Blähbauch – Ursachen und wirksame Hilfe

Wer Probleme mit der Verdauung hat, leidet oft unter Völlegefühl und einem Blähbauch.  (Bild: photophonie/fotolia.com)
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Viele Menschen leiden von Zeit zu Zeit unter einem Blähbauch, häufig in Verbindung mit Begleiterscheinungen wie Spannungs- und Völlegefühl, Schmerzen im Ober- und Unterbauch sowie Darmgeräuschen in Form von Gluckern oder Gurgeln. Häufig treten die Beschwerden besonders stark am Nachmittag oder Abend auf und ist auch von außen sichtbar. Hier erfahren Sie alles über die Ursachen, Hausmittel und konventionellen Therapien.

Definition

Ein „Blähbauch“ oder auch „Gasbauch“ (medizinisch: Meteorismus) bezeichblaehbauch_160net einen aufgeblähten und vorgewölbten Bauch, der durch eine verstärkte Ansammlung von Gas im Verdauungstrakt oder Magen bzw. in seltenen Fällen in der freien Bauchhöhle entsteht. Da diese verstärkten Gasansammlungen in erster Linie bei (funktionellen) Störungen im Dickdarmbereich auftreten, wird der Blähbauch häufig mit Blähungen (Flatulenz) im Sinne einer störenden Gasbildung im Magen-Darm-Bereich gleichgesetzt. Da ein Meteorismus jedoch nicht generell mit einem verstärkten Abgang von Darmgasen einhergeht, ist dieser aus medizinischer Sicht von einer Flatulenz abzugrenzen.

Ein aufgeblähter Bauch steht dabei nicht immer in direktem Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme, sondern kann vielfältige Ursachen haben wie zum Beispiel Darmparasiten, entzündliche Prozesse im Magen-Darm-Trakt oder ein Mangel an Bewegung. Neben der Schulmedizin bietet auch die Naturheilkunde zahlreiche alternative Behandlungsmethoden, zudem helfen in vielen Fällen Hausmittel bei Blähungen wie Tees aus Kümmel, Anis, Rosmarin und Fenchel, die Beschwerden zu lindern (Magentee).

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Erste Hilfe bei einem geschwollenem Bauch

Um einen akuten geblähten Bauch zu beheben, eignen sich folgende Maßnahmen. Trinke ein Glas Wasser und ein Löffel Fenchelsamen und Kümmel. Als Hilfreich haben sich auch „Iberogas-Tropfen“ erwiesen. Viele Betroffene berichten von Symptomlinderung durch die Einnahmen der Tropfen. Um die festsitzenden Winde zu lösen, empfiehlt sich aktive Bewegung. Treppensteigen kann zum Beispiel den Darm in Bewegung bringen, die Winde können sich lösen. Ein weiteres Hausmittel, dass seit Jahrhunderten überliefert ist, ist Petersilie. Am Besten ist Blattpetersilie. Diese zerkleinert mit Wasser trinken. Sowieso sollte viel Wasser ohne Kohlensäure getrunken werden. Weitere Hilfe bietet Wärme.

Eine Wärmflasche kann die Beschwerden lindern. In der konventionellen Medizin hat sich die zeitlich begrenzte Gabe von Buscopan erwiesen. Das Mittel entspannt die verkrampfte Magen-Darm-Muskulatur und lindert so den Schmerz. Hier sollte allerdings die Einnahme nicht über einen längeren Zeitraum erfolgen. Während der Akutphase sollte auf Zucker, Weißmehl, Alkohol, Zigaretten und Kaffee verzichtet werden.

Der Verzicht auf Nahrung (Stichwort Heilfasten) kann zu einer Linderung der Symptome führen. Spätestens nach ein, zwei Tagen dürfte sich der aufgeblähte Bauch wieder zurück gebildet haben. Oft ist nämlich eine Überernährung Schuld an den Beschwerden. Fasten wirkt heilend, wenn es richtig angewendet wird. Kehren nach dem Kurzzeitfasten die Symptome zurück, ist die Ursache woanders zu finden.

Symptome

Bei einem Meteorismus kommt es zu einer kugelförmigen Aufblähung des Bauches, der sich dabei meist hart anfühlt und sehr empfindlich auf Druck reagiert. Der aufgeblähte Bauch verursacht in den meisten Fällen ein unangenehmes Gefühl, welches sich beim Tagen von einengender Kleidung oder in sitzender Position schnell verstärkt und für den Betroffenen sehr quälend werden kann. Parallel können Begleiterscheinungen wie Stuhlunregelmäßigkeiten, Spannungs- und Völlegefühl, Schmerzen im Ober- und Unterbauch sowie Darmgeräusche (Gluckern oder Gurgeln), aber auch Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall auftreten.

