Haglund-Exostose; Haglund-Ferse

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Bei der Haglund-Exostose handelt es sich quasi um einen angeborenen Fersensporn am Hacken (Kalkaneus). Aber nicht unter dem Fuß, sondern oben, wo die Achillessehne ansetzt. An dieser Stelle kann es zu Anlaufschmerzen, Druckschmerz im Schuh und Schmerzen nach langer Belastung kommen.

Ein benachbarter Schleimbeutel kann sich entzünden und der Ansatz der Achillessehne, eventuell auch die recht empfindliche Knochenhaut am Hacken. Vermutet wird, dass eine starke Belastung der Wadenmuskeln über die Achillessehne zu starkem Zug der Sehne am Knochenansatz führt. Zusätzlich können die Gleitschichten (Faszien) zwischen den Muskeln verklebt sein, was zu verstärktem Zug und vermindertem Abtransport von Stoffwechselrückständen in der Region führen kann. Letzteres kann dann das Gewebe immer wieder reizen. Denkbar sind auch Verbindungen bei der Neigung zu Wadenkrämpfen.

Haglund-Exostose

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Auch können sich wohl Spannungen aus dem Gesäss einmal über die Muskulatur und die faszialen Gleitschichten an der Rückseite des Oberschenkels (Ischiokrurale Muskulatur) über die Waden bis in den Hacken fortsetzen. Aber auch der versorgende Nerv (Ischias) kann dort im Gesäß, oder bereits beim Austritt aus der Wirbelsäule, und auf seinem Weg gereizt werden und die Beschwerden verursachen oder beeinflussen. Gerade bei Betroffenen mit Rückenschmerzen, Steifheit im Rücken oder Gesäßschmerzen sollte an eine mögliche Verbindung gedacht werden.

Unter dem Fuß befindet sich eine grobe Bindegewebsplatte, die Plantarfaszie, auch über sie können sich möglicherweise die Spannungen, die schon das Auftreten von Fußsohlenschmerzen begünstigen, über den Hacken in die Wade fortsetzen. Benannt ist das Krankheitsbild nach dem schwedischen Orthopäden und Chirurgen Professor Patrik Haglund (1870- 1937). (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)

Bildnachweis: Raffaela  / pixelio.de

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