Aufgeblähter Bauch
Bauchschmerzen durch Verstopfung
Bild: Stephanie Hofschlaeger, Pixelio.de.
Aufgeblähter Bauch: Blähbauch
Trotz internistischer Abklärung tritt bei vielen Menschen das Gefühl auf, dass der Bauch aufgebläht oder gar durch Gas aufgetrieben ist. Oftmals tritt der Blähbauch am Nachmittag oder Abend auf, ist sogar von außen sichtbar und scheint nicht immer direkt mit Nahrungsaufnahme in Verbindung zu stehen.
Funktionelle Verdauungsstörungen als häufige Ursache.
Erste Hinweise können schon zeitliches und örtliches Auftreten der Beschwerden nach der Nahrungsaufnahme liefern. Erfolgt das Gefühl des Aufgeblähtseins direkt nach der Nahrungsaufnahme, so ist wohl der Magen als Ort der Dysfunktion auszumachen. Ganz schwere, ballaststoffreiche oder fettige Speisen bleiben maximal bis zu 8 Stunden im Magen. Ansonsten kann man durchschnittlich 3-4 Stunden rechnen. Kommt es im Bereich der Magenverdauung zum Blähbauch, kann eine funktionelle Dyspepsie (Verdauungsstörung) mit einem Mangel oder Überschuss an Verdauungssäften vorliegen.
Danach wird der, durch den Magen mit Verdauungssäften angereicherte, Speisebrei portionsweise in den Dünndarm abgegeben. Der Dünndarm ist der längste Abschnitt der Verdauung. Gerade hier werden innerhalb von bis zu vier Stunden reichlich Stoffe aus dem Speisebrei rausgezogen und dafür viele Verdauungsenzyme zugesetzt. Ebenfalls kann sich hier ein Mangel an Verdauungsenzymen durch Fäulnis und Gasbildung in einem Blähbauch äußern. Aber auch an Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Reizdarmsyndrom , eine Fehlbesiedlung der Darmschleimhaut (Darmdysbiose) und das Leaky-Gut-Syndrom ist zu denken.
Wenig Bewegung verstärkt den aufgeblähten Bauch.
Da der Dünndarm schon während der Embryonalentwicklung einen künstlichen Nabelbruch verursacht, geht man davon aus, dass dieser Darmabschnitt quasi ein „Hänschen Klein“ (Peter Wührl, D.O.) ist und immer viel Bewegung braucht. Darin könnte eine mechanische Erklärung der Beschwerden liegen. Durch vieles Sitzen erfolgt ein ständiges Zusammendrücken und verminderte Bewegung des Dünndarms, die ein Aufblähen möglich macht.
Die Behandlung aus Perspektive der Naturheilkunde kann -je nach Ursache- z.B. in der Gabe von Heilpflanzen mit Bitterstoffen (z.B. Schwedenkräuter), der Symbioselenkung zur Regulierung der Darmflora sowie angemessener Bewegung und Ernährungsumstellung sein. (Hp T. Fischer & Hp J. Viñals Stein 17.05.2010)
Lesen Sie auch:
Durchfall- Reinigungsvorgang oder Krankheit?
Anzeichen innerer Austrocknung (Dehydratation)
Blut im Stuhl
Gefährliche Stoffe in Softdrinks