigstens einen Liter davon. Vorsicht, die Dämpfe können sehr heiss sein – der Tee kann daher ruhig länger abgedeckt ziehen.

Myrrhentinktur

Die Myrrhe ist ein altbekanntes Hausmittel. Als Myrrhentinktur leistet sie bei Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündungen und Aphten gute Dienste. Für eine Anwendung zum Gurgeln kommen auf ein Glas fünf Tropfen der Tinktur. Diese Mischung dann mehrfach am Tag verwenden.

(Bild: Monika Wisniewska/fotolia.com)
Propolis hat sich als Hausmittel gegen entzündliche Beschwerden vielfach bewährt. (Bild: Monika Wisniewska/fotolia.com)

Propolis

Propolis ist ein Schutzharz der Bienen für den Bienenstock. Für uns Menschen ist die Einnahme von Propolis eine gute Möglichkeit, das Immunsystem anzukurbeln. Aber auch bei Entzündungen im Mundbereich, bei Zahnfleischentzündungen, Aphten oder bei einer Mandelentzündung kann dies helfen. Propolis ist erhältlich als Tropfen, Kapseln, Lutschtabletten oder Globuli. Dieses Naturprodukt hilft nicht nur im akuten Zustand, sondern auch zur Vorbeugung.

Innerliche Anwendung

Auch zur innerlichen Anwendung existieren einige Hausmittel gegen die Tonsillitis. Chinarinde kann als Aufguss genutzt werden, ebenso ist Oreganoöl weit verbreitet. Oreganoöl wirkt antiviral, antibakteriell und kann auch Pilze im Wachstum hemmen. Ein Extrakt aus Grapefruitkernen soll ebenso helfen. Auch Kamillenblüten und Sonnenhut (Echinacea) sind in vielzähligen verschreibungesfreien Präparaten enthalten. Letzterer stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte, und kann in der kalten Jahreszeit vorbeugend auch ohne akute Mandelentzündung, gegen Erkältungen, genommen werden. In einem Reformhaus oder Bioladen lassen sich alle aufgeführten Mittel finden.

Salbeibonbons
Gerade unterwegs sind die Salbeibonbons praktisch. Das Lutschen kurbelt die Speichelproduktion an. Der Speichel ist bei einer Halsentzündung sehr wichtig, da nur bei feuchtem Rachen die körpereigenen Abwehrstoffe auch ungehindert arbeiten können. Bei leichten Halsschmerzen hilft der Salbei zudem etwas, die Schmerzen zu lindern.

Der besonders wertvolle Manuka Honig kann nur von den Blüten der Südseemyrte (Leptospermum scoparium) gesammelt werden. Je höher der Anteil des antibakteriell wirksamen Zuckerabbauprodukts Methylglyoxal (MGO), desto besser die Wirkung. (Bild: umabatata/fotolia.com)

Manuka Honig

Manuka Honig ist ein ganz spezieller Honig. Sein besonderer Wirkstoff ist das Methylglyoxal, das einhundert Mal konzentrierter vorkommt als in einem „normalen“ Honig. Dieser Stoff ist vor allem verantwortlich für die antibakterielle Wirkung, die von dem Manuka Honig ausgeht. Folgende Einnahme ist bei einer Mandelentzündung zu empfehlen: Dreimal täglich einen Teelöffel mit Manuka Honig langsam im Mund zergehen lassen. Achtung, dieser Honig gehört nicht in heiß aufgebrühten Tee – dabei würden die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden.

Manuka Honig mit Ingwer
In einem Liter Wasser wird ein Stück in Scheiben geschnittene Ingwerwurzel circa zwanzig Minuten lang erhitzt, aber nicht gekocht. Nach dem Entfernen der Wurzel wird der Sud etwas abkühlt und anschließend werden ein bis zwei Teelöffel Manuka Honig beigefügt. Das Ganze schmeckt sehr lecker und ist ein hilfreiches Hausmittel gegen Mandelentzündung.

