Wechseljahrbeschwerden – Symptome, Dauer und Behandlung

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Wechseljahre- Anzeichen und Therapie

Dem Beginn ihrer Wechseljahre (Klimakterium) sehen viele Frauen ab Mitte 30 mit einer gewissen Anspannung, wenn nicht sogar mit Furcht entgegen. Nicht nur, dass sie den drohenden Verlust ihrer Fruchtbarkeit auch als einen Verlust von Teilen ihrer Weiblichkeit empfinden, machen Frauen im Klimakterium auch zahlreiche Beschwerden zu schaffen, die mit der situationsbedingten Hormonumstellung einhergehen. Es gibt jedoch eine Reihe von nützlichen Behandlungsmaßnahmen, die zumindest den symptomatischen Aspekt der Wechseljahre etwas abmildern können. Eine Frau, die ihren hormonellen Veränderungen rechtzeitig vorzubeugen weiß, kann das Geschehen sogar um eine Weile hinauszögern.


Was genau passiert in den Wechseljahren?

Der fachmedizinische Begriff für die Wechseljahre „Klimakterium” leitet sich vom griechischen Wort klimaktér ab und bedeutet übersetzt so viel wie „Stufenleiter” oder „kritischer Zeitpunkt im Leben”. Und tatsächlich bedeuten die Wechseljahre für nahezu jede Frau eine dramatische Wende, die sowohl körperliche, als auch psychische beziehungsweise seelische Veränderungen mit sich bringt.

Wechseljahre, mit der biologischen Uhr im Körper jeder Frau verbunden, sind ein natürlicher Zustand. (Bild: Erica Smit/fotolia.com)

Im Durchschnitt machen sich erste Anzeichen des Klimakteriums bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr bemerkbar. Allerdings ist das keine feste Regel. Bei einigen Frauen setzen die Wechseljahre bereits früher, gegen Ende oder gar Anfang 30 ein. Man spricht in solchen Fällen auch von einem vorzeitigen Klimakterium (Climacterium preacox). Andere Frauen bleiben mitunter bis Mitte 50 fruchtbar, wobei dies eher die Ausnahme ist. Ungeachtet des individuellen Eintrittsalters folgt der Ablauf des Klimakteriums jedoch einem konstanten Ablauf, der sich in mehrere Phasen einteilen lässt:

  1. Phase – Prämenopause:
    Bei der Frau kommt es zu einem Rückgang des Progesteronspiegels, was erste Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus bedeutet. Es kommt zu Zyklusunterbrechungen und damit zu ersten ausbleibenden Monatsblutungen.
  2. Phase – Menopause:
    Die Eierstöcke stellen ihre Produktion von neuen Eizellen ein, was dem Rückgang des Östrogenspiegels geschuldet ist. Nach einer letzten Regelblutung bleibt der Menstruationszyklus damit endgültig aus.
  3. Phase – Perimenopause:
    Diese Zeit bezeichnet eine ein- bis zweijährige Zeitspanne vor beziehungsweise nach der Menopause, in der es neben starken Hormonschwankungen auch zu finalen Umbauprozessen im weiblichen Körpergewebe kommt und schwere psychische Beschwerden auftreten können. So kann im Zuge der Perimenopause zum Beispiel die Knochendichte der Frau abnehmen, welche bis dato zu großen Teilen von weiblichen Hormonen bestimmt wurde. Ebenfalls typisch für die Perimenopause sind die berühmt-berüchtigten Gemütsschwankungen der Frau, welche mitunter in einer schweren Wechseljahrdepression enden können.
  4. Phase – Postmenopause:
    Dieser Zeitraum beschreibt die ersten zwölf Monate nach der letzten Regelblutung, also das (gedachte) Jahr nach der Menopause. Erst wenn dieser Zeitraum ohne weitere Spontanblutungen verstrichen ist, kann mit Sicherheit angegeben werden, dass die eigentliche Menopause bereits stattgefunden hat.

Welche Beschwerden verursachen die Wechseljahre?

Die Auswirkungen der wechseljahrbedingten Veränderungen im weiblichen Hormonhaushalt sind vielfältig. Dabei sind sowohl körperliche (physische) als auch geistige (psychische) Aspekte zu berücksichtigen.

