Grippepandemie – Tödliche Seuchen in der Geschichte

Pandemien Teil 2: Tödliche Grippen

Corona-Verharmloser behaupten gerne, das derzeit grassierende Coronavirus sei nicht schlimmer als eine „gewöhnliche Grippe“. Damit offenbaren sie, dass sie sowohl von der derzeitigen Coronapandemie wie auch von Influenzaviren keinen Schimmer haben: „Gewöhnliche Grippen“ gelten nicht nur als Kandidat Nummer 1 für Pandemien, da sie sich sehr schnell verbreiten und sehr schnell mutieren – sie zählen auch zu den Seuchen, die global die meisten Menschenleben forderten.

Grippen töten

Die Grippesymptome beschrieb als erster der antike Arzt Hippokrates. In den letzten 500 Jahren gab es mehr als 30 Grippepandemien. Drei davon fielen in das 20. Jahrhundert, und es waren nicht nur die, die unter den Grippeausbrüchen die meisten Menschen töteten. Eine von ihnen, die Spanische Grippe, stellte sogar zusammen mit der Beulenpest des 14. Jahrhunderts generell die Seuche der Geschichte dar, die die meisten Toten hinterließ.

3D-Illustration eines Influenza-Erregers.
Influenza-Viren sind weltweit verbreitet und sehr wandlungsfähig. Daher muss jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt werden. (Bild: abhijith3747/stock.adobe.com)

Auch in „normalen“ Grippejahren sterben derweil global im Schnitt 1,5 Millionen Menschen an Grippe. Weltweit befinden sich Wissenschaftler im permanenten Wettkampf mit den mutierenden Influenzaviren, um neue Impfstoffe zu entwickeln. Denn nur mit diesen lassen sich die Erreger bekämpfen.

„Influenza pandemics are like earthquakes, hurricanes and tsunamis: they occur, and some are much worse than others. The idea that we would not have another 1918-like event is foolish.” (Michael Osterholm, Direktor des Zentrums für Forschung und Politik im Bereich Infektionskrankheiten an der University of Minnesota)

Grippeviren – Eine Übersicht

  • Grippe (Influenza) ist eine durch Viren verursachte Erkrankung der Atemwege.
  • Eine „gewöhnliche Grippe“ ist keinesfalls harmlos, sondern eine ernste Erkrankung, die das Leben bedrohen kann.
  • Ein “grippaler Infekt“ zeigt ähnliche Symptome wie eine Grippe, der Erreger ist aber ein anderer.
  • In Deutschland kommt es vor allem im Winter zu Grippewellen, die unterschiedlich schwer verlaufen und sich unterschiedlich stark ausbreiten.
  • Impfstoffe gegen Influenza müssen jedes Jahr neu angepasst werden.
  • Grippe ist extrem ansteckend, da sich Tröpfchen, die die Viren enthalten, beim Niesen, Husten und Sprechen über die Luft verbreiten und eingeatmet werden.
  • Zugleich verbreiten sie sich, wenn der Virus mit Haut in Berührung gekommen ist und so über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangt.
  • Influenzaviren haften auch an Gegenständen, sodass wir sie über die Hände weiterreichen, wenn wir uns am Geländer festhalten oder eine Tür öffnen.
  • Auslöser von Grippepandemien sind in der Regel Grippeviren der Gruppe A. Diese ändern ständig ihre Oberflächenstruktur, sodass die körperliche Immunabwehr sie schwer erkennen und bekämpfen kann.

Grippe – Symptome

Bei jeder dritten Grippeerkrankung fühlen sich die Betroffenen plötzlich „typisch krank“ – sie haben Fieber, einen trockenen Husten, dazu Schmerzen im Hals, in den Gliedern, Muskeln, im Kopf und im Rücken. Bei manchen Menschen, oft bei Älteren, sind diese Symptome nicht stark und lassen sich leicht mit einer Erkältung verwechseln.

Eine unkomplizierte Grippe lässt nach rund fünf Tagen nach, allerdings kann der trockene Husten eine Weile anhalten. Es gibt aber keine Faustregel: Eine Grippeinfektion kann keine, leichte oder die beschriebenen Symptome zeigen. Sie kann aber auch sehr schwer verlaufen und zum Tod führen.

Grippe und Erkältung – Was sind die Unterschiede?

„Grippe“ setzen wir im Volksmund oft gleich mit einem „grippalen Infekt“ und/oder einer Erkältung. Diesen gemeinsam ist, dass es sich um virale Erkrankungen der Atemwege handelt. Eine Erkältung beginnt jedoch langsam. Es kratzt im Hals, wir sind heiser, dann folgen Schnupfen und Husten, und oft ist nach zwei Tagen alles ausgestanden, spätestens aber nach vier oder fünf Tagen.

