Ernährung bei Gicht

Heilpraxisnet
Starke Gelenkschmerzen, die nach einer sehr üppigen Mahlzeit oder einer alkoholreichen Feier vor allem im Bereich der Zehengelenke entstehen, geben oftmals einen ersten Hinweis darauf, dass bei Betroffenen die Stoffwechselstörung Gicht vorliegt.


Hat sich dieser Verdacht nach einer ärztlichen Diagnose bestätigt, rückt eine Ernährungsumstellung dann unweigerlich in den Fokus des alltäglichen Lebens. Denn nur wer bei Gicht Wert auf eine angemessene Ernährung legt, kann langfristig unangenehme Begleitsymptome vermeiden und schwere Krankheitsschübe verhindern. Unser Ratgeber zum Thema soll darum einen Überblick zu möglichen Ernährungsmaßnahmen bei Gicht verschaffen und Hilfestellung bei der Umsetzung wichtiger Grundlagen im Bereich der Ernährung bieten.

Gicht verursacht erhebliche Schmerzen in den Gelenken. (Bild:staras/fotolia.com)

Was ist Gicht?

Die Gicht (Urikopathie) wird in der medizinischen Fachsprache als Arthritis urica bezeichnet, weil es im Zuge der Erkrankung zu einer Entzündung der Gelenke kommt, die durch Einlagerungen von Harnkristallen bzw. Salzkristallen aus dem Urin kommt.

Es handelt sich bei der Urikopathie also um eine Störung im Harnstoffwechsel, genauer gesagt um eine gestörte Verstoffwechslung von Purin. Ein Körperstoff, der als Baustein für sogenannte Nukleinsäuren dient, welche ihrerseits wiederum wichtige Körperfunktionen steuern. So sind die Makromoleküle zum Beispiel an der

  • Speicherung von Erbinformationen,
  • Signalleitung bei körpereigenen Funktionsabläufen
  • und Entstehung von biochemischen Reaktionsprozessen im Körper beteiligt.

Weil ihre Aufgabe so essenziell für das Körpergeschehen ist, werden Nukleinsäuren mitunter auch als „Schlüsselmoleküle des Lebens“ bezeichnet. Als Bausteine für diese Schlüsselmoleküle sind Purine für den Körper natürlich ebenfalls von besonderer Bedeutung. Allerdings ist der Organismus nicht auf eine Purin-Versorgung von außen angewiesen, da er den Stoff selbst herstellen kann. Eine dauerhaft purinreiche Ernährung kann deshalb schnell ein Zuviel an Purinen bedeuten.

Und genau hierin findet sich auch der wichtigste Aspekt, auf den Menschen mit Gicht bei ihrer täglichen Ernährung aufpassen müssen. Denn purinreiche Lebensmittel lassen bei ihrem Abbau im Körper besonders viele Stickstoffverbindungen zurück. Um diese ausscheidungsfähig zu machen, werden Purine mithilfe einer speziellen Reaktionskaskade in den Nieren zu Harnsäure umgewandelt und anschließend über den Urin ausgeschieden.

Ist das Gleichgewicht zwischen Bildung und Ausscheidung von Harnsäure jedoch gestört, sammelt sich die Harnsäure vermehrt im Blut an. Irgendwann ist der Harnsäurespiegel so hoch, dass es zu einer vermehrten Ausfällung von Harnsäurekristallen kommt. Diese lagern sich in den Gelenken ab, wodurch es zu verschiedenen Beschwerden kommt. Neben allgemeinen Krankheitssymptomen wie Fieber oder Abgeschlagenheit sind hier vor allem

  • Rötungen,
  • Schwellungen
  • und Schmerzen

an einem oder mehreren Gelenken charakteristisch – häufig sind das Großzehengrundgelenk, aber auch Knie-, Sprung- und Fingergelenke betroffen.