Viele Betroffene schildern die Problematik, sich nur noch auf die aufgeblähte Körpermitte konzentrieren zu können, wodurch wiederum das körperliche, geistige und seelisches Wohlbefinden sowie die allgemeine Leistungsfähigkeit eingeschränkt wird. Fühlt sich der Bauch aufgebläht an bzw. sticht auch kugelförmig hervor, besteht häufig ein großer Drang, die angestauten Gase aus dem Körperinneren herauszulassen – was jedoch in der Gesellschaft als „verpönt“ gilt und daher stattdessen unterdrückt wird. Dies hat wiederum häufig eine Verstärkung des Blähbauchs zur Folge, denn das Spannungsgefühl lässt zumeist erst nach Abgang von Winden und Stuhlgang nach.

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Ursachen für einen Blähbauch

Ein geblähter Bauch ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, von dem laut einer aktuellen GfK-Umfrage mehr als ein Drittel der Deutschen zumindest gelegentlich heimgesucht wird. Das plötzliche Aufblähen kann dabei relativ harmlos sein, aber auch auf verschiedene Erkrankungen hinweisen – daher ist eine genaue ärztliche Abklärung der Beschwerden hier sehr wichtig, insbesondere bei stärkeren bzw. stärker werdenden Beschwerden sowie beim Auftreten weiterer Symptome wie zum Beispiel Wässriger Stuhl, Übelkeit und Erbrechen oder Bauchschmerzen.

Luft im Bauch
„Viel Luft im Bauch“, das ist eine häufige „Diagnose“ der Ärzte. (Bild: snyggg.de/fotolia.com)

Ursache Ernährung

In vielen Fällen sind blähende Speisen und Getränke wie Knoblauch, Kohlgemüse und Lauch, aber auch Sprudelwasser, Bier und Kaffee der Auslöser, denn diese Nahrungsmittel enthalten bestimmte Stoffe, die die Gasproduktion im Darm anregen und den Bauch dadurch dick werden lassen. Dies trifft in besonderem Maße auch auf Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen etc.) zu, denn hier können spezielle Zuckermoleküle nicht vom Dünndarm verarbeitet werden, stattdessen erfolgt erst im Dickdarm die Zersetzung durch Bakterien.

Wer also besonders auf eine gesunde Ernährung achtet und beispielsweise am Morgen ein Müsli, mittags Salat und am Abend Vollkornbrot isst, bekommt daher schneller und häufiger einen Blähbauch – denn ballaststoffreiche Lebensmittel sind zwar sehr gesund, haben aber auch eine vermehrte Gasbildung zur Folge.

Eine verstärkte Ansammlung von Gas im Verdauungstrakt oder Magen entsteht jedoch nicht nur durch blähende Lebensmittel, sondern auch durch sehr hastiges Essen, denn dabei wird mehr Luft geschluckt als bei normalem „Esstempo“, was ebenfalls die Bildung eines Blähbauchs begünstigt. Zudem wird beim schnellen Essen meist nicht ausreichend gekaut, wodurch die unzureichend gekauten Speisen im Darm von Darmbakterien statt vom Speichel zersetzt werden und sich dabei wiederum vermehrt Gase bilden können.

Blähungen sind oftmals im Zusammenhang mit der Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel zu verzeichnen. (Bild: photophonie/fotolia.com)
Blähungen sind oftmals im Zusammenhang mit der Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel zu verzeichnen. (Bild: photophonie/fotolia.com)

Auch ein Mangel an Bewegung kann schnell zu den Beschwerden führen, denn durch vieles Sitzen erfolgt ein ständiges Zusammendrücken und verminderte Bewegung des Dünndarms. Der aufgeblähte Bauch wird dabei oft begleitet von einem unangenehmen Druckgefühl bis hin zu starken, krampfähnlichen Schmerzen. Dementsprechend sollte gerade bei einer viel sitzenden Tätigkeit stets auf ausreichend Bewegung geachtet werden und dabei auch die Bauchmuskulatur berücksichtigt werden – denn wird diese zu schlapp, nimmt der Bauchumfang bei Gasansammlungen schneller zu. Wer im Büroalltag nicht dazu kommt, regelmäßig Sport zu treiben, sollte stattdessen versuchen, in der Mittagspause spazieren gehen oder den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad zu bestreiten – das ist nicht nur förderlich für die Verdauung, sondern sorgt zudem für eine gute Durchblutung und hilft, Stress abzubauen.

Reizmagen / Reizdarm

Treten weitere Symptome wie Übelkeit und Erbrechen oder ein anhaltendes Völlegefühl auf, liegt den Beschwerden häufig ein Reizmagen oder Reizdarm zu Grunde. Weitere Anzeichen sind hier ein erhöhtes Schmerzempfinden im Verdauungstrakt, ständiges Aufstoßen, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. Während bei einem Reizmagen der Oberbauch betroffen ist, treten die Beschwerden bei einem Reizdarm im Unterbauch auf, in vielen Fällen zeigt sich bei Patienten auch eine Kombination aus Reizmagen- und Reizdarm.