Eine junge Frau liegt krank im Bett.
Typisch für eine Grippe ist der plötzliche Beginn der Erkrankung. Wie aus dem Nichts treten Symptome wie hohes Fieber, Abgeschlagenheit, Hals- und Kopfschmerzen auf. (Bild: Sven Vietense/stock.adobe.com)

Eine Grippe bricht hingegen plötzlich aus. In wenigen Stunden verändert sich das Gesundheitsgefühl von „alles in Ordnung“ zu „sehr krank“. Im Laufe eines Tages steigt das Fieber von Normaltemperatur oft auf bis 40 Grad Celsius. Schnell folgen Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen, Schnupfen und Husten. Bei einem mittleren Verlauf dauert eine Grippe rund eine Woche.

Grippe – Komplikationen

Die Gefahr bei einer Grippe sind Infektionen, die in Folge der Erkrankung auftreten. Dazu gehört eine Mittelohrentzündung, es können auch Entzündungen in Herz und Gehirn entstehen. Die häufigste Folge ist jedoch eine Lungenentzündung durch Befall mit Pneumokokken. Die allermeisten „Grippetoten“ sterben an einer solchen Lungenerkrankung.

Warum heißt die Grippe Influenza?

Im Mittelalter Europas kursierte die Vorstellung, dass Krankheiten durch die Stellung der Planeten beeinflusst würden. Die Sprache der Wissenschaftler und Medizin war Latein, und auf lateinisch heißt Einfluss Influenza.

Hippokrates nutzte 400 v. Chr. den Begriff Epidemie, der sich aus „epi“ und „demos“ für „über“ und „Volk“ zusammensetzt. Eine Epidemie ist also etwas (eine Krankheit), das über das Volk hereinbricht. „Pan“ stammt vom griechischen Adjektiv pas (im Neutrum pan), das bedeutet „alles“. Als vorangestelltes Wortbildungselement steht pan für ganz, umfassend oder total.

Medizingeschichte der Influenzaviren

Seit dem späten Mittelalter bezeichnet Influenza nur noch die Grippe. Im 8. Jahrhundert dezimierte eine Krankheit die Soldaten der Armee Karls des Großen. Die beschriebenen Symptome deuten auf eine Grippeepidemie hin. Laut Wolfgang Behringer gab es von 1500 bis 1800 drei bis sechs Influenza-Pandemien pro Jahrhundert, im Mittelalter zuvor lassen die unzureichenden Daten keine Aussage zu.

Die erste Grippepandemie ist im Jahr 1580 nachgewiesen. Wolfgang Behringer, Geschichtsprofessor für die frühe Neuzeit an der Universität des Saarlands, erforschte diese Seuchenwelle. Sie verbreitete sich vermutlich von Italien nach Mitteleuropa, von Deutschland nach Skandinavien und England.

Laut Behringer sprechen für eine Grippe hohes Fieber, Schüttelfrost, Rücken- wie Kopfschmerzen und ein heftiger Husten. Diese Symptome gaben der Krankheit ihren Namen.

Der französische Begriff „la grippe“ bedeutet, von etwas ergriffen zu werden. Plötzlich liegen die Menschen mit Schmerzen im Kopf, in den Gliedern und Muskeln im Bett, werden vom Fieber „gepackt“ und können sich kaum noch bewegen. In England bezeichneten Menschen die Krankheit wegen dieser Symptome als „new ache“, den neuen Schmerz. Dem Experten zufolge kursierten für die Grippe damals auch Namen wie „Spanischer Fips“, „Borstsuke“ (Brustseuche) oder „la coqueluche“.

Die übliche Behandlung solcher Erkrankungen war in der frühen Neuzeit der Aderlass. Dieser wirkt bei Infektionen, in denen das Immunsystem sowieso stark geschwächt ist, schädlich und oft sogar tödlich. In der damaligen Grippepandemie ist zum Beispiel bei der Königin von Spanien, Maria Anna, die Frage, ob sie an der Grippe starb – oder an den Aderlässen, die eingesetzt wurden, um diese zu behandeln.

Einer Person wird Blut aus einer Ader der Armbeuge abgenommen.
In der frühen Neuzeit wurde eine Grippe üblicherweise mit dem Aderlass behandelt. Doch dieses Verfahren schwächte viele Erkrankte eher, als dass es ihnen half. (Bild: Klaus Eppele/stock.adobe.com)

Schrecken der Neuzeit

Seit dieser ersten konkret belegten Grippepandemie folgten bis heute mehr als 30 weitere, die zahlreiche Todesopfer forderten. Die schlimmste von ihnen war die „Spanische Grippe“ von 1918 bis 1920, die Dutzende von Millionen Menschenleben kostete – Schätzungen reichten von 25 bis 50 Millionen, manche heutigen Historiker gehen aufgrund systematisch ausgewerteter Daten von 50 Millionen Opfern oder mehr aus. Die Spanische Grippe forderte demnach mehr Tote als der gesamte erste Weltkrieg, an dessen Ende sie wütete.