Meerrettich mit Honig
Erst einen Tee aus Nelken aufbrühen – ein nicht gehäufter Teelöffel pro Tasse. Diesen Tee auf Trinktemperatur abkühlen lassen, und mit einem Teelöffel frisch geriebenem Meerrettich vermischen. Dazu noch ein Löffel Honig, fertig ist ein kraftvolles Hausmittel. Diesen Aufguss können Sie nun über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken.

Meerettich wird schon seit der Antike angebaut. Ursprünglich stammt er aus Moldau, heute findet er sich wild sogar in den Alpen. Bei einer Mandelentzündung kann ein Teelöffel Meerrettich aufgelöst in Nelke-Tee zur Linderung beitragen. (Bild: Yaruniv-Studio/fotolia.com)

Schüssler Salze
Zu den wichtigen Schüßler Salzen bei einer Mandelentzündung gehören die Schüßler Salze Nr. 3 Ferrum phosphoricum und Nr. 4 Kalium chloratum. Beide werden am besten schon beim ersten Kratzen im Hals gelutscht. Damit lässt sich die Entzündung häufig bereits im Keim ersticken.

Teerezepte

Genügend Flüssigkeit ist sehr wichtig bei einer Mandelentzündung. Auf kohlensäurehaltiges Wasser sollte besser verzichtet werden, da dies die Schleimhäute zu sehr reizt. Gut geeignet als Getränk sind stilles Wasser, Fruchtschorle und Tee.

Neben dem oben genannten Gurgeln mit Salbei bietet sich natürlich auch ein frisch gebrühter Salbeitee an. Ein Teelöffel getrocknete Blätter pro Tasse, 15 Minuten lang ziehen lassen. Dieser Tee kann nach etwas Abkühlung gegen den leicht bitteren Geschmack noch mit Honig verfeinert werden. Für einen milderen Geschmack können Lindenblüten dazu gegeben werden, auch diese beruhigen den gereizten Hals wunderbar als Tee.

Außerdem bieten folgende Teezepte Hilfe als Hausmittel bei einer Mandelentzündung: Eibischblätter, Käsepappel, Kamille und Holunderblüten oder die Beeren des Holunders werden zu gleichen Teilen gemischt. Für eine Tasse Tee wird ein Teelöffel voll mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen. Der Tee zieht circa 10 Minuten und wird dreimal täglich in kleinen Schlucken getrunken.

Wussten Sie, dass sich Holunderbereren hervorragend zu Fruchtsuppen, Konfitüren und Säften verabeiten lassen? Neben vielen Vitaminen enhalten die Beeren antiinflammatorische Inhaltsstoffe. (Bild: leomalsam/fotolia.com)

Ist der Hals neben der Entzündung auch noch verschleimt, eignet sich folgendes Rezept: Schafgarbenkraut, Zinnkraut, Kamille und Salbei werden zu gleichen Teilen gemischt und ein Teelöffel davon wird mit 250 Millilitern kochendem Wasser überbrüht. Die Ziehzeit beträgt acht Minuten. Auch von diesem Tee sind drei Tassen täglich zu empfehlen.

Ernährung

Bei einer Mandelentzündung lehnen die meisten Betroffenen feste Kost ab. Das ist auch gut so. Zu empfehlen sind leichte Suppen und viel Flüssigkeit. Milch ist zu meiden, da diese zu sehr verschleimt – was das Schlucken noch mehr behindert. Säuerliche Obstsäfte werden stark verdünnt und auf stark gewürzte Speisen wird verzichtet, da beides die Schleimhäute zu sehr reizen würde.

Wichtiges zum Schluss

Eine Mandelentzündung ist auf in jedem Fall ernst zunehmen. Es empfiehlt sich Bettruhe und körperliche Anstrengungen sollten unbedingt vermieden werden. Wenn die Symptome nach ein paar Tagen nicht verschwinden, sich Begleitbeschwerden dazugesellen oder die Schmerzen von Anfang an massiv sind, muss unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden. (sw, dp; aktualisiert am 16.08.2018)