Als Hauptauslöser für einen Reizmagen gilt eine Entzündung des Magen-Darm-Traktes wie zum Beispiel eine bakterielle Infektion, die genaue Ursache ist jedoch noch ungeklärt. Daher wird häufig auch vermutet, dass die Reizung möglicherweise genetisch bedingt ist. Auch die Ursache des Reizdarms ist bisher nicht eindeutig geklärt – als mögliche Auslöser werden eine Überempfindlichkeit des Darms, Darminfektionen, falsche Ernährung (zum Beispiel durch ballaststoffarme Kost), Alkohol- und Nikotinkonsum sowie psychischer Stress in Form von Ängsten, Ärger, starker Nervosität oder Kummer diskutiert.

Ursache Milchunverträglichkeit

Eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) kann der Auslöser sein, bei der es entweder direkt oder zeitlich verzögert nach dem Verzehr von Milch und milchzuckerhaltigen Speisen zu Verdauungsproblemen kommt. Auslöser hierfür ist eine fehlende oder verminderte Produktion des Verdauungsenzyms Laktase, welche wiederum angeboren oder erworben sein kann, zum Beispiel durch chronische Darmerkrankungen oder Mangelernährung. Zudem besteht die „natürliche“ Form des Laktasemangels: Während Säuglinge und Kinder noch ausreichend Laktase bilden können und dadurch eine Ernährung mit Muttermilch und anderen Milchprodukten problemlos möglich ist, reduziert sich im Folge der Entwöhnung von Milchprodukten auch die Menge der vom Körper produzierten Laktase.

Es kommt es bei vielen Erwachsenen – und verstärkt mit steigendem Alter – zu den typischen Symptomen der Laktoseunverträglichkeit – besonders häufig ist dies im asiatischen Raum der Fall, wo die Mehrheit der Bevölkerung keine Milchprodukte mehr verträgt.

Die Ausprägung der Symptome ist dabei ganz unterschiedlich und ergibt sich daraus, wie viel Laktase noch im Darm gebildet wird und welche Mengen an Milchzucker der Betroffene verzehrt. Dementsprechend wird ein Laktasemangel zum Teil gar nicht bemerkt, in anderen Fällen führen schon kleinste Mengen Milchzucker zu den typischen Beschwerden wie starker Gasbildung mit Blähbauch, Blähungen und Bauchkrämpfen, zudem ist meist die Eigenbewegung des Darms erhöht, was sich durch ein Rumoren im Darm und Durchfall zeigt.

Wenn anhaltendes Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen, Bauchkrämpfe sowie ein schmerzhafter Stuhldrang auftreten, kommt es bei einigen Patienten auch zu Verdauungsproblemen, Schwindel, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Herzrhythmusstörungen (Herzrasen, Herzklopfen) oder Muskel- und Gelenkschmerzen, wobei diese nicht immer direkt mit der Unverträglichkeit zusammenhängen müssen, sondern teilweise eher als unspezifische Allgemeinbeschwerden zu betrachten sind.

Ursache Glutenallergie / Zöliakie

Als weitere Ursache kommt eine Glutenallergie (Zöliakie) in Betracht. Diese gehört zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen, da sowohl Antikörper gegen Gluten (Getreideeiweiß) als auch gegen das eigene Gewebe gebildet werden. In einigen Fällen gibt es Verbindungen zu Krankheiten, bei denen ebenfalls Immunvorgänge eine Rolle spielen, wie zum Beispiel Diabetes Typ 1 oder Schilddrüsenentzündungen, zum Teil tritt parallel auch eine Milchzuckerunverträglichkeit auf.

Die Zöliakie, bei Kindern auch „glutensensitive Enteropathie“ und bei Erwachsenen „einheimische Sprue“ genannt, tritt in verschiedenen Ausprägungen auf und führt neben einem aufgeblähten Bauch zu Symptomen wie Durchfall, Fettstuhl und Gewichtsverlust. Hinzu kommt häufig ein Mangel an fettlöslichen Vitaminen, wodurch es wiederum zu Folgeerscheinungen wie Blutarmut, Zungenbrennen oder Augenstörungen (zum Beispiel Nachtblindheit) sowie bei Kindern zu Wachstumsstörungen kommen kann.

Histaminintoleranz

In einigen Fällen liegt bei Personen, die an einem Blähbauch leiden, auch eine so genannte „Histaminintoleranz “ vor, eine Unverträglichkeit gegenüber dem Naturstoff Histamin aufgrund eines Mangels der Histamin abbauenden Enzyme Diaminoxidase (DAO) und/oder Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) oder eines Missverhältnisses zwischen Zufuhr und Abbau des Histamins. Da bestimmte Nahrungsmittel besonders viel Histamin enthalten, kann der Verzehr von alkoholischen Getränken (insbesondere Rotwein und Bier), gereiftem Käse, geräuchertem Fleisch, Tomaten und Tomatenprodukten sowie Lebensmitteln, die einen Gärungsprozess hinter sich haben (zum Beispiel Sauerkraut) zu starken Blähungen führen.