Zu den Symptomen der Menopause gehört unter anderen eine schnellere Faltenbildung, die duch Veränderte Struktur des Bindegewebes verursacht wird. Dies kann aber als Zeichen der reifen Schönheit gelten! (Bild: chika_milan/fotolia.com)

Wechseljahrbedingte Hautprobleme

Physisch sind hier neben dem Verlust der Fortpflanzungsfähigkeit vor allem Umbauprozesse verschiedener Gewebestrukturen im Körper zu nennen, die entschieden von Hormonen mitbestimmt werden. Beispielsweise lässt durch den sinkenden Östrogenspiegel die Produktion des Proteins Kollagen nach. Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil im Bindegewebe der Haut und sorgt hier für eine angemessene Feuchtigkeitsversorgung. Nimmt der Kollagengehalt im Bindegewebe ab, hat dies verschiedene Auswirkungen. Allen voran bedeutet dies natürlich eine schlechtere Feuchtigkeitsversorgung der Haut, weshalb Frauen in den Wechseljahren häufig über

  • vermehrte Faltenbildung,
  • unreine Haut,
  • trockene Haut
  • und Pickel klagen.

Zum anderen lässt durch den Rückgang von Kollagen auch die Straffheit des Bindegewebes stark nach.
Das Unterhautfettgewebe wird nur noch unzureichend von Bindegewebsstrukturen gestützt, was zur Cellulite führt. Betroffen sind hiervon vor allem Körperteile, die von Natur aus reicher an Fettgewebe sind, also Brust, Bauch, Oberarme, Oberschenkel und Po. An diesen Stellen bilden sich dann auch meist Dehnungsstreifen, sofern sehr üppige Fettpölsterchen vorhanden sind. Außerdem erkennt man eine wechseljahrbedingte Cellulite an der Zunahme von Dellen in der Haut, was die Bindegewebsschwäche ebenfalls von außen sichtbar macht.

Insgesamt sind etwa 80 bis 90 Prozent der Frauen im fortgeschrittenem Lebensalter von Cellulite betroffen. Das ist viel, zeigt aber auch, dass dieser Prozess am weiblichen Körper völlig natürlich und kein Weltuntergang ist. Allerdings steigt durch die Umbauprozesse im Körpergewebe auch das Risiko von Brustkrebs, da die hier befindlichen Bindegewebsstrukturen umbaubedingt zu Knötchenbildungen und Zellentartungen neigen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind ab dem 40. Lebensjahr deshalb unerlässlich, um bösartige Gewebeveränderungen rechtzeitig entdecken zu können.

Geschwächte Knochen, Zähne, Nägel und Haare

Nun sind Haut und Bindegewebe aber leider nicht die einzigen Körperstrukturen, die den sinkenden Spiegel weiblicher Hormone zu spüren bekommen. Auch die Struktur von Zähnen, Knochen, Haaren und Fingernägeln wird entschieden von der Hormonlage mitbestimmt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Gesundheitsbeschwerden wie

  • brüchige Fingernägel,
  • Haarausfall,
  • dünnes Haar,
  • Osteoporose,
  • Gelenkbeschwerden
  • und Zahnverlust

während des Klimakteriums und danach zunehmen. Verantwortlich für derartige Strukturschwächen sind hier meist hormonell bedingte Störungen in der Nährstoffversorgung entsprechender Körperstrukturen. Denn Östrogen verbessert normalerweise die Aufnahme von Kalzium in Knochen und Zähnen, weshalb es bei Östrogenmangel schnell zu einer Unterversorgung des Skeletts und Zahnhalteapparates mit dem wichtigen Mineralstoff, also zum Kalziummangel, kommt. Auch das Nagel- und Haarwachstum wird bei Frauen durch das weibliche Geschlechtshormon angeregt. Bleibt es aus, sind Frauen deshalb vermehrt auf eine gezielte Nährstoffzufuhr von außen angewiesen, welche diese anregende Funktion übernimmt.

Zu den sichtbaren Symptomen der Wechseljahre gehört bei vielen Frauen das geschwächte Haar. (Bild: stokkete/fotolia.com)

Verdauungs- und Stoffwechselprobleme in den Wechseljahren

Auch die weibliche Verdauung ist im Zuge der Menopause nicht mehr so hart im Nehmen wie früher. Viele Frauen berichten davon, dass ihnen bestimmte Lebensmittel nach dem Einsetzen ihrer Wechseljahre zunehmend Verdauungsstörungen bereiten. Dabei handelt es sich oftmals um Produkte, die eine erhöhte Enzymaktivität zur Spaltung der Nahrungsbestandteile erfordern, wie zum Beispiel Käse oder Teigwaren. Da aber auch die Produktion von Verdauungsenzymen eng mit dem Hormonhaushalt verknüpft ist, sind Verdauungsprobleme und entsprechende Begleitsymptome wie

