Hausmittel bei Akne

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Bewährte Naturheilmittel für die Behandlung von Akne

Hausmittel gegen Akne sind durchaus einen Versuch wert, vor allem, wenn die Hauterkrankung nicht ausgeprägt ist. Die häufigste Ursache für unreine Haut ist die Pubertät. Doch sie kann auch in anderen Zeiten hormoneller Umstellung auftreten, wie zum Beispiel in der Schwangerschaft, in den Wechseljahren und durch die Einnahme der Pille. Stress, Kosmetika oder Medikamente kommen ebenso als Auslöser in Betracht. Nicht immer muss gleich der Hausarzt aufgesucht werden. Stattdessen können natürliche Heilmittel oft zur Linderung der Beschwerden beitragen und zu einer gesunden, ebenmäßigen Haut verhelfen.

Hilfreiche Tipps gegen Akne

Bei Akne ist oberstes Gebot die Reinigung der Haut und zwar zweimal täglich. Auf aggressive Waschsubstanzen ist dabei zu verzichten. Nach dem Waschen wird die Haut abgetupft und nicht abgerubbelt. Hände gehören nicht ins Gesicht, sie könnten dort Bakterien hinterlassen. Die Pflegeprodukte sollten ölfrei sein, keine Konservierungsmittel und am besten natürliche Stoffe, wie Kamille, Aloe Vera, Ringelblume oder Hamamelis (Zaubernuss) enthalten. Anstatt fetthaltiger Cremes werden Fluids oder Gele verwendet. Tägliche Bewegung an der frischen Luft kurbelt die Durchblutung der Haut an.

Acne skin because the disorders of sebaceous glands productions
Starke Akne kann für die Betroffenen zu einer erheblichen Belastung werden. Bild: Ocskay Bence/fotolia.com

Eine leichte Form der Akne ist häufig mit Hausmitteln in den Griff zu bekommen. Sind die Hautprobleme jedoch sehr ausgeprägt, wird der Gang zum Arzt unumgänglich. Hier hält auch die Naturheilpraxis verschiedenste Therapien zur Behandlung der unreinen Haut bereit. Dazu gehören zum Beispiel die Anthroposophische Medizin, die Schüssler Salz Therapie, Homöopathie und Phytotherapie.

Wichtig für alle Anwendungen

Wichtig für alle Anwendungen ist, dass vorher stets die Hände gewaschen werden. Für das Auftupfen der verschiedenen Mittel ist ein Wattestäbchen oder ein sauberes Wattepad zu empfehlen.

Dampfbad – einmal pro Woche

Ein Dampfbad, einmal pro Woche durchgeführt, ist eine recht wirkungsvolle Anwendung bei Akne. Vor der Anwendung ist eine gründliche Reinigung des Gesichts nötig. Für das Dampfbad wird eine Schüssel mit sehr heißem Wasser befüllt, eventuell angereichert mit einer Hand voll getrockneter Kamillenblüten oder Ringelblumen. Mit einem Handtuch über dem Kopf wirkt der Dampf circa zehn bis fünfzehn Minuten lang. Danach muss die Haut gut abgetrocknet werden.

Dem Wasser können auch ätherische Öle, wie zum Beispiel Rosmarin oder Grapefruit, emulgiert in etwas Sahne oder Olivenöl, zugefügt werden. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Nicht jeder verträgt die Aromatherapie mit ätherischen Öle. Nach dem Dampfbad sorgt etwas eiskaltes Wasser für den Frischekick. Die Haut wird dadurch rosig und frisch. Danach sollte das Gesicht mit einer sanften Pflege, in Form von Feuchtigkeitsfluid oder -gel verwöhnt werden. Bei erweiterten Gesichtsäderchen ist die Dauer des Dampfbades auf fünf bis zehn Minuten zu reduzieren.

Eine Maske aus Heilerde reinigt die Poren und wirkt Akne entgegen. (Bild: Picture-Factory/fotolia.com)
Eine Maske aus Heilerde reinigt die Poren und wirkt Akne entgegen. (Bild: Picture-Factory/fotolia.com)

Heilerde: Bentonit als Maske

Heilerde gehört mittlerweile zu den bekannten Hausmitteln, sowohl für die innerliche als auch für die äußerliche Anwendung. Gerade für die Haut hat dieses Pulver ein großes Anwendungsspektrum. Eine besondere Form der Heilerde stellt die vulkanische Mineralerde „Bentonit“ dar. Diese hat einen hohem Reinigungseffekt und eignet sich daher ebenfalls sehr gut zur Behandlung von Akne.