Auch die beiden folgenden Grippepandemien des 20. Jahrhunderts, die „Asiatische Grippe“ von 1957 bis 1968 und die „Hongkong-Grippe“ von 1968 bis 1970 töteten Millionen von Menschen. Zudem führten diese Pandemien, für Influenzaviren typisch, in der Folge zu regionalen Epidemien, da sich die in der Pandemie verbreiteten Viren vor Ort veränderten. So geht zum Beispiel ein Sprössling des Virustyps der „Hongkong-Grippe“ (Influenza-A Virus Subtyp H3N2) noch heute umher.

Grippe ist nicht harmlos

Aber auch ohne eine Pandemie sind Influenza-Epidemien keinesfalls harmlos. So erkrankten bei den Grippewellen in Deutschland 1995/96 und 2012/2013 jeweils mehr als acht Millionen Menschen, von denen wiederum rund 20.000 starben. 2017/2018 folgte die schwerste Grippewelle der letzten 30 Jahre. Es starben in Deutschland 25.100 Personen.

„Spanische Grippe“

„Die Seuche raste durch die Stadt. Die Krankenwagen der städtischen Sanitätskompanie sausten hin und her zwischen der Stadt und dem Lazarett (…) Die Schwerkranken fuhren in das Stadthospital.
(Alfred Döblin in „November 1918“).

Der amerikanische Soldat Albert Gitchell erkrankte am 4. März 1918 an einer starken Grippe im Camp Funston im US-Bundesstaat Kansas. Er war eines der ersten bekannten Opfer einer Pandemie, die als „Spanische Grippe“ bekannt, aber als erstes in diesem amerikanischen Militärlager belegt ist. Am selben Tag klagten hunderte anderer Soldaten im Camp über hohes Fieber, Hals- und Kopfschmerzen, und einige kamen mit schweren Entzündungen in das Militärkrankenhaus.

Unter den US-Soldaten verbreitete sich die Krankheit extrem schnell, und die Symptome setzten urplötzlich heftig ein – die Soldaten nannten sie treffend „knock-me-down-fever.“ Es handelte sich um ein Influenzavirus vom Subtyp A/H1N1. Diese erste Welle war jedoch nicht übermäßig tödlich. Vermutlich schleppten amerikanische Soldaten die Grippe nach Europa ein.

„Neapolitanische Grippe“ aus China?

Im Frühjahr 1918 kam es darauf in Europa zu einer ungewöhnlich schweren Grippewelle. Besonders häufig infizierten sich Soldaten im jungen Erwachsenenalter. Dann erkrankte auch Alfonso XIII, der König von Spanien, und Ende Mai wurde die Zahl der Erkrankten im Land auf 200.000 geschätzt. Indessen kursierten Spekulationen, wo die Grippe ihren Ursprung hatte. Mal sollten militärische Helfer sie aus China eingeschleppt haben, mal sollten die Russen sie verbreitet haben (vermutlich auch eine Assoziation zur „Russischen Grippe“ 1889). Der rechte General Ludendorff machte China verantwortlich.

Bald schon hieß die Seuche in Europa die „Spanische Grippe“, dabei hatte sie ihren Ursprung nicht in Spanien. Als die Krankheit auf der Iberischen Halbinsel tobte, hatte sie schon weite Teile Europas erfasst. Noch war aber der Krieg nicht beendet, und in den kriegführenden Staaten unterlag die Presse einer strengen Zensur – zudem stand der Krieg im Zentrum der Medien. Spanien war neutral, und das war einer der Gründe, warum der Ausbruch der Pandemie hier Schlagzeilen machte. In Spanien selbst hieß die Seuche „Neapolitanische Grippe.“

3D-Weltkugel vor schwarzem Hintergrund
Die spanische Grippe verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit auf der ganzen Welt und forderte zwischen 1918 und 1920 Schätzungen zufolge bis zu 50 Millionen Todesopfer. (Bild: abrilla/stock.adobe.com)

Spanische Grippe umrundet die Welt

In Wirklichkeit grassierte die „Spanische Grippe“ spätestens im Juni 1918 längst in Portugal, Italien, Griechenland und in den Staaten des Maghreb sowie im Laufe des Jahres in England, Schottland und Wales, Frankreich und den Ländern Osteuropas. Dänemark und Norwegen erreichte die Seuche im Juli, die Niederlande und Schweden im August, und im September befiel sie Australien.

Die Franzosen nannten sie „la grippe“, die Briten „the flu“, die Amerikaner auch „three day fever“ oder „purple death“ (vermutlich, weil der Körper der Grippeopfer wegen des Mangels an Sauerstoff dunkel anschwoll). Deutsche Soldaten sprachen vom „Blitzkatarrh“ und vom „Flandern-Fieber“.

Sie suchte bald Kuba heim und die Philippinen, ebenso Indien. Vermutlich infizierten sich 500 Millionen Menschen, also jeder Dritte, der damals auf der Erde lebte. Am Ende töteten die drei Wellen der Influenza von 1918 bis 1920 geschätzte zweieinhalb bis fünf Prozent der Weltbevölkerung – mutmaßlich 25 bis 50 Millionen Menschen.