im Laufe der Wechseljahre nicht unüblich. Betroffene Frauen sollten deshalb ganz genau beobachten, inwieweit sich der Verzehr bestimmter Lebensmittel negativ auf ihre Verdauung auswirkt. Nicht zuletzt seien noch die berühmten Hitzewallungen erwähnt, die Frauen im Klimakterium immer wieder ereilen. Gemeinsam mit den Störungen in der Nährstoffversorgung und Beeinträchtigungen in der Nierenfunktion, wie sie ebenfalls kennzeichnend für viele Wechseljahrverläufe sind, zeigen die Hitzeschübe und Schweißausbrüche deutlich auf, wie eng Hormon- und Stoffwechselhaushalt zusammenhängen. Schwankt das eine, stolpert auch das andere, was sich mit Ausnahme einer Schwangerschaft kaum zu einem anderen Zeitpunkt im Leben einer Frau so deutlich manifestiert wie in den Wechseljahren.

Plötzliche Hitzewallungen sind ein sehr oft vorkommendes, fast symbolisches Symptom der Wechseljahre. (Bild: RFBSIP/fotolia.com)

Psychische Belastung

Schon allein die körperlichen Beschwerden machen Frauen in den Wechseljahren seelisch stark zu schaffen. Nicht nur, dass sich der Körper spürbar verändert und sich ein gewisser Alterungsprozess nicht mehr von der Hand weisen lässt, haben sie auch alle Hände voll zu tun, wenn es um das Ergreifen von Gegenmaßnahmen geht, um so manchem Umbauprozess erfolgreich die Stirn zu bieten. Ernährungsumstellungen, die richtige Hautpflege, Sport zur Gewebestraffung – der gesamte Alltag muss praktisch neu strukturiert und an die besondere Lebenslage angepasst werden, was eine große psychische Belastung darstellen kann. Gleiches gilt für Verdauungsstörungen, Knochen- und Rückenschmerzen, die während des Klimakteriums in regelmäßigen Abständen auftreten können.

Erschwerend hinzu kommen in den Wechseljahren aber auch seelische Probleme ganz anderer Natur.
Abgesehen davon, dass ein schwankender Hormonspiegel für äußerst lästige Stimmungsschwankungen und erhöhte Reizbarkeit sorgen kann, tun sich viele Frauen schwer damit, ihre Rolle als Frau neu zu definieren, wenn das eindeutigste Indiz der Weiblichkeit, nämlich ihre Fruchtbarkeit, zu schwinden beginnt. Ebenso sind optische Aspekte wie die Veränderung der Haut oder der Körperstatur psychisch für viele nicht gänzlich ohne Probleme hinzunehmen. Der Körperbau wird im Rahmen der menopausalen Vorgänge im Organismus nämlich je nach Veranlagung entweder deutlich rundlicher oder hagerer, was schon eine drastische optische Umstellung bedeuten kann. Auch die Bruststraffheit lässt signifikant nach und beschert der geplagten Frau zu allem Überfluss auch noch hängende Brüste, die sich nur begrenzt durch sportliche Maßnahmen behandeln lassen.

Besonders belastend sind die Wechseljahre außerdem für Frauen, die bis dato noch keine Familie gegründet haben. Ein unerfüllter Kinderwunsch ruft hier schon Jahre vor dem eigentlichen Klimakterium die sogenannte Torschlusspanik hervor. Von der Gesellschaft immer wieder ins Lächerliche gezogen, ist diese Panik für Betroffene alles andere als spaßig. Die tickende innere Uhr lässt sich nur mit Mühen ignorieren und schlägt spätestens mit Beginn der Wechseljahre in aller Intensität Alarm. Ist eine Frau zu Beginn der Wechseljahre alleinstehend, wird der innere Konflikt meist auch durch eine umfassende Angst vor dem Alleinsein verschärft. Diese kann sich zu regelrechten Panikattacken auswachsen. Worunter die weibliche Psyche in den Wechseljahren also am meisten leidet, sind die eigene Selbstwahrnehmung und das Selbstwertgefühl.

Manchmal kommen die ersten Anzeichen der Wechseljahre, wenn der Lebensentwurf noch nicht realisiert wurde. (Bild: robu_s/fotolia.com)

Wechseljahrbeschwerden natürlich behandeln

Um wechseljahrbedingte Beschwerden zu lindern, können Frauen an vielen verschiedenen Punkten ansetzen. Zunächst einmal ist es wichtig, sich mental mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass das eigene Leben eine im ersten Moment möglicherweise beängstigende, jedoch völlig natürliche Wende nimmt. Dieser Wendepunkt mag tiefgreifende Veränderungen für den Körper bedeuten, macht die betroffene Frau jedoch nicht weniger weiblich.