Sowohl Heilerde als auch Bentonit sind in der Lage, Talg und Schmutz aus den Poren zu holen, gleichzeitig die Durchblutung der Haut anzuregen und entzündungshemmend zu wirken.

Anleitung für eine Heilerde-Maske:

  • Rühren Sie aus dem Pulver (Heilerde oder Bentonit) mit Wasser einen Brei an
  • Tragen Sie diesen auf das gereinigte Gesicht bzw. die betroffenen Stellen auf
  • Die Maske bleibt circa zwanzig bis dreißig Minuten auf dem Gesicht
  • Anschließend wird sie mit lauwarmem Wasser abgespült und die Haut mit Gesichtsgel
    oder -fluid gepflegt
  • Die Maske wird am besten ein Mal pro Woche angewendet.

Tipp: Wem das Anrühren zu lästig ist, der greift zur fertigen Heilerdepaste. Diese ist sofort einsatzbereit.

Teebaumöl statt Ausdrücken der Pickel

Wer unter Akne leidet, kann häufig nicht umhin, seine Pickel auszudrücken. Das sollte jedoch unbedingt unterlassen werden, denn dadurch können zusätzliche Entzündungen und sogar Narben entstehen. Besser ist es, die Pickel mit Teebaumöl zu betupfen. Dieses wirkt antientzündlich, antiviral und antibakteriell. Hier ist allerdings unbedingt auf die richtige und vorsichtige Anwendung zu achten.

Für die Behandlung der Haut ist ein Teebaumöl vorzuziehen, dessen Cineol-Gehalt nicht mehr als fünf Prozent beträgt. Das Öl sollte nicht zu lange gelagert, also lieber in kleinen Mengen gekauft werden. Teebaumöl wirkt nicht von heute auf morgen. Etwas Geduld ist nötig. Das Öl wird nicht pur angewandt, sondern ist mit etwas Gesichtsgel oder Gesichtswasser zu vermischen und wird so auf die betroffenen Stellen aufgebracht. Von großflächigem Einsatz ist unbedingt abzusehen. Bei Hautirritationen, ausgelöst durch das Teebaumöl, ist die Anwendung sofort abzubrechen.

Anwendungen mit Rosenwasser

Rosenwasser in Verbindung mit Zitronensaft ist ein einfach anzuwendendes Hausmittel gegen Pickel. Dafür wird ein Esslöffel Rosenwasser mit etwas Zitronensaft verrührt. Anschließend werden damit die betroffenen Pickel und Pusteln abgetupft und nach zehn Minuten mit lauwarmem Wasser abgespült.

Das Wasser ist auch als Gesichtswasser oder als Zutat für eine Maske zu empfehlen. Diese Anwendungen sind sowohl bei trockener als auch bei fettiger Haut einen Versuch wert.

Anleitung für eine Honig-Rosenwasser-Maske:

  1. Zwei Esslöffel Honig werden gemeinsam mit einem Stück Gurke
    (circa zwei Zentimeter dick) püriert
  2. Geben Sie so viel Rosenwasser hinzu, bis eine Paste entsteht
  3. Tragen Sie diese als Maske auf das Gesicht auf, wobei der Augen- und Mundbereich
    ausgespart wird
  4. Die Maske verbleibt ungefähr eine halbe Stunde auf dem Gesicht und wird dann mit reichlich Wasser abgespült
  5. Anschließend wird die Haut bei Bedarf mit etwas natürlichem Gesichtsgel gepflegt
Frische, im Mörser zerstoßene Pfefferminzblätter können den Schmerz lindern und gegen Entzündungen wirken. (Bild: Africa Studio/fotolia.com)
Frische, im Mörser zerstoßene Pfefferminzblätter können den Schmerz lindern und gegen Entzündungen wirken. (Bild: Africa Studio/fotolia.com)

Natürliche Behandlung mit Pfefferminze

Die Pfefferminze dient nicht nur innerlich als Tee gegen Magenprobleme, sondern auch äußerlich für die Behandlung von Akne. Dafür werden ein paar frische Minzeblätter im Mörser zerstoßen, auf die betroffenen Stellen aufgebracht und nach zehn Minuten abgewaschen.