Die schlimmste Seuche seit dem Schwarzen Tod

Das Virus mutierte. Im Spätsommer 1918 erschien eine weit tödlichere Form der Spanischen Grippe als die erste Welle an drei Stellen in drei Kontinenten am Atlantik: Freetown in Sierra Leone, Brest in Frankreich und Boston in den USA. Nach Freetown hatten Seeleute des britischen Schiffes HMS Mantua die Seuche eingeschleppt. Zwei von drei Einheimischen wurden krank, und drei Prozent der Erkrankten starben.

Der Dichter Guillaume Apollinaire starb im November 1918 in Paris an Lungenversagen infolge der Infektion. Sein Körper war durch den Sauerstoffmangel schwarz angelaufen, Opfer „ertranken“ an ihren eigenen Körperflüssigkeiten. Die Times schrieb über eine „plague unmatched since the Black Death“.

Von Neuseeland bis Alaska

In Philadelphia starben 5000 Bürger in einer Woche, in Kimberley in Südafrika 2500 Arbeiter in Diamantminen, nachdem die Grippe mit der neuen Eisenbahnlinie vom Kap gekommen war. In brasilianischen Slums reihten sich die Leichen auf den Straßen. Die mit Menschen auf engstem Raum überfüllten Städte Indiens traf es sehr hart, doch die Viren erreichten auch entlegene Siedlungen „am Ende der Welt“ wie in Alaska.

In Preußen und der Schweiz erkrankte die Hälfte der Bevölkerung. Tansania, Sambia, Mosambik, Staaten Amerikas und des Pazifiks beklagten unzählige Tote, im November verbreiteten Soldaten die Plage in Neuseeland.

Am schlimmsten traf es Indien, die Schätzungen schwanken von fünf bis 12 Millionen Toten, in den USA beendete die Grippe das Leben von rund 500.000 Menschen, in Spanien starben 147.000 und in Italien rund 500.000, der größere Teil im Süden des Landes.

Befallene Organe

Bei den Verstorbenen war meist der Respirationstrakt betroffen, seltener der mittlere Teil der Brusthöhle. In den Lungen wütete die Entzündung besonders in den Unterlappen, oft war die Milz vergrößert, bisweilen die Leber, sehr häufig die Hirnhäute, was auch erklärt, warum Überlebende oft wochenlang an Nervenstörungen litten. Nierenblutungen traten gelegentlich auf, Nierenentzündungen seltener.

Verschwörungsfantasien

Verschwörungsfantasien grassierten, in denen der jeweilige Kriegsgegner die Krankheit verbreitet hatte. Philipp Doane vom „Health and Sanitation Section of the Emergency Fleet Corporation“ sagte:
„Für deutsche Agenten wäre es ganz einfach, den Krankheitserreger in einem Theater oder einem anderen Ort, wo viele Menschen versammelt sind, freizusetzen. Die Deutschen haben Epidemien in Europa gestartet. Es gibt keinen Grund, warum sie mit Amerika behutsamer umgehen sollten.“

Drei Wellen – schwer, mörderisch und tödlich

Im Frühjahr 1918 verlief der Ausbruch meist milde, und Medienberichten zufolge erholten sich viele der Kranken in Spanien bald wieder. Die Herbstwelle hingegen wurde mörderisch. Die dritte Welle 1919, die vielleicht bereits eine Nachepidemie darstellte, war tödlicher als die erste, aber weniger tödlich als die zweite.

Ausländische Medien berichteten, dass in Spanien die meisten Infizierten der ersten Welle wieder gesund wurden. Ganz anders sah es im Herbst aus: In Preußen und der Schweiz erkrankte jeder zweite Bürger, und 1919 waren die Auswirkungen der dritten Welle zwar weniger schlimm, aber immer noch erheblich.

Hausangestellte, Inuit und Maoris

Zwischen August und Dezember 1918, in der zweiten Welle, verliefen Ausbruch und Verlauf der Erkrankungen sehr schnell, und viele Betroffene starben nach wenigen Stunden. Überlebende litten häufig über Wochen an chronischer Erschöpfung, Nervenstörungen und Depressionen. Nahezu alle Tuberkulosepatienten, die an der Grippe erkrankten, starben an Lungenversagen.

3D-Illustration von Grippeviren, die über die Nase in den Atmungstrakt eines Mannes gelangen.
Influenza-Viren schädigen durch ihre schnelle Vermehrung die Schleimhaut der Atemwege und schwächen die Abwehrkräfte. In der Folge wird der Körper anfälliger für schwerwiegende Komplikationen wie zum Beispiel eine Lungenentzündung. (Bild: Axel Kock/stock.adobe.com)

In Indien starben besonders viele Frauen, die die Kranken pflegten und an Immunschwäche wegen Eisenmangel litten. In Paris waren ein Viertel der an der Grippe verstorbenen Frauen Hausangestellte, die in überfüllten Zimmern hausten, keine Heizung hatten und mangelernährt waren, was auch Vitamin- und Mineralienmangel bedeutete. Werden zu wenig Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen, führt dies zu einem stark geschwächten Immunsystem. Am schlimmsten traf es die Ureinwohner in Neuseeland, Samoa und Amerika. Unter betroffenen Inuit lag die Sterberate bei 25 bis 90 Prozent.