Typisch für Gicht sind Schmerzen an Finger-, Knie- und Großzehengrundgelenk. (Bild: EVGENIY/fotolia.com)

Die Gelenksbeschwerden treten bei Gicht meist unvermittelt auf und führen, sofern sie unbehandelt bleiben, zu folgenschweren Komplikationen, darunter:

  • chronische Gelenksarthritis,
  • Knochendeformationen,
  • Schleimbeutelentzündungen,
  • Nierensteinleiden,
  • Niereninsuffizienz bis hin zum Nierenversagen.

Ursachen für gestörten Purinstoffwechsel

Die Medizin spricht bei einem erhöhten Harnsäurespiegel im Blut auch von der sogenannten Hyperurikämie. Sie bildet die physiologische Grundlage für Gicht und kann durch zwei verschiedene Mechanismen zustande kommen:

  1. Es wird zu viel Purin über die Nahrung aufgenommen.
  2. Es wird zu wenig Purin über die Niere ausgeschieden.

Bei zu geringer Ausscheidungsrate von Purin in Form von Harnsäure liegt meist eine angeborene Nierenfunktionsstörung vor. Diese primäre Hyperurikämie liegt bei gut 90 Prozent aller Gichterkrankungen vor. Typischer Weise lassen sich bei Betroffenen genetisch Bedingte Erkrankungen der Niere feststellen, die den Harnsäurestoffwechsel beeinträchtigen. Gelegentlich liegt auch eine angeborene Überproduktion von Purin vor, was allerdings die Ausnahme ist.

Die sekundäre Hyperurikämie, welche folglich zehn Prozent aller Gichtpatienten betrifft, ist dagegen eine erworbene Form der Krankheit. Als Auslöser kommen hier zum einen Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Leukämie in Frage, welche eine besondere Belastung für die Nieren darstellen und deshalb das Risiko von Niereninsuffizienz erhöhen. Zum anderen kann eine sekundäre Hyperurikämie natürlich auch auf eine stark purinreiche Ernährung zurückzuführen sein.

Gicht entsteht durch zu viel Purine und die anschließende Bildung von Harnsäurekristallen im Körper. (Bild: Gerhard Seybert/fotolia.com)

Wichtig: Ungeachtet der Ursache sollte sowohl bei primärer, als auch bei sekundärer Hyperurikämie darauf geachtet werden, die Ernährung soweit möglich frei von Purinen zu halten!

Keine Therapie ohne Ernährungsumstellung

Eine Störung im Harnsäurestoffwechsel wird nicht immer durch die oben beschriebenen Symptome auffällig, sondern läuft zu Beginn häufig einfach stumm im Körper ab. Neben Patienten im fortgeschrittenen Gichtstadium, die nach einer alkohol- und speisenreichen Feier am nächsten Tag mit stärksten Gelenksbeschwerden beim Arzt vorstellig werden, gibt es darum auch viele Fälle, in denen die Diagnose Gicht eher zufällig nebenbefundlich durch routinemäßige Laborkontrollen diagnostiziert wird. Ein entscheidender Hinweis, der beim Arzt den Verdacht auf Gicht erweckt, ist aber dennoch immer wieder die Information von Betroffenen, sich nach dem Verzehr von purinreichen Lebensmitteln irgendwie nicht so gut zu fühlen.

Wurde ein positiver Befund erst einmal gestellt, verfolgt die anschließende Therapie mehrere Teilziele, von denen viele nur durch medikamentöse Maßnahmen zu erreichen sind. Hierzu gehören:

  • Reduktion der Harnsäureproduktion durch Urikostatika wie Allopurinol,
  • Förderung der Harnsäureausscheidung durch Urikosurika wie Benzbromaron,
  • Hemmung von Gelenkentzündungen durch Wirkstoffe wie Colchicin.

Trotz der Vielfalt an medikamentösen Therapiemöglichkeiten ist eine dauerhafte Umstellung der Ernährung bei Gicht alternativlos. Denn nur durch eine Reduzierung von Purinen im Ernährungsplan lässt sich der Harnsäurestoffwechsel langfristig regulieren. Der positive Einfluss entsprechender Ernährungsmaßnahmen auf den Stoffwechsel ist manchmal sogar derart groß, dass nach erfolgreicher Umstellung gänzlich auf eine medikamentöse Therapie verzichtet werden kann. Dies hat zum Vorteil, dass die Gefahr unerwünschter Nebenwirkungen durch die Medikamente in der Behandlung entfällt.