Kieselsäuregel für die innerliche und äußerliche Anwendung

Kieselsäuregel wirkt sich positiv auf Sehnen, Knorpel, Knochen, Haut, Haare und Nägel aus. Das Gel ist sowohl innerlich als auch äußerlich anwendbar. Die Pickel werden damit betupft und das Ganze nach einer Einwirkzeit von circa zehn Minuten abgespült. Zusätzlich ist die Einnahme zur inneren Anwendung empfehlenswert.

Grüner Tee als Gesichtswasser

Ein ganz einfaches Hausmittel bei Akne ist grüner Tee. Dieser wird regelmäßig getrunken und kann zusätzlich als Gesichtswasser dienen. Eine täglich frische Zubereitung ist dabei wichtig.

Apfelessig

Apfelessig kann – innerlich und äußerlich angewendet – sehr wirkungsvoll sein. Da die Ursache für Akne eine Übersäuerung des Körpers sein kann, wird jeden morgen ein Esslöffel eines guten Apfelessigs in ein Glas Wasser gerührt und nüchtern getrunken. Zusätzlich dient der Essig zum Abtupfen der unreinen Stellen.

Waschen und Pflegen mit Essig und Lavendel

Bei dieser Lösung zum Waschen und Pflegen handelt es sich um ein altbewährtes Naturheilmittel gegen Pickel und unreine Haut.

Lavendel-Arnika-Essig

  • 20 g Lavendelblüten
  • 750 ml Apfelessig
  • 10 g Arnikablüten

Vermengen Sie die Kräuter mit dem Apfelessig und geben Sie alles zusammen in eine gut verschließbare Flasche. Lassen Sie die Mischung 14 Tage lang an einem sonnigen Platz ziehen, wobei die Flasche regelmäßig geschüttelt wird. Nach Ablauf der Zeit filtern Sie die Lösung ab. Diese kann nun dem Waschwasser zugegeben oder mithilfe eines Wattepads direkt auf die betroffenen Stellen getupft werden.

Maske mit Naturjoghurt

Naturjoghurt wird auf das gewaschene Gesicht aufgebracht und nach einer viertel Stunde abgewaschen. Bei Bedarf wird die Haut danach mit geeigneter Pflege geschützt.

Weizenkeimöl und Honig als Maske

Aus je einem Esslöffel Weizenkeimöl und Honig wird eine Paste gerührt und auf das gereinigte Gesicht aufgetragen. Die Maske bleibt für circa fünf Minuten auf der Haut und wird anschließend abgewaschen.

Das Bienenkittharz Propolis stellt aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe ein beliebtes Hausmittel gegen Pickel und Akne dar. (Bild: shaiith/fotolia.com)
Das Bienenkittharz Propolis stellt aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe ein beliebtes Hausmittel gegen Pickel und Akne dar. (Bild: shaiith/fotolia.com)

Propolis desinfiziert und heilt

Propolis, das Kittharz der Bienen, ist eine kostbare und gesunde Substanz, die sowohl zur innerlichen als auch zur äußerlichen Anwendung dient. Bei Akne wird auf Pickel und Pusteln mit einem Ohrenstäbchen etwas Propolistinktur aufgetupft und dies am besten zwei- bis dreimal täglich wiederholt.

Knoblauch über Nacht

Ein bekanntes Hausmittel gegen fettige Haut und Akne ist Knoblauch. Dieser wird aufgrund des üblen Geruchs meist ungern angewandt, ist jedoch relativ wirksam. Bei unreiner Haut wird eine Knoblauchzehe halbiert und damit die betroffenen Stellen eingerieben. Wer den Geruch ertragen kann, lässt den Saft über Nacht einwirken und wäscht das Ganze erst am morgen ab.

Aloe Vera

Die Aloe Vera Pflanze hat ein großes Einsatzgebiet. Mittlerweile sind für die innerliche und äußerlichen Anwendung die verschiedensten Präparate auf dem Markt. Wer eine Aloe Vera Pflanze zu Hause hat, kann sich ein Blatt abschneiden und mit dem austretenden Gel die Haut behandeln. Ist der Kauf eines Gels geplant, sollte unbedingt auf Reinheit und Qualität geachtet werden. Aloe Vera ist ein Feuchtigkeitsspender, wirkt jedoch auch anitbakteriell und wundheilend.

Aspirin für die äußerliche Behandlung

Aspirin ist nicht für eine längere Anwendung gedacht, sondern nur, wenn ein großer Pickel Beschwerden bereitet und schnell beseitigt werden soll.