Betroffene berichten in einigen Fällen auch über Kopfschmerzen, Herzrasen oder Nesselsucht – da sich eine potenzielle Unverträglichkeit auf Histamin derzeit jedoch nur schwer nachweisen lässt, empfehlen Experten immer wieder, sich bei einem solchen Verdacht an einen Allergologen sowie einen Ernährungsberater zu wenden, denn dieser kann gemeinsam mit dem Patienten ermitteln, welche Lebensmittel nicht vertragen werden.

Bakterielle Überwucherung

Ein Blähbauch kann ein Zeichen einer gestörten Darmflora sein, wie es zum Beispiel bei einer bakteriellen Überwucherung des Dünndarms, dem so genannten „Blindsacksyndrom“. Im Unterschied zum Dickdarm, in dem sich Milliarden von Bakterien befinden, ist der Dünndarm im Normalfall nur spärlich von Keimen besiedelt. Im Falle einer Erkrankung können sich diese aber auch hier ausbreiten – zum Beispiel aufgrund einer Schädigung von Darmnerven durch die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus oder im Rahmen der eher seltenen „systemischen Sklerose“, bei der sich sowohl das Bindegewebe der Haut als auch das der inneren Organe verhärtet. Hier ist häufig auch der Verdauungstrakt mitbetroffen, was unter Umständen dazu führt, dass sich Speiseröhre,Magen und Darm versteifen können – ist dies der Fall, reagiert der Darm häufig mit Blockierungen wie bei einem Darmverschluss, obwohl gar kein Hindernis vorliegt („Intestinale Pseudo-Obstruktion“).

Des Weiteren kann es in Folge ungewöhnlicher anatomischer Verhältnisse im Dünndarm zu einer bakteriellen Überwucherung kommen, so zum Beispiel durch eine Ausbuchtung der Darmwand, in der sich der Darminhalt staut und dadurch ein idealer Nährboden für Bakterien geschaffen wird. Darüber hinaus kann es im Anschluss an eine Magenoperation oder einem Neuanschluss des Dünndarms an den Dickdarm dazu kommen, dass sich Bakterien im Dünndarm ausbreiten, da natürliche Keimbarrieren (wie ausreichend Magensaft) für einen gewissen Zeitraum entfallen. Liegt eine bakterielle Überwucherung des Dünndarms vor, treten bei den meisten Betroffenen neben einem Blähbauch Symptome wie Fettstuhl, Schwächegefühl, Müdigkeit sowie Blutarmut in Folge eines Vitamin B12-Mangels auf – da dieses von den Bakterien selbst entzogen wird.

Darmpilz (Candida albicans)

Eine Pilzerkrankung kommt in Betracht, wobei es sich bei Darmpilzen meist um Hefen der Gattung Candida albicans handelt. Dabei gehen jedoch von der Besiedlung mit Candida selbst keine Beschwerden aus – stattdessen zeigen sich meist erst dann Symptome, wenn eine Abwehrschwäche vorliegt (zum Beispiel durch eine Cortison- oder Antibiotika-Therapie, bei Infektionskrankheiten oder Diabetes). Vor allem aber sind es zucker- und weißmehlhaltige Lebensmittel, die den Hefepilzen bei häufigem Verzehr einen idealen Nährboden zum Wachsen und Ausbreiten liefern, wodurch es dann zu Beschwerden kommt. Der Grund: Die Hefepilze bauen Kohlenhydrate aus der Nahrung zu Kohlendioxid und Fuselalkoholen ab, wobei es durch das Gas zu einem Blähbauch, Völlegefühl und Schmerzen im Darmbereich kommt und eine längerfristige Belastung mit Fuselalkoholen sogar zu Leber-Schädigungen führen kann.

Neben dem können bei einem Candida-Befall noch weitere Symptome auftreten, wie zum Beispiel erhöhte Leberwerte, Migräne, Durchfall im Wechsel mit Verstopfung, Afterbrennen bzw. Afterjucken oder Gelenkbeschwerden – wobei diese nicht bei allen Betroffenen vorkommen und ebenso auch unabhängig von der Darmpilz-Besiedelung entstanden sein können. Als weitere Anzeichen für einen Darmpilz sind zudem Kurzatmigkeit, Atemnot oder auch Herzbeschwerden zu nennen – diese Symptome treten allerdings meist dann vermehrt auf, wenn der Blähbauch bereits dauerhaft besteht, da der aufgeblähte Magen auf das Zwerchfell drückt und dadurch den Platz für Herz und Lunge einschränkt.

Darmlähmung / Darmverschluss

Ein akuter Meteorismus kann im Ernstfall auch auf eine Darmlähmung (paralytischer Ileus) hinweisen. Bei dieser ist die Muskulatur der Darmwand gelähmt, so dass der Darminhalt nicht mehr weitertransportiert wird und die Darmtätigkeit letztendlich vollständig aussetzt, wodurch in der Folge der Bauch aufbläht. Eine Darmlähmung kann entweder durch entzündliche Prozesse im Bauchraum (zum Beispiel eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, Blinddarm- oder Gallenblasenentzündung) ausgelöst werden, aber auch durch operative Eingriffe im Bauchraum sowie durch bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Opiate oder Antidepressiva.