Richtige Ernährung bei Gicht

Im Altertum galt die Gicht als Krankheit der Könige und des Adels. Denn schon damals war bekannt, dass die Krankheit vor allem bei Personen mit einem ausschweifenden Lebensstil entstand, der den üppigen Verzehr fetter und eiweißreicher Speisen wie Fleisch oder Käse sowie einen regen Alkoholgenuss mit sich brachte.

Lebensmittel, die sich die Normalbürger damals gar nicht in diesen Maßen leisten konnten. Da man früher aber noch nicht im Detail um die Zusammenhänge zwischen Ernährung und erhöhtem Harnsäurespiegel wusste, vielen die Ernährungsempfehlungen für Gicht-Patienten seiner Zeit äußerst hart aus. Neben einer Verordnung zu mehr Frömmigkeit und Buße für den dekadenten Lebensstil empfahlen Hofärzte zumeist eine strikte Diät der Selbstkasteiung, die Vermeidung jedweder Fleisch- und Wurstwaren sowie den Verzicht auf alle Arten von Alkohol. Zudem waren Aderlässe zur Ausleitung „schlechten Blutes“ Gang und Gäbe.

Im Altertum wurden bei Gicht eine strenge Diät und Aderlass verschrieben. (Bild: kulkann/fotolia.com)

Glücklicher Weise leben wir aber nicht mehr in den alten Zeiten, sodass Aderlass und Religion keinen Bestandteil medizinischer Behandlungsstrategien mehr bilden. Zudem erlebt die moderne Medizin derzeit auch in Sachen Ernährungsempfehlungen einen Umdenkprozess. Denn man weiß inzwischen, dass sich durch den strikten Verzicht auf bestimmte Lebensmittel zwar in der Regel eine Besserung der Gicht erreichen lässt, Körper und Geist des Betroffenen gleichzeitig aber auch in eine permanente Stressphase versetzt werden, welche die körperliche Abwehrfunktion herabsetzt, seelische Belastung befördert und auf diesem Wege die Entstehung anderer Krankheiten begünstigt.

Selbst Diabetikern wird deshalb nicht mehr empfohlen, gänzlich auf Schokolade oder Kuchen zu verzichten. Gegen ein Stück Torte bei der Familienfeier oder ein Eis an warmen Sommertagen ist hier nichts einzuwenden, solange es dabei bleibt und dies nicht mit Regelmäßigkeit vorkommt. Und auch Gicht-Patienten wird inzwischen nicht mehr zum knallharten Verzicht auf Purine geraten. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, purinarme Varianten purinreichen Lebensmitteln vorzuziehen.

Purinreiche Lebensmittel

Purine sind in allen Zellkernen des Körpers vorhanden. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der DNA und daher für den Aufbau neuer Zellen notwendig. Zelltypen, die sich verhältnismäßig häufig durch Zellteilung erneuern, enthalten daher besonders viele Purine. Aus diesem Grund sind vor allem die Zellen der Haut, der inneren Organe und des Muskelgewebes sehr purinreich. Dies gilt natürlich auch für tierische Lebensmittel. Ebenso enthalten die Zellen von sehr vermehrungsfreudigen Pflanzen viele Purine.

Gehäutete Forelle enthält nur halb so viel Purine wie Forelle mit Haut. (Bild: Maksim Shebeko/fotolia.com)

Mit Ausnahme von Milchprodukten, die trotz ihres Proteinreichtums gemeinhin als eher purinarm gelten, ist der Puringehalt bei vielen anderen Lebensmitteln eng mit dem Eiweißgehalt verknüpft. Man kann aus diesem Grund sehr vereinfacht sagen, dass sehr eiweißreiche Lebensmittel in der Regel auch viele Purine enthalten. Die Hitliste der Purinträger führen dabei tierische Lebensmittel wie Innereien, Wurstsorten, Fleischextrakt, Muskelfleisch und fettreiche Fischarten wie Makrele, Thunfisch oder Sardinen an. Auch einige pflanzliche Lebensmittel wie Sojaprodukte, Rosinen und Linsen spielen ganz oben in der Liste der purinreichen Lebensmittel mit. Insgesamt lassen sich folgende Lebensmittel als sehr purinreich definieren:

  • Alkohol (v.a. Bier),
  • Fleisch und Geflügel,
  • Fisch und Meeresfrüchte,
  • bestimmte Getreidesorten (z.B. Buchweißen und Grünkern),
  • Hefe,
  • Hülsenfrüchte (z.B. Erbsen, Bohnen oder Linsen),
  • Kohlgemüse (v.a. Sauerkraut),
  • Rosinen,
  • Sojaprodukte,
  • Spargel,
  • Tierinnereien (z.B. Herz, Leber oder Niere),
  • Wurstwaren (v.a. Leberwurst und Räucherschinken).

Einige dieser Lebensmittel lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen noch durchaus in Maßen genießen. Bei anderen Lebensmittelvarianten, wie zum Beispiel Tierinnereien, ist der Puringehalt allerdings derart hoch, dass ein kompletter Verzicht angeraten ist. Auch Lebensmittel mit Fleischextrakt, wie es häufig bei der Zubereitung von Fertiggerichten verwendet wird, sollten von Patienten mit Gicht nicht mehr gegessen werden.

Dabei kommt es neben dem Puringehalt auch darauf an, wie viel Harnsäure die jeweiligen Lebensmittel produzieren. So erzeugt eine gehäutete Forelle zum Beispiel nur 148 mg Harnsäure pro 100 g während Forelle mit Haut ganze 297 mg Harnsäure pro 100 g produziert. Es lohnt also, zu vergleichen, wenn man bedenkt, dass bei einem Harnsäurewert im Blut außerhalb des Normbereichs die tägliche Harnsäuremenge von maximal 500 mg nicht überschritten werden sollte, um eine Verbesserung durch Ernährungsumstellung zu erreichen.

Alkohol und Gicht

Ein akuter Gichtanfall wird nie durch Alkohol allein ausgelöst. Ist der Harnsäurespiegel im Blut aber bereits erhöht, kann eine überhöhte Zufuhr an alkoholischen Getränken einen Gichtanfall provozieren. Da der Körper Alkohol als Giftstoff einstuft, ist er in höchstem Maße dazu motiviert, diesen schnellstmöglich zu verstoffwechseln und über die Nieren wieder auszuscheiden. Hierfür drosselt er andere Stoffwechselprozesse zu Gunsten des Alkoholabbaus. In der Folge wird weniger Harnsäure über die Nieren ausgeschieden und der Harnsäurespiegel im Blut steigt.

Besonders angeregt wird diese Negativwirkung des Alkohols, wenn es sich bei dem alkoholischen Getränk um Bier handelt. Mit Bier führt man dem Körper nämlich nicht nur Alkohol, sondern durch die biereigene Hefe auch eine größere Menge an Purinen zu. Mit dem Biergenuss drosselt man also einerseits die Harnsäureausscheidung durch den darin enthaltenen Alkohol und erhöht gleichzeitig die Bildung von Harnsäure durch die darin enthaltenen Purine.

Das deutsche Nationalgetränk ist Gift bei Gicht. (Bild: Wolfilser/fotolia.com)

Eine der erfolgversprechendsten Maßnahmen zur Vermeidung und Behandlung von Gicht ist deshalb der kontrollierte Genuss von Alkohol. Wie weiter oben schon umrissen, macht dabei allerdings die Dosis das Gift. Gicht-Patienten wird daher empfohlen, den Alkoholkonsum auf besondere Anlässe und nach Möglichkeit auf Wein oder Sekt zu beschränken – und keinesfalls größere Mengen zu konsumieren.

