Zeckenwarnung zu Ostern

Fabian Peters

Zeckenwarnung zu Ostern: Gesundheitsministerium warnt vor Zeckenbissen bei der Ostereiersuche

18.04.2011

Das bayrische Gesundheitsministerium warnt vor Zeckenbissen bei der Ostereiersuche. Durch das warme Wetter seien die kleinen Blutsauger dieses Jahr schon seit Anfang April wieder aktiv. Bereits ab einer Temperatur von sieben Grad begeben sich die blutsaugenden Spinnentiere auf die Jagd. Für Menschen drohen bei einem Biss gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (Entzündung des Gehirns / der Hirnhäute).

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Normalerweise ist das Infektionsrisiko bei einem Zeckenbiss relativ gering. Die kleinen Blutsauger sind eher lästig und ekelig als wirklich gefährlich. Doch insbesondere in den sogenannten Risikogebieten sollten Menschen bei einem Aufenthalt im Freien entsprechende Vorkehrungen zum Zeckenschutz ergreifen, erklärte das bayrische Gesundheitsministerium. Denn sowohl Borreliose als auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) können ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen mit sich bringen.

Zeckenschutz bei der Ostereiersuche nicht vernachlässigen
Der Zeckenschutz sollte in den Risikogebieten auch bei der Ostereiersuche nicht vernachlässigt werden, erklärte das bayrische Gesundheitsministerium. Die Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml (CSU) warnte eindringlich vor den möglichen Folgen eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wie Entzündungen an Hirnhaut, Gehirn oder Rückenmark und verwies auf das ebenfalls bestehende Borreliose-Risiko. Um unbeschwert der Eiersuche nachgehen zu können, sollten sich laut Empfehlung der Experten am besten alle, die Ostern im Freien verbringen, durch entsprechende Kleidung schützen. Festes Schuhwerk, hohe Socken, lange Hosen und langärmlige Oberteile bilden hier den besten Zeckenschutz. Auch ist helle Kleidung vorteilhaft, da die Zecken auf dieser deutlich besser zu erkennen sind. Nach dem Aufenthalt im Freien sollte der ganze Körper gründlich nach Zecken abgesucht und anhaftende Tiere mit einer feinen Pinzette oder Zeckenzange entfernt werden. Die winzigen Blutsauger beißen sich vorzugsweise in weichen Hautfalten der Kniekehle, Leistengegend und Achseln fest. Beim Entfernen sollten Quetschungen oder Drehungen der Tiere ebenso vermieden werden wie die Behandlung mit Klebstoff oder Öl, da ansonsten die Zecke ihren Mageninhalt in die Wunde ausstößt und deutlich mehr gefährliche Krankheitserreger übertragen werden können. Werden die Zecken umgehend nach dem Biss entfernt, ist das Infektionsrisiko laut Aussage der Experten relativ gering, da in den ersten 24 Stunden nur wenig Krankheitserreger übertragen werden.

Gesundheitsrisiko durch Zeckenbisse – Borreliose und FSME
Wer nach einem Biss unter gesundheitlichen Problemen wie grippeähnlichen Symptomen, roten Flecken um die Bisswunde oder einem allgemeinen Schwächegefühl leidet, sollte dringend einen Arzt aufsuchen, da eine Borreliose- oder FSME-Erkrankung vorliegen kann. Beide bergen erhebliche gesundheitliche Risiken und sollten von einem Fachmann behandelt werden. Zum Beispiel können auf die anfänglich eher harmlosen Symptomen der FSME wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen erhebliche gesundheitliche Beschwerden, wie Lähmungen, Atemprobleme, Bewusstseinsstörungen oder Sprach- und Gleichgewichtsstörungen folgen. Auch Borreliose die im Anfangsstadium relativ erfolgversprechend mit Antibiotika behandelt werden kann, bringt im späteren Krankheitsverlauf erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich und ist nach dem Übergang in ein chronisches Krankheitsstadium kaum noch therapierbar. (fp)