Tod in der Blüte des Lebens

Insgesamt fielen der Influenza-Pandemie aber vor allem viele junge Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren zum Opfer – im Gegensatz zu anderen Grippen, die vor allem bei Kindern und alten Menschen schwer bis tödlich verlaufen. Heute wissen wir, warum. Der Evolutionsbiologe Worobey und sein Team untersuchten im Rahmen einer Studie, wie der H1N1-Erreger in der Spanischen Grippe mutierte, und verglichen dies mit anderen H1N1-Viren sowie der Schweinegrippe.

Sie fanden heraus, dass sich die Spanische Grippe im Winter 1917 bildete, als sich ein Virus der Vogelgrippe mit einem menschlichen H1-Virus mixte. Die ganz Alten und ganz Jungen seien mit diesem H1-Typ in Kontakt gewesen, die Menschen zwischen 20 und 40 hätten sich als Kinder hingegen mit einem H3N8-Grippeerreger infiziert. Sie hätten deshalb keine Abwehr gegen H1N1 gehabt.

Deshalb war der Grund für die tödliche Wirkung des Virus die fehlende Immunabwehr, was auch erklärt, warum so viele Erkrankte eine Lungenentzündung erlitten. Die fehlende Immunität erklärt auch, warum Maoris und Inuit so oft an der Krankheit starben: Sie waren mit dieser Variante der Influenza nie in Berührung gekommen.

Zwar verbreitete sich die Grippe rapide in den Massenlagern der Soldaten, auf den Schiffen, in den Slums von Brasilien und Indien, und ungenügende hygienische Verhältnisse sowie fehlende Medikation trugen zu ihren schweren Verläufen bei. Die Ursache dafür, dass sie so tödlich wirkte, lag aber daran, dass die Betroffenen keine Immunkörper gegen dieses spezifische, mutierte Grippevirus entwickelt hatten.

Lungenpest und Bakterium?

Erst 1933 wurden Influenzaviren entdeckt, und viele Wissenschaftler bezweifelten bei den Ausbrüchen von 1918-1920, dass es sich um eine Grippe handelte. Da die meisten an einer Lungenentzündung starben und dunkel anliefen, hielten einige Ärzte die Krankheit für eine Art Lungenpest. Immerhin hatte es gerade 1910 in der Mandschurei eine Pestepidemie gegeben.

Der Pestwissenschaftler Anton Ghon reiste in die Schweiz und untersuchte die Symptome der dort grassierenden Seuche und versicherte, es handle sich nicht um die Pest, sondern um eine außergewöhnliche Form der Grippe.

Tatsächlich war nicht die Grippe selbst, sondern eine durch Streptokokken, Pneumokokken und andere Bakterien in Folge der Virusinfektion hervorgerufene Lungenentzündung für den Großteil der Todesfälle verantwortlich.

Auch die Influenza galt bei Ausbruch der Spanischen Grippe noch als bakterielle Infektion. 1892, während der Russischen Grippe, hatte der Arzt Richard Pfeiffer einen Bazillus „Haemophilus influenzae“ isoliert, der es sogar in die Lehrbücher der medizinischen Wissenschaft schaffte. Dieser trat tatsächlich bei Betroffenen auf, die während der Grippepandemie 1889/90 verstorben waren – doch er war nicht die Ursache der Erkrankung.

Therapie der Spanischen Grippe

Behandlungen der Spanischen Grippe waren überall unzureichend, weil es keine Schutzimpfung gab. Ärzte nutzten Chinin, sie desinfizierten den Rachen mit Borsäure, verordneten das Inhalieren von Ölen wie Kampfer, Pfefferminze oder Eukalyptus. Andere versuchten es mit massivem Konsum von Alkohol. Die Ärzte konnten lediglich Symptome lindern.

Sie setzten Koffein und Digitalis ein, um die Herzaktion der Lungenerkrankten aufrecht zu halten, sie verabreichten Kodein und Opium gegen den Husten und nutzten fiebersenkende Medikamente. Aspirin galt als Mittel Nummer 1.

Eine Frau mit weißem Kittel und blauen Handschuhen zieht einen flüssigen Arzneistoff in eine Spritze auf.
Die spanische Grippe hat gezeigt, welche Folgen eine Influenzapandemie haben kann, wenn kein geeigneter Impfstoff existiert. (Bild: REDPIXEL/stock.adobe.com)

Eine Warnung der Geschichte

Die Spanische Grippe lehrt: Eine Grippe, gegen die keine Impfung besteht und gegen die Menschen keine Grundimmunität entwickelt haben, ist alles andere als eine „normale“ Krankheit im Winter, die dazu führt, dass wir einige Tage mit Fieber im Bett liegen.