Weitere Tipps zur Ernährung bei Gicht

Abgesehen von absoluten Tabulebensmitteln wie Fleischextrakt oder Bier, lässt sich die Ernährung relativ einfach purinarm, aber dennoch abwechslungsreich und schmackhaft gestalten. Wer beispielsweise gerne Linsengerichte isst, kann sich an der purinarmen Alternative Bulgur probieren. Und wer sonntags nicht auf Fleisch verzichten möchte, kann statt purinreicher Fleischvarianten wie Geflügel hautfreie Wildgerichte auf den Speiseplan setzen. Nachstehend einige Beispiele für purinarme Alternativen im Überblick:

Purinreiche Speise Purinarme Variante
Makrele, Thunfisch, Sardine Kabeljau, Scholle, Zander
Schweinefleisch, Geflügel Wildfleisch, Rindfleisch
Limburger Käse Edamer, Feta, Mozzarella
Erbsen, Linsen, Bohnen Bulgur
Buchweizen, Grünkern Weizen, Roggen
Vegetarisches Schmalz Margarine
Milchschokolade Zartbitterschokolade

Ebenfalls erwähnt sei, dass im Internet inzwischen zahlreiche Ernährungstabellen existieren, die den rechnerisch und experimentell festgestellten Purin- und Harnsäuregehalt verschiedener Lebensmittel auflisten. Zudem gibt es mittlerweile auch Purinrechner, die nach Angabe der Menge des jeweiligen Lebensmittels den tatsächlichen Puringehalt errechnen. Diese Hilfsmittel können in der Anfangszeit der Umstellungsphase als Orientierung sehr hilfreich sein.

Die Wahl der Lebensmittel hat entscheidenden Einfluss auf den Harnsäurespiegel im Blut. Aber es gibt noch eine Reihe weiterer Ernährungs- und Alltagsmaßnahmen, die sich bei Gicht positiv auf den Harnsäurestoffwechsel auswirken können:

  • Viel trinken: Gicht-Patienten sollten täglich mindestens zwei bis drei Liter Wasser, ungesüßten Tee oder stark verdünnte Saftschorle trinken. Die Flüssigkeitszufuhr hilft dabei, die Nieren durchzuspülen und so ihre Funktion aufrecht zu erhalten und zu verbessern.
  • Viel Bewegung: Bewegung hält bekanntlich den Stoffwechsel auf Trab. Gerade Menschen mit bestehenden Stoffwechselstörungen sollten ihren Körper darum durch regelmäßige Bewegungseinheiten zu einer besseren Umsatzrate ihres Stoffwechsels animieren.
  • Zucker vermeiden: Obwohl auch Gicht-Patienten täglich viel Obst und Gemüse zu sich nehmen sollten, ist möglichst auf größere Mengen des im Obst enthaltenen Fruchtzuckers (Fructose) zu verzichten. Zahlreiche Studien haben nämlich gezeigt, dass Fructose für ein erhöhtes Gichtrisiko sorgt und bei bereits vorliegender Erkrankung den Krankheitsverlauf weiter verschlimmern kann. Da man Fruchtzucker aus Obst nicht wegzaubern kann, sollten zumindest hochkonzentrierte Fruchtzuckerextrakte, wie sie beispielsweise in Säften und Süßigkeiten vorkommen, gemieden werden.
  • Richtige Zubereitung: Außerdem ist es sinnvoll, Lebensmittel in Wasser zu Kochen anstatt sie zu dünsten oder zu braten. Denn durch den Kochvorgang in Wasser gehen noch einmal zusätzlich Purine in das Kochwasser über, wodurch die Lebensmittel purinärmer werden.
  • Richtige Lagerung: Ziehen Sie, wann immer es geht, frische gelagerten Lebensmitteln vor. Auch geräucherte Waren sind zu vermeiden. Während des Lagerungs- und Räucherprozesses steigt nämlich der Purinanteil in den Lebensmitteln noch weiter an.
  • Regelmäßige Gewichts- und Blutchecks: Übergewicht ist nach Möglichkeit vorzubeugen. Wer bereits an Adipositas leidet, der ist dazu angehalten, sein Gewicht zu reduzieren. Ergänzend muss regelmäßig der Harnsäurespiegel im Blut getestet und die Medikamentendosis und Ernährung angepasst werden.
  • (ma)