Nebenschilddrüsenüberfunktion

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Überfunktion der Nebenschilddrüse

Mit Hyperparathyreoidismus bezeichnet man die Überfunktion der Nebenschilddrüse (Nebenschilddrüsenüberfunktion), die mit einer erhöhten Bildung und Ausschüttung des Parathormons (PTH) einhergeht. Die häufiger bei Frauen anzutreffende Hormonstörung kann primäre oder sekundäre Ursachen haben, das Spektrum der möglichen Symptome wird gemeinhin als „Stein-, Bein- und Magenpein“ zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis:
Nebenschilddrüse hilft Kalziumhaushalt
Ursachen Nebenschilddrüsenüberfunktion
Symptome: Stein-, Bein-, Magenpein
Diagnose Naturheilkunde

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Nebenschilddrüse hilft Kalziumhaushalt

Die Nebenschilddrüse besteht aus vier hormonproduzierenden Knötchen, den Epithelkörpern, die an der Rückseite der Schilddrüse zu finden sind. Das zugehörige Parathormon spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Kalzium- und Phosphathaushalts, indem es etwa auf einen niedrigen Kalziumspiegel im Blut mit erhöhter Ausschüttung reagiert. Andersherum reagiert bei einer andauernden Überproduktion des Parathormons der Körper mit der stetigen Bereitstellung von Kalzium im Blut, welches vor allem aus den Knochen herausgelöst wird.

Nebenschilddrüsenüberfunktion

Ursachen Nebenschilddrüsenüberfunktion

Ursachen für eine Nebenschilddrüsenüberfunktion können primärer oder sekundärer Natur sein. Primär verantwortlich für die Nebenschilddrüsenüberfunktion sind in den meisten Fällen Erkrankungen wie gutartige Tumoren (Adenome), seltener Vergrößerungen der Nebenschilddrüse (Hyperplasie) und (noch seltener) bösartige Karzinome. Als sekundäre Ursache gilt ein erniedrigter Kalziumspiegel im Blut, auf das die Nebenschilddrüse mit vermehrter Bildung des Parathormons reagiert. Dieser Regulationsstörung liegt meist eine Nierenschwäche oder ein Vitamin D-Mangel zugrunde.

Symptome: Stein-, Bein-, Magenpein

Der dauerhaft erhöhte Kalziumspiegel im Blut sowie die schwindenden Kalziummengen in den Knochen führen in das typische Beschwerdebild der „Stein-, Bein-, Magenpein“. Dabei verursacht das Kalzium im Blut Nierensteine bis hin zu Verkalkungen der Nieren, die in die chronische Nierenunterfunktion führen kann. Dieser Verlauf kann mit starkem Durst (Polydipsie) und häufigem Wasserlassen einhergehen. Die Verdauungsorgane reagieren auf den hohen Kalziumspiegel häufig mit Appetitminderung, Übelkeit und Erbrechen sowie Verstopfung . Es können sich Ulkuskrankheit und Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) entwickeln. Der Kalziummangel in den Knochen führt zu Knochenab- und umbauprozessen, zu Osteoporose, Knochenzysten und Frakturen mit Knochenschmerzen, Rückenschmerzen und Gliederschmerzen. Allgemeine Symptome sind außerdem psychische Veränderungen, rasche Ermüdbarkeit, Muskelschwäche und Muskelabbau.

Diagnose Naturheilkunde

Naturheilkundliche Diagnostik bietet v.a. bei sekundären Ursachen gute Aussichten. Die konventionelle Therapie des primären Hyperparathyreoidismus besteht in der Entfernung des Tumors bzw. der gesamten Nebenschilddrüse. Manchmal werden bei totaler Entfernung funktionstüchtige Teile in den Unterarm eingepflanzt, wo sie weiterhin Parathormon produzieren können. Kalziumarme und phosphatreiche Ernährung, die eventuelle Gabe von Phosphattabletten sowie ausreichend Flüssigkeitsaufnahme lindern die Beschwerden.

Die Behandlung der sekundären Überfunktion richtet sich nach der Grunderkrankung. Klinisch nicht gleich ersichtliche Zusammenhänge von Regulationsstörungen des Vitamin D-, Kalzium- und Phosphathaushalts können dabei eindrucksvoll mit energetischen Diagnoseerfahren aus Naturheilkunde und Alternativmedizin ermittelt werden (Biofunktionsdiagnostik, Vega-Testung, Elektroakupunktur, Kineosologie). Zahlreiche Naturheilverfahren können gerade „feine“, auch energetisch bedingte Regulations- und Funktionsstörungen wirkungsvoll ausgleichen. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)

nachweis: Rainer Sturm  / pixelio.de