Die Spanische Grippe ist nicht nur ein Lehrstück für die Entwicklung von Impfstoffen, sondern auch eine Warnung der Medizingeschichte. Influenza setzen „Normalbürger“ oft gleich mit einem grippalen Infekt. Der gehört im Herbst und Winter fast dazu und ist zwar unangenehm, nach einigen Tagen mit Fieber, Kopfschmerzen und Bettruhe aber wieder vorbei.

Die Spanische Grippe, ein „ganz gewöhnlicher“ Grippeerreger, kostete hingegen mehr Menschen das Leben als vermutlich alle anderen Seuchen zuvor – außer der Beulenpest des 14. Jahrhunderts.

Die Asiatische Grippe

Die zweite große Grippepandemie des 20. Jahrhunderts schlug 1957/58 zu. Viel hatte sich in der Medizin seit 1918 geändert. Die Wissenschaft wusste, dass Influenza durch Viren ausgelöst wird, und sie hatte Impfstoffe gegen die Erkrankung entwickelt. Auch das verhinderte jedoch weder die globale Verbreitung der Seuche noch unzählige Tote.

Im Februar 1957 wurden Fälle einer neuartigen Influenza in Singapur gemeldet, im März 1957 brach die Grippeepidemie in Kanton in China aus. Im April registrierte Hongkong die ersten Grippekranken, aus ihnen wurden Hunderttausende; die Epidemie wurde zur Pandemie, breitete sich im Mai in Südostasien aus, dann in ganz Asien, waberte in den vorderen Orient, nach Afrika und Südamerika.

In Japan wurden offiziell 2,5 Millionen Grippekranke registriert, in Singapur und Malaysia eine halbe Million, in Indonesien infizierten sich 20 Prozent der Bevölkerung, auf Formosa zwei Millionen Menschen. Im Juni 1957 hatte sie Deutschland erreicht. Behörden warnten davor, die Gefahr zu dramatisieren – sie wurden bald eines Besseren belehrt.

Kleinere Seuchenherde entstanden in Holland und England, in den USA, Mexiko und der Karibik. Meist standen diese in klarem Zusammenhang mit Schiffs- und Flugverbindungen nach Asien. So schleppten Grippekranke auf dem Truppentransporter „General Daniel I Sultan“ die Seuche nach Kalifornien ein, in Rotterdam wurde der erste Fall in Europa durch die Passagiere eines Dampfers aus Djakarta eingeführt. Während die Welle in Asien abflaute, sprühte sie von kleineren Herden aus in Europa.

Ende Mai erklärte die WHO diese neuartige Influenza zu einer Pandemie – einer globalen Krankheitswelle. Schutzimpfungen in den betroffenen Gebieten hatten keinen Erfolg. Der Erreger reagierte nicht auf die herkömmlichen Impfungen. Dabei ähnelte das Krankheitsbild dem bekannter Grippe-Epidemien.

Suche nach dem Impfstoff

Nach der Entdeckung injizierten Virologen das Virus in angebrütete Hühnereier und sandten die vermehrten Erreger an 57 Forschungsinstitute weltweit. Noch galt die Grippe als leichtere Erkrankung, und es gab keine längere Quarantäne für Flug- und Seereisende. Manche Wissenschaftler meinten, im Sommer sei keine Grippesaison und das Singapur-Virus würde sich nicht flächendeckend verbreiten.

Asiatische Grippe – Symptome

Die Asiatische Grippe begann bei voll Gesunden mit akutem und hohem Fieber, einem frontalen Kopfschmerz, Glieder- und Muskelschmerzen. Die Betroffenen fühlten sich sehr krank und chronisch erschöpft.

Die Krankheit dauerte akut nur zwei bis fünf Tage. Der Rachenring rötete sich, und die Nasen- wie Augenschleimhäute entzündeten sich. Manche Betroffene litten unter Durchfall. Lungenentzündungen als Folge traten weit seltener auf als bei der Spanischen Grippe. Die Sterberate war mit mutmaßlich 0,4 Prozent der Erkrankten wesentlich geringer als bei der Pandemie von 1918, indessen erkrankten rund 20 Prozent der Weltbevölkerung, und die Todesopfer gingen in die Millionenhöhe.

Eine Frau sitzt mit gesenktem Kopf auf dem Bettrand und hält sich die Hand an die Stirn.
Typische Symptome bei der Asiatischen Grippe waren unter anderem plötzlich auftretende, starke Kopfschmerzen, hohes Fieber und Erschöpfung. (Bild: fizkes/stock.adobe.com)

Wer war der Erreger?

Der Erreger der Asien-Influenza war ein bisher unbekannter Stamm des Influenza-A-Virus, ohne Beziehung zu den B, C und D Stämmen. Impfstoffe gegen den Virustyp A halfen nicht gegen den neuen Stamm, der jetzt den Namen Virus A Singapur erhielt. Sehr alte Menschen hatten Antikörper gegen diesen Stamm gebildet, sodass er vermutlich gegen 1900 schon einmal aufgetreten war.

