Morbus Bechterew

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Morbus Bechterew; Spondylitis ankylosans; Bechterewsche Erkrankung.

Morbus Bechterew ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke. Meist sind die kleinen Gelenke der Wirbelsäule und die sogenannten Iliosakralgelenke (Sacroiliitis) betroffen. Es können aber auch andere Organe befallen werden, wie beispielsweise die Regenbogenhaut (Iris), die mittlere Augenhaut (Uveitis) und der Ziliarkörper des Auges (Iridozyklitis).

Die Ursache scheint eine Autoimmunrektion des Körpers zu sein. Das bedeutet, dass das Immunsystem bestimmte Strukturen im betroffenen Organismus aus ungeklärter Ursache angreift. Durch die Entzündungen versteift meistens die Wirbelsäule, wobei es zur sogenannten „Bambusstab- Wirbelsäule“ und zur vornübergebeugten (gekrümmten) Haltung kommt. Damit verbunden sind natürlich meist Schmerzen, vor allem im Rücken und Kreuzschmerzen, sowie Bewegungseinschränkungen. Auch Entzündungen an den Übergangszonen zwischen Sehnen und Knochen führen, oftmals besonders am Fuß, zu Beschwerden. Durch osteoporotische Veränderungen soll es laut der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V. ( DVMB) bei sieben Prozent zu Knochenbrüchen kommen.

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Morbus-Bechterew

Laut einer Umfrage der DVMB von 2004 treten bei bei vielen Bechterew- Betroffenen zusätzlich Psoriasis (Schuppenflechte), enzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa oder teilweise auch eine Reaktive Arthritis auf.
Es scheint einen Zusammenhang zwischen einem Antigen auf den weissen Blutkörperchen zu geben- dem Human Leucocyte Antigen (HLA-B27). Dieses an sich ist nicht krankhaft, nur ist auffällig, dass bei 90 Prozent der Betroffenen dieses Merkmal vorhanden ist.

Laut einer Umfrage der DVMB sollen Bechterew- Patienten auch alternative oder naturheilkundliche Formen der Behandlung wählen. Dabei steht die Akupunktur an erster Stelle. Hömöopathie und fleischarme Diät werden auch von rund 20 Prozent gewählt. Bei den Mitteln steht die Einnahme von Vitamin E an erster Stelle, gefolgt von „Naturheilmitteln“ und Homöopathika, sowie Enzympräparaten. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)

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