Ganz im Gegenteil sollten Frauen in den Wechseljahren diese besondere Lebensphase als deutlichen Ausdruck ihrer Weiblichkeit begreifen und sie dementsprechend handhaben. Denn bei all den Beschwerden, die die Menopause mit sich bringt, bietet sie der Frau doch auch Gelegenheit, ihre weibliche Identität völlig neu zu definieren. Außerdem erlauben die deutlich sicht- und spürbaren Veränderungen ein besseres Verständnis des eigenen Körpers und seiner Bedürfnisse. Die Gelegenheit also, um einen gesünderen Lebenswandel anzustreben und sich selbst mehr Gutes zu tun. Mutter Natur ist dabei – wie so oft – ein hervorragender Coach.

In der Menopause ist oft eine Umstellung der Ernährung erforderlich, dabei ist es wichtig, viele wertvolle pflanzliche Produkte auf dem Speiseplan zu haben. (Bild: karepa/fotolia.com)

Hormonhaushalt stabilisieren

Um die Komplikationen zu entschärfen, die in den Wechseljahren durch einen schwankenden Progesteron- beziehungsweise Östrogenspiegel entstehen, gibt es in der Naturheilkunde zahlreiche Frauenkräuter, die sich entweder als Tee zubereiten oder als Dragees einnehmen lassen. Aggressive Hormonpräparate sollten nämlich nur im äußersten Notfall eingenommen werden, da sie massiv in den Körperhaushalt eingreifen und womöglich zusätzliche Nebenwirkungen hervorrufen. Zudem kann man auch einige phytohormonhaltige Lebensmittel in die Ernährung einbauen, die den Hormonhaushalt stabilisieren. Phytohormone, das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die der Wirkung von Hormonen ähneln und deshalb bei regelmäßigem Verzehr deren Funktion im Körper übernehmen können. Zu den wichtigsten Heilkräutern beziehungsweise Lebensmitteln bei Wechseljahrbeschwerden gehören:

  • Fenchel – lindert Beschwerden wie Verdauungsprobleme und Stimmungsschwankungen.
  • Frauenmantel – das darin enthaltene Kaempferol hilft insbesondere gegen menopausale Osteoporose.
  • Hopfen – zählt zu den besten Frauenheilkräutern bei Wechseljahrbeschwerden und unausgeglichenem Hormonhaushalt.
  • Mönchspfeffer – enthält pflanzliches Progesteron und hilft insbesondere gegen Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen.
  • Rotklee – besitzt Phytohormone, die vor allem gegen Hitzewallungen helfen sollen.
  • Salbei – enthält den Wirkstoff Thujon, der gegen erhöhten Schweißfluss und Hitzewallungen wirkt.
  • Soja – besitzt pflanzliches Östrogen als Inhaltsstoff und empfiehlt sich speziell für die zweite Hälfte des Klimakteriums.
  • Yamswurzel – besitzt pflanzliches Progesteron als Inhaltsstoff und ist deshalb insbesondere für die erste Hälfte des Klimakteriums zu empfehlen.
In der neuen Lebensphase darf Bewegung nicht fehlen. (Bild: Halfpoint/fotolia.com)

Ernährung anpassen

Zusätzlich zu Lebensmitteln, die es vermögen, den Hormonhaushalt auszugleichen, sollten Frauen in den Wechseljahren auch auf eine Magen und Darm freundliche Ernährung achten. Auf diese Weise lässt sich menopausalen Verdauungsbeschwerden präventiv begegnen. Auch die gezielte Zufuhr von Nährstoffen, die Haut, Haare, Knochen, Zähne und Nägel kräftigen, ist während des Klimakteriums ratsam. Vor allem an Kalzium und Magnesium sowie Vitamin A, D und E hat der Körper während dieser Zeit einen erhöhten Bedarf. Insgesamt sind vor allem folgende Lebensmittelgruppen für eine menopausale Ernährung zu empfehlen:

  • Gemüse – ist aufgrund eines hohen Ballaststoffanteils sehr verdauungsfördernd und liefert gleichzeitig wichtige Vitamine und Nährstoffe. Besonders Steinpilze liefern dabei hohe Mengen des ansonsten in Lebensmitteln sehr rar gesäten Vitamin D. Wasserreiches Gemüse wie Gurken oder Tomaten verbessern wiederum die Feuchtigkeitsversorgung der Haut. Und das Vitamin A in Karotten ist für einen gesunden Haarwuchs wichtig. Kohlgemüse ist dagegen mit Vorsicht zu genießen, da es die menopausalen Blähungen fördern könnte.
  • Obst – ebenfalls sehr leicht bekömmlich und im Falle von Beerenfrüchten mit einer extra Portion an Antioxidantien ausgestattet, die freie Radikale in der Haut einfangen, was das Hautbild frischer und gesünder erscheinen lässt.
  • Milch- und Sauermilchprodukte – besitzen viel Kalzium und Magnesium, was Knochen und Zähnen guttut. Insbesondere Sauermilchprodukte stärken darüber hinaus die Darmflora und helfen bei der Verdauung.
  • Vollkornprodukte – sind reich an wertvollen Spurenelementen wie Zink oder Kupfer, die Nägel, Haare und Haut gesund halten. Daneben liefert Vollkorn hohe Mengen an Ballaststoffen, die die Verdauung fördern.
  • Pflanzenöle – liefern Vitamin E für eine gesunde Haar-, Haut- und Nagelstruktur. Die ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in vielen Pflanzenölen regen ferner den Stoffwechsel an, was die Nährstoffverteilung im Körper verbessert.
  • Fisch – Vitamin D, das sowohl für die Verdauung, als auch für Haut, Haare und Nägel wichtig ist, findet sich vor allem in Fischsorten wie Lachs, Hering und Sardinen. Zudem ist Vitamin D im Körper an der Produktion des sogenannten Glückshormons Serotonin beteiligt, was wechseljahrbedingte Stimmungsschwankungen entschärfen kann.

Haut- und Haarpflege

Auch wenn die menopausale Hormonlage der Haut stark zusetzt, gibt es heutzutage doch viele gute Pflegeprodukte, für die Haut ab 40, die es vermögen, die Bildung der Falten einzudämmen und Cellulite zu reduzieren. Auch für dünne Haare gibt es spezielle Pflegeserien. Im Vordergrund stehen sollten dabei natürliche Essenzen wie

  • Kieselsäure,
  • Gurkenextrakt,
  • Hibiskus
  • oder Heilerde.

Künstliche Zusatzstoffe sind dagegen zu vermeiden, da sie der geschwächten Haut- und Haarstruktur mehr zusetzen als nutzen könnten.

Um die Beschwerden zu mildern, eignet sich gerade in den Wechseljahren Yoga mit seiner Wirkung auf den Körper und den Geist sehr gut. (Bild: JackF/fotolia.com)

Sport und Bewegungsmaßnahmen

Zur Straffung des Bindegewebes können auch bestimmte Sportübungen helfen. Vor allem die Muskulatur des Oberarms, der Brust und der Schenkel sollte dabei gezielt gefordert werden, um Dehnungsstreifen entgegenzuwirken. Grundsätzlich sind regelmäßige Aufenthalte an der frischen Luft auch sinnvoll, um den Kopf freizubekommen. Vor allem Spaziergänge durch den Wald bieten hierbei wunderbare Möglichkeiten zur Entspannung. Diesbezüglich seien auch Entspannungsangebote wie Yoga oder Massagen angesprochen. Sie können ebenfalls zur Elastizität des Bindegewebes beitragen und vermitteln gleichzeitig Erholung und Ausgeglichenheit. (ma)

Autoren:
Miriam Adam, Dr. med. Andreas Schilling
Quellen:
  • JoAnn V. Pinkerton: Menopause, MSD Manual, (Abruf 09.07.2019), MSD
  • Ellen W. Freeman, Mary Sammel, Hui Lin, Deborah B Nelson: Associations of Hormones and Menopausal Status With Depressed Mood in Women With No History of Depression, Archives of General Psychiatry, (Abruf 09.07.2019), PubMed
  • Ellen W. Freeman, Mary Sammel, Li Liu, Clarisa R Gracia: Hormones and Menopausal Status as Predictors of Depression in Women in Transition to Menopause, Archives of General Psychiatry, (Abruf 09.07.2019), PubMed
  • Jens Keisinger, Nadja Keisinger, Petra Mayr: Heilen mit bioidentischen Hormonen, VAK Verlag, 1. Auflage, 2015
  • Robert Kopf: Klimakterium Menopause: Wechseljahresbeschwerden behandeln mit Homöopathie, Schüsslersalzen und Naturheilkunde, 2017
  • Ingrid Gerhard: Phytotherapeutika bei Wechseljahresbeschwerden, Klimakterium und Menopause, gynäkologie + geburtshilfe, Sonderheft 1/2016

Wichtiger Hinweis:
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