Der niederländische Professor Mulder kam deshalb zu dem Schluss, dass es sich gar nicht um einen neuen Erreger handelte, sondern dass das Singapur-Virus identisch sei mit dem Grippeerreger, der 1889 die Russische Grippe ausgelöst hatte. Heute wissen wir, dass der Erreger der Asiatischen Grippe aus Rekombination entstand, in der ein Grippevirus von Menschen und eines der Vogelgruppe die jeweils gleiche Zelle infizierten.

Hongkong-Grippe

Die Hongkong-Grippe war die letzte große Grippe-Pandemie. An ihr starben rund eine Million Menschen weltweit. Heute wissen wir, dass sie aus einer Kombination von Geflügelpestviren mit Influenzaviren von Menschen entstand. Sie formte den heute etablierten Grippetyp H3N2.

Von Hongkong verbreitete sich das Virus auf die Philippinen, nach Singapur, Vietnam, Indien, Australien, Afrika, Südamerika und Europa. Soldaten, die aus dem Vietnamkrieg kamen, brachten den Erreger in die USA. Weltweit erreichten die Todeszahlen im Dezember 1968 und im Januar 1969 ihren Höhepunkt.

In Hongkong infizierten sich 500.000 Menschen, 15 Prozent der Bevölkerung. Dort war die Zahl der Erkrankten so hoch, dass Krankenhäuser und Behörden wenig mehr machen konnten, als den Infizierten zu raten, zu Hause zu bleiben und im Bett zu liegen. Die Infrastruktur in Hongkong war schwer getroffen. Zweihundert von dreihundert Arbeiter der Hongkong Telephone Company und der China Light and Power erkrankten.

Die Todesrate blieb geringer als bei der Spanischen Grippe, aber der Erreger war extrem ansteckend. Symptome hielten bis zu zwei Wochen an, dazu zählten hohes Fieber, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und ein Schwächegefühl. Ein Impfstoff war zwar schnell entwickelt, doch in vielen Ländern, in denen die Pandemie zuschlug, erst erhältlich, als sie ihre Toten bereits gefordert hatte.

Warum die Hongkong-Grippe global weit weniger tödlich verlief als die Asiatische Grippe zuvor, lag vermutlich an der Grundimmunität, die sich gegenüber dieser gebildet hatte. Das „Hongkong-Virus“ entwickelte sich vermutlich aus dem Virus der Asiatischen Grippe. Der Hongkong Influenza A Subtyp H3N2 entstand mutmaßlich aus einem Antigenshift, in dem sich die Oberfläche des Virus veränderte – hin zu dem neuen H2 Subtyp. Weil jetzt aber sehr viele Menschen, die global der Asiatischen Grippe 1957 ausgesetzt waren, einen Immunschutz gegen diesen Erreger entwickelt hatten, hielt ihr Immunsystem auch halbwegs der Hongkong-Grippe stand.

Trotz rund vier Millionen Infizierten in Polen gab es hier keine hohen Todeszahlen – ebensowenig in Bulgarien, der Tschechoslowakei, Finnland, Ungarn, den Niederlanden, Deutschland und sogar Island, Schweden und Teilen der UDSSR. Meist verlief die Krankheit mild.

In einer zweiten Welle kam es zu Epidemien in Kenia, Brasilien und Ceylon (Sri Lanka), 1969 brach die Grippe im März in Südafrika, im Mai in Argentinien, Chile, Neuseeland und Uruguay aus. Diese zweite Welle verursachte fast überall mehr Tote als die erste – bis heute ist unklar warum.

In Japan waren nur relativ wenige Menschen betroffen, in den USA verbreitete sie sich weit, und die Zahl der Toten war enorm. Im Unterschied zur Spanischen Grippe waren die meisten Todesopfer (wie sonst bei Grippen typisch) sehr alte Menschen und Kinder.

Das H3N2-Virus, das die Pandemie von 1968 auslöste, ist nach wie vor aktiv und löst immer wieder regional saisonale Grippewellen aus. In den 1990ern wurde ein ähnliches Virus aus Schweinen isoliert. Wissenschaftler vermuten, dass das menschliche H3N2-Virus auf Schweine übersprang – nicht umgekehrt.

Eine belebte Straße in Hongkong mit vielen Geschäften und Leuchtreklamen.
Sowohl die Asiatische Grippe als auch die Hongkong-Grippe haben ihren Ursprung in China. (Bild: wooooooojpn/stock.adobe.com)

China – Die Brutstätte der Grippe?

Zwei der drei größten Grippepandemien des 20. Jahrhunderts entstanden in China, die Asiatische Grippe ebenso wie die Hongkong-Grippe. Die Behörden und Wissenschaftler in Hongkong wurden von der WHO 1970 ausdrücklich gelobt, da ihre schnelle und effektive Kooperation ermöglichte, das Virus zu isolieren und einen Impfstoff zu entwickeln.