Ein Darmverschluss (mechanischer Ileus) kann hingegen zum einen durch ein Hindernis (beispielsweise ein Kotballen oder Tumor) verursacht werden, das zu einer Verstopfung des Darms führt. Eine weitere Möglichkeit für einen Darmverschluss ist eine Einschnürung von außen, zum Beispiel durch Verwachsungen, die in Folge einer Darmoperation oder durch Tumore oder eine Darmdrehung auftreten können. Neben einem aufgeblähten Bauch treten in beiden Fällen auch Übelkeit und Erbrechen oder fehlender Abgang von Darmgasen und Stuhl als Symptome auf. Bei einem Darmverschluss kommt es zudem typischerweise zu plötzlich einsetzenden, kolikartigen Bauchschmerzen – diese sind bei einer Lähmung des Darms weniger stark ausgeprägt, stattdessen zeigt sich hier in vielen Fällen eine stark ausgeprägte Wölbung des Bauches.

Zu den besonders schwerwiegenden möglichen Ursachen der Blähung ist Darmkrebs zu zählen. (Bild: psdesign1/fotolia.com)
Zu den besonders schwerwiegenden möglichen Ursachen der Blähung ist Darmkrebs zu zählen. (Bild: psdesign1/fotolia.com)

Blähbauch durch Darmkrebs

Im äußersten Fall kann ein geblähter Kugelbauch auch ein Symptom für Darmkrebs sein, also einer bösartigen Tumorerkrankung des Dickdarms (Kolonkarzinom) oder des End/Mastdarms (Rektumkarzinom). In den meisten Fällen entsteht die Krebsgeschwulst aus gutartigen Gewebeveränderungen und Wucherungen in der Darmschleimhaut (Polypen).

Neben einem Blähbauch können hier zum Beispiel auch veränderter Stuhlgang, plötzlicher Durchfall oder Verstopfung bzw. beides im Wechsel, krampfartige Bauchschmerzen, Stuhldrang ohne Entleerung oder Blut im Stuhl auftreten – dabei können diese Symptome zwar jeweils für sich genommen auch andere Ursachen haben, dennoch sollten sie wegen des Darmkrebsrisikos unbedingt ärztlich untersucht werden. Dies ist besonders wichtig, denn Darmkrebs ist zwar heilbar, allerdings sind die Heilungschancen in hohem Maße davon abhängig, in welchem Stadium der Darmkrebs diagnostiziert wird. Dementsprechend ist es umso besser, je früher die Erkrankung erkannt wird, erste Warnzeichen wie Blut im Stuhl sollten daher unbedingt ernst genommen werden.

Es empfiehlt sich, regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen der gesetzlichen Krankenversicherungen in Anspruch zu nehmen.

Psychische Ursachen

Neben den körperlichen Ursachen können auch psychische Faktoren zu Magen-Darm-Beschwerden führen, wobei insbesondere Angst und Stress hier eine zentrale Rolle spielen. Hinzu kommt, dass Betroffene oft sehr hastig essen und dadurch zu viel Luft schlucken (Aerophagie). Dieses Phänomen kann entweder aus einer „schlechten Angewohnheit“ heraus auftreten, in vielen Fällen ist es jedoch als Symptom zu bewerten, dass – oft unbewusst – im Zusammenhang mit psychischen oder vegetativen Störungen auftritt. Abhilfe können hier unter anderem Verhaltens- und Entspannungstherapien leisten, sinnvoll ist meist zudem eine Ernährungsberatung bzw. Ernährungsumstellung, die schonendere Kost sowie eine insgesamt gesündere Ernährung zum Ziel hat.

Weitere Auslöser für einen Blähbauch

Neben den genannten Ursachen gibt es noch weitere Auslöser für einen aufgeblähten Bauch, die jedoch im Vergleich relativ selten vorkommen. Dennoch sollte gerade bei starken bzw. stärker werdenden Symptomen immer ein Arzt aufgesucht werden, um hier kein Risiko einzugehen und die genauen Hintergründe der Beschwerden abzuklären. So kann ein Blähbauch beispielsweise im Zusammenhang mit einem so genannten „Pfortaderhochdruck“ (Portale Hypertension) auftreten. Die Pfortader transportiert das Blut aus den Bauchorganen in die Leber, herrscht in diesem Gefäßgebiet jedoch Hochdruck, staut sich das Blut zurück (zum Beispiel im Falle von Lebererkrankungen), wodurch es zu Verdauungsstörungen kommt.