Die Schweinegrippe

2009 warnte die damalige Chefin der WHO vor einer neuen Grippepandemie. Ein A-Subtyp H1N1 der Grippe ging um, der von Schweinen bekannt war. Von April bis Juni hatte die Grippe 74 Länder erfasst, in Deutschland sorgte sich das Robert Koch Institut, weil die Menschen hierzulande gegen das neuartige Virus weder geimpft waren noch eine Grundimmunität entwickelt hatten.

Doch es sah schlimmer aus als sich die Pandemie schließlich entwickelte. Gingen die Wissenschaftler von Fällen in Mexiko zuerst von einer Sterberate von 27 Prozent aus, zeigte sich schnell, dass die Mortalität in Wirklichkeit unter einem Prozent lag. In Deutschland gab es rund 350 Todesfälle durch die „Schweinegrippe“, während die normalen Grippewellen bis zu 20.000 Todesopfer pro Jahr fordern.

Weltweit lag die Zahl der Toten am Ende bei rund 18.000, deswegen ist es in der Wissenschaft auch umstritten, die Schweinegrippe als Pandemie zu bezeichnen. Die WHO sah sich besonders in sozialen Medien dem Vorwurf ausgesetzt, sie habe Panik verbreitet und eine merkwürdige Definition von Pandemie.

Das Schweinegrippevirus hat seinen Schrecken verloren und ist eines der jährlichen saisonalen Grippeviren. Die damalige WHO-Chefin Briand rechtfertigte hingegen Massenimpfungen zu Beginn des Ausbruchs der Schweinegrippe damit, dass niemand hätte abschätzen können, ob es sich nicht viel schlimmer entwickelt.

Nach der Pandemie ist vor der Pandemie

Zudem warnte sie davor, das Risiko einer Pandemie nicht zu unterschätzen – mit Worten, die sich im Februar 2020 bewahrheiteten: „Es ist keine Frage «ob», sondern «wann» eine neue Pandemie kommt.“ Die WHO berief das Global Preparedness Monitoring Board, eine Expertenkommission von 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die die Gefahren einer Pandemie analysierten. Diese warnten im September 2019, dass die Staaten der Welt und die globalen Organisationen unzureichend auf eine globale Seuche vorbereitet seien.

Nicht Grippe, sondern Corona

So könnte sich ein pandemischer Grippevirus in 36 Stunden in der ganzen Welt verbreiten und bis zu 80 Millionen Menschen töten. Panik würde entstehen, die Wirtschaft der Nationalstaaten würde ebenso zusammenbrechen wie die nationale Sicherheit. Die Regierungen seien nicht auf eine solche Katastrophe vorbereitet, schlossen die Experten.

Ein halbes Jahr später ist die Pandemie da, kein Grippe- sondern ein Coronavirus, und leider wird deutlich, dass die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen Recht behalten: Kaum ein Land ist in der Lage, angemessen auf das Desaster zu reagieren. (Dr. Utz Anhalt)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Dr. phil. Utz Anhalt
Quellen:
  • Crosby, Alfred W.: America's Forgotten Pandemic: The Influenza of 1918, Cambridge University Press, 2003
  • Barry, John M.: The great influenza The epic story of the deadliest plague in history, Viking Press, 2004
  • Witte, Wilfried: Tollkirschen und Quarantäne. Die Geschichte der Spanischen Grippe, Klaus Wagenbach Verlag, 2008
  • Vasold, Manfred: Die Spanische Grippe. Die Seuche und der Erste Weltkrieg, Primus Verlag, 2009
  • Salfellner, Harald: Die Spanische Grippe: Eine Geschichte der Pandemie von 1918, Vitalis, 2018
  • Spinney, Laura: 1918 - Die Welt im Fieber: Wie die Spanische Grippe die Gesellschaft veränderte, Carl Hanser Verlag, 2018
  • Cockburn, Charles W.; Delon, P. J.; Ferreira, W.: Origin and progress of the 1968-69 Hong Kong influenza epidemic, in: Bulletin of the World Health Organization, 41(3-4-5): 343–348, 1969, PMC
  • Der Spiegel: Grippe-Epidemie. Viren aus Singapur, Ausgabe vom 2. Juli 1957, Seite 46-47 (Abruf: 6.4.2020), DER SPIEGEL
  • Worobey, Michael; Han, Guan-Zhu; Rambaut, Andrew: Genesis and pathogenesis of the 1918 pandemic H1N1 influenza A virus, in: PNAS, 111(22): 8107-8112, Juni 2014, PNAS
  • Universität des Saarlandes: Die "erste" Grippe-Pandemie: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen anno 1580, Pressemitteilung vom 09.01.2008 (Abruf: 7.4.2020), idw
  • Bundesministerium für Gesundheit (BMG): Influenza (Grippe) (Abruf: 7.4.2020), BMG
  • Robert Koch Institut (RKI): Influenza (Abruf: 7.4.2020), RKI

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.


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