Ein aufgeblähter Bauch kann ein Symptom einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung sein, denn sobald die Bauchspeicheldrüse stark geschädigt ist, kommt es unter anderem zu einer unzureichenden Bildung von Enzymen und dadurch wiederum zu ausgeprägten Verdauungsproblemen (Maldigestion). In diesem Zusammenhang kann auch eine allgemeine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) bzw. eine starke Schwächung der rechten Herzkammer (Rechtsherzinsuffizienz) Auslöser sein, da sich hier teilweise Venenblut, welches eigentlich zum Herzen fließen soll, bis in die Leber zurück staut und infolgedessen ein Pfortaderhochdruck mit den damit verbundenen Verdauungsproblemen entstehen kann. Bei Säuglingen kann ein Meteorismus zudem auch durch sogenannte „Dreimonatskoliken“ verursacht werden.

Behandlung bei Blähbauch

Bei einem Blähbauch ohne weitere Beschwerden ist ein Arztbesuch nicht immer notwendig, stattdessen sollte in diesem Fall zunächst selbst versucht werden, durch die Vermeidung einiger Lebensmittel eine Besserung zu erreichen. Hierbei ist es hilfreich, ein Ernährungstagebuch anzulegen, denn dieses kann auch für den Arzt eine sinnvolle Hilfe sein, um den Patienten auf mögliche Nahrungsmittelintoleranzen oder -unverträglichkeiten hin zu untersuchen. So sollten Betroffene vor allem auf den Verzehr von Hülsenfrüchten verzichten bzw. diese vor dem Essen in Wasser einweichen, zudem empfiehlt sich bei einem Blähbauch generell gekochtes Gemüse, da Rohkost häufig schlecht vertragen wird. Darüber hinaus sollten kohlensäurehaltige sowie alkoholische Getränke durch Kräutertees oder stilles Wasser ersetzt werden, bei einigen Betroffenen hilft auch der Verzicht auf Kaffee.

Eine Bauchmassage lindert Verdauungsprobleme und lässt Winde abfließen.
Eine Bauchmassage lindert Verdauungsprobleme und lässt Winde abfließen. (Bild: photophonie/fotolia.com)

Sobald Übelkeit, Erbrechen, starke Bauchschmerzen oder Durchfall als Begleiterscheinungen auftreten, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann durch umfangreiche Untersuchungen die Ursachen des Blähbauchs ausfindig machen und abklären, ob eine Unverträglichkeit bestimmter Lebensmittel oder doch eine ernstere Erkrankung hinter den Beschwerden steckt. Bei nicht-organischen Ursachen raten auch Schulmediziner häufig zunächst zu Hausmitteln – liegt eine organische Erkrankung vor, werden seitens des Arztes entsprechende Therapiemaßnahmen vorgeschlagen.

Leidet der Betroffene unter einem Reizdarm oder einem Reizmagen, so zielt die Behandlung vor allem darauf ab, die Beschwerden zu beseitigen: Dementsprechend spielt die Umstellung der Ernährung eine zentrale Rolle, hinzu kommt ausreichend Bewegung, die Vermeidung von Stress und der Einsatz verschiedener Entspannungstechniken (zum Beispiel Autogenes Training oder Meditation). Darüber hinaus können von Fall zu Fall Medikamente sowie eine Psychotherapie hilfreich sein.

Liegt eine Glutenallergie bzw. Zöliakie vor, besteht das derzeit einzige schulmedizinische Behandlungsverfahren in einer strikten Vermeidung glutenhaltiger Nahrungsmittel, wobei diese lebenslang eingehalten werden muss, um möglichst beschwerdefrei zu bleiben. Hier ist es jedoch wichtig, sich im Vorhinein von einem Spezialisten intensiv beraten und während der Diät regelmäßig betreuen zu lassen. Bei den meisten Patienten zeigt sich im Zuge einer glutenfreien Diät bereits nach etwa 14 Tagen eine Besserung und auch die veränderte Darmschleimhaut regeneriert sich in den meisten Fällen nach einigen Monaten, wodurch das Risiko für Komplikationen nach einigen Jahren wieder auf das normale Niveau sinkt.

Ähnlich sieht die Therapie bei einer Histaminintoleranz aus, denn auch hier sollten generell histaminhaltige Nahrungsmittel vermieden werden. Wer dies nicht kann oder möchte, kann hier jedoch Hilfe aus der Apotheke erhalten und Kapseln mit dem Enzym Diaminooxidase einnehmen – denn genau dieses Enzym ist bei Betroffenen mit Histaminintoleranz nicht in ausreichendem Maß vorhanden. Da diese Kapseln allerdings als Nahrungsergänzungsmittel und nicht als Medikament gelten, ist der Preis entsprechend hoch.

Bei einer bakteriellen Überwucherung des Dünndarms bzw. einer Blindsack-Problematik erfolgt die Behandlung entsprechend den Ursachen, nach Möglichkeit sollte eine operative Korrektur erfolgen, um die Kontinuität wiederherzustellen und / oder einen Blindsack zu korrigieren. Kann das Blindsacksyndrom auf diesem Wege nicht behoben werden, kommt zudem eine Substitution des Vitamins B12 (Cobalamin) und bei Bedarf anderer fettlöslicher Vitamine in Frage.

Im Falle eines Darmpilzes wird dieser häufig zunächst mit einem Anti-Pilzmittel (zum Beispiel „Nystatin“) behandelt, im Anschluss folgt dann die Stärkung des geschwächten Abwehrsystems, beispielsweise mit Hilfe einer so genannten „mikrobiologischen Therapie“ bzw. „Darmsanierung“. Bei dieser erhalten die Patienten über drei bis sechs Monate spezifische, gesundheitsfördernde Darmkeime und einen körpereigenen Impfstoff verabreicht, wodurch die körpereigene Abwehr aktiviert und die dafür elementare Darmflora reguliert wird. Darüber hinaus ist bei einem Candida-Befall eine konsequente Anti-Pilz-Diät von mindestens vier bis sechs Wochen notwendig, da das Ziel darin besteht, die Nahrungsgrundlage der Hefen zu zerstören – daher sind Zucker, Süßigkeiten, Weißmehlprodukte und Alkohol in dieser Zeit zu meiden, zu Beginn sollte darüber hinaus auch auf Obst verzichtet werden.

Kann ein Darmverschluss als Ursache für den Meteorismus ausgemacht werden, wird das Hindernis möglichst schnell operativ entfernt. Die Therapie einer Darmlähmung erfolgt hingegen in den meisten Fällen ohne Operation durch Absaugen des Darminhalts, einem zeitweisen Nahrungsmittelverzicht, Antibiotika sowie dem Ersatz von Flüssigkeit und Salzen. Da sowohl ein Darmverschluss als auch eine Darmlähmung potenziell lebensgefährlich sind, muss die Behandlung in jedem Fall in der Klinik stattfinden.

Sollte Darmkrebs die Ursache sein, so gestaltet sich die Behandlung für jeden Patienten individuell und in Abhängigkeit von Größe und Lokalisation des Tumors sowie seiner Ausbreitung. Als Behandlungsmethoden stehen hier derzeit zum Beispiel Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie, eine Kombination von Strahlentherapie und Chemotherapie (Radio-Chemotherapie) sowie Immuntherapie oder physikalische Verfahren (Kryo-, Thermo-, Hochfrequenz- und Laserverfahren) zur Verfügung.

Hausmittel bei Blähbauch

Da ein Blähbauch in vielen Fällen harmlos ist und auf die Ernährung und/oder auf unzureichende Bewegung zurückzuführen ist, wird auch aus medizinischer Sicht häufig die Anwendung von Hausmitteln zur Linderung der Beschwerden empfohlen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass gerade bei weiteren Begleitsymptomen wie zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall immer zuerst ein Arzt aufgesucht wird, um mögliche Erkrankungen auszuschließen. Bewährt haben sich bei einem aufgeblähten Bauch insbesondere Tees aus Kümmel, Anis und Fenchel sowie aus Pfefferminz und Melisse. Für die Zubereitung des Tees können die Kräuter entweder einzeln oder gemischt verwendet werden, getrunken werden sollte das fertige Heißgetränk dann am besten nach dem Essen bzw. sobald Beschwerden auftreten.

Darüber können die so genannten „Schwedenkräuter“ (Schwedenbitter) zur Linderung der Beschwerden beitragen – dabei handelt es sich um ein traditionelles Kräuterheilmittel, welches innerlich und äußerlich gegen eine Vielzahl von Beschwerden und Krankheiten eingesetzt werden kann. Bei akuten Beschwerden hilft außerdem zusätzliche Wärme (Körnerkissen, Wärmflasche) sowie die sanfte Massage des Bauches. Dabei sollte im Uhrzeigersinn rund um den Bauchnabel massiert werden, denn dadurch werden die Bewegungen des Darmes zur Durchmischung und Weiterbeförderung des Speisebreis (Darmmotorik) unterstützt, wodurch wiederum festsitzende Gase leichter abgehen können.

Naturheilkunde bei Blähbauch

Alternativ oder ergänzend zu den schulmedizinischen Ansätzen finden sich in der Naturheilkunde und Alternativmedizin einige bewährte Behandlungsmethoden. Welche Methode im Einzelfall hilfreich und sinnvoll ist, sollte jedoch gründlich mit Spezialisten der jeweiligen Gebiete abgestimmt werden, um Nebenwirkungen und Risiken zu vermeiden.

So bietet zum Beispiel die Homöopathie einige geeignete Mittel, zu den bekanntesten gehört hier „Nux vomica“ (Brechnuss), die zur Gattung der Strychnos-Pflanzen gehört und somit Strychnin enthält, welches in hohen Dosen giftig ist. In niedrigen Dosen wirkt Nux vomica jedoch harntreibend und verdauungsfördernd – dementsprechend werden bei der homöopathischen Anwendung die getrockneten Samen der Brechnuss nur stark verdünnt eingesetzt. Darüber hinaus kommen in der Homöopathie bei einem aufgeblähten Bauch unter anderem Argentum nitricum, Carbo vegetabilis, Lycopodium und Colchicum eingesetzt. Da sich die homöopathische Behandlung nicht nur an der Diagnose, sondern vor allem an der spezifischen Symptomatik des einzelnen Patienten orientiert, sollten sich Betroffene in jedem Fall von einem Heilpraktiker beraten lassen – insbesondere in Hinblick auf die Potenzen.

Schüssler Salze werden im Rahmen der Naturheilkunde häufig bei einem Blähbauch eingesetzt. In Frage kommen hier beispielsweise Natrium sulfuricum D6 (Nr. 10), welches in hohem Maße die Ausscheidungsprozesse fördert und Natrium phosphoricum D6 (Nr. 9), das unter anderem zahlreiche Stoffwechselprozesse ankurbelt, die im Bauch wohltuend wirken. Hinzu kommt Kalium chloratum D6 (Nr. 4): Dieses hat einen ausgleichenden Effekt auf die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln und kann dadurch eine gestörte Muskelarbeit des Verdauungstraktes wieder ausbalancieren – auf diesem Wege wird einem Blähbauch sowie Bauchkrämpfen entgegengewirkt.

Blähungen lassen sich auch mit Hilfe von Akupunktur in vielen Fällen sehr gut behandeln, auch Akupressur verschafft oft eine Linderung der Beschwerden. Daher empfiehlt es sich, die entsprechenden Punkte zu lernen, um die Akupressur selbst durchführen zu können. Auch durch eine Fußreflexzonen-Massage kann der Darm beruhigt und gleichzeitig angeregt werden, diese Methode eignet sich ebenso zur Selbstbehandlung.

Weitere hilfreiche naturheilkundliche Verfahren bei einem aufgeblähten Bauch sind beispielsweise gezieltes Heilfasten und Darmsanierungen bzw. Darmreinigungen, wodurch der Wiederaufbau einer gesunden Darmflora erzielt wird. Liegt dem Blähbauch eine psychische Ursache zugrunde, können darüber hinaus auch Hypnotherapie oder andere Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Progressive Muskelrelaxion sinnvoll sein, um Stressfaktoren zu reduzieren und zu lernen, Beschwerden aus eigener Kraft zu erkennen und zu bewältigen.

In der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird darüber hinaus davon ausgegangen, dass ein Blähbauch auch Folge einer geschwächten Milz-Energie (Milz-Qi) sein kann, die wiederum beispielsweise durch falsche Nahrungsaufnahme (schnelles, unregelmäßiges Essen), zu viel Zucker, chronische Krankheiten oder psychische Belastungen verursacht werden kann. Dementsprechend konzentriert sich die TCM auf eine Stärkung des Milz-Qi, wobei unter anderem davon ausgegangen wird, dass die Milz trocken-warme Speisen liebt und daher zu viele kalte, feuchte und süße Speisen vermieden werden sollten. Ebenso sollte beispielsweise täglich zur selben Zeit und vor allem in Ruhe gegessen werden, außerdem ist es laut der TCM ratsam, nur soviel zu essen, bis ein Sättigungsgefühl einsetzt. Neben der Ernährung ist im Sinne der TCM auch die Balance zwischen Körper und Seele eine Grundvoraussetzung für ein gesundes Milz-Qi – dementsprechend empfiehlt sich hier bei einem Blähbauch bzw. zur Vorbeugung durch Entspannungs- und Meditationsübungen für eine „starke Mitte“ zu sorgen.

Vorbeugung eines Blähbauchs

Bei einer verstärkten Anfälligkeit für Blähungen, helfen oft schon einfache Mittel, um Beschwerden vorzubeugen. So sollten Betroffene bereits beim Kochen zum Beispiel darauf achten, rohes Gemüse besser zu dünsten, da es in dieser Form meist sehr viel besser vertragen wird. Zudem zeigt sich in vielen Fällen die Zugabe von Kümmel oder Fenchelsamen als sinnvolle Vorbeuge-Maßnahme gegen Blähungen und einen Blähbauch. Generell sollte sich für die Mahlzeiten immer genug Zeit genommen werden – denn wer gründlich kaut, aufhört zu essen, sobald er satt ist und darüber hinaus weitgehend auf Fett verzichtet, kann auf diesem Wege bereits effektiv einem Blähbauch entgegenwirken. Wer eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hat, sollte diese zudem unbedingt meiden. Auch ausreichendes Trinken ist wichtig – dabei sollte hier jedoch im besten Falle auf Getränke mit Kohlensäure oder Alkohol verzichtet werden und stattdessen besser zu stillem Wasser oder Kräutertee gegriffen werden. Auch Bewegung spielt eine zentrale Rolle bei der Vorbeugung. Betroffene sollten dementsprechend jederzeit für ausreichend körperliche Aktivität sorgen, um zu vermeiden, dass der Verdauungsprozess ins Stocken gerät und sich unnötige Darmgase bilden können. (nr)

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