Aspirin-Paste für den Notfall

  1. Zerdrücken Sie eine Aspirintablette
  2. Vermischen Sie diese mit einigen Tropfen Wasser zu einem Brei
  3. Tragen Sie diesen auf das „Ungetüm“ auf
  4. Nach zehn Minuten wird die Paste wieder abgewaschen

Achtung: Dieser Tipp ist nichts für den täglichen Gebrauch, sondern sollte wirklich nur selten zum Einsatz kommen, da die Wirkstoffe des Aspirins durch die Haut in den Blutkreislauf gelangen können.

Natron, auch als "Backsoda" bekannt, kann sehr hilfreich bei der Behandlung von Pickeln sein. (Bild: Heike Rau/fotolia.com)
Natron, auch als „Backsoda“ bekannt, kann sehr hilfreich bei der Behandlung von Pickeln sein. (Bild: Heike Rau/fotolia.com)

Natron für einzelne Pickel

Eine Alternative zu Aspirin, die auch wesentlich gesünder ist, stellt Natron dar. Dies wird mit etwas Wasser verdünnt und kann gleichzeitig auf mehrere Pickel aufgetragen werden. Nach kurzem Einwirken wird auch dies abgewaschen.

Ringelblumentinktur

Die Ringelblume ist ein weit verbreitetes natürliches Hausmittel. Sie wird nicht nur zur allgemeinen Wunddesinfektion und Heilung, sondern auch bei Akne eingesetzt. Die betroffenen Stellen sollten dreimal täglich mit einer Ringelblumentinktur betupft werden. Diese ist in der Apotheke erhältlich.

Salz-Zitrone-Peeling

Ein Peeling löst abgestorbene Hautschuppen und reinigt intensiv die Haut. Häufiger als einmal in der Woche sollte ein Peeling allerdings nicht angewandt werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die Haut austrocknet. Augen und Mund sind stets frei zu halten.

Zitrone wirkt reinigend und entzündungshemmend auf die Haut. Salz übernimmt den „Rubbeleffekt“, kurbelt die Durchblutung an und entsäuert die Haut. Zitronensaft und Salz sind demnach eine gut Kombination, um gegen Akne vorzugehen.

Peeling mit Salz und Zitrone:

  1. Meersalz wird mit etwas Zitronensaft zu einem Brei vermischt
  2. Diese wird mit einem Wattepad auf der Haut verteilt und nach Bedarf leicht verrieben, um den Peeling-Effekt zu unterstützen
  3. Zehn Minuten später wird das Zitronen-Salz-Gemisch mit reichlich Wasser entfernt
  4. Anschließend sollte unbedingt eine geeignete Feuchtigkeitspflege aufgetragen werden

Achtung: Bei offenen, entzündeten Pickeln sollte dieses Peeling nicht zur Anwendung kommen, da beides zusammen ein äußerst unangenehmes Brennen verursachen kann.

Peeling mit Backpulver

Backpulver bei Akne klingt etwas ungewöhnlich, ist aber durchaus einen Versuch wert. Backpulver reinigt und entsäuert die Haut. Für das Peeling wird dies mit etwas Wasser vermischt, mit einem Wattepad in kreisenden Bewegungen auf das Gesicht aufgetragen und nach circa drei Minuten abgespült. Wie bei allen Peelings, ist danach an etwas Feuchtigkeit zu denken.

Kaffeesatz zur Förderung der Durchblutung

Kaffeesatz regt die Durchblutung an, wodurch die Bildung neuer Hautzellen gefördert wird. Frischer, erkalteter Kaffeesatz wird mit ein wenig gutem, nativen Olivenöl vermischt und mit einem Pad in die Haut einmassiert. Die Einwirkzeit beträgt drei Minuten, bevor der Kaffee mit reichlich lauwarmem Wasser abgewaschen wird. Eine Feuchtigkeitspflege darf auch hier danach nicht fehlen.

Ein Peeling mit Kaffeesatz reinigt die Haut, wirkt revitalisierend und fördert die Durchblutung. (Bild: M. Schuppich/fotolia.com)
Ein Peeling mit Kaffeesatz reinigt die Haut, wirkt revitalisierend und fördert die Durchblutung. (Bild: M. Schuppich/fotolia.com)

Teerezepte zur innerlichen Anwendung

Bei Akne braucht die Haut auch von innen heraus die passende Behandlung. Die folgenden Teemischungen sollten jedoch niemals länger als sechs Wochen ununterbrochen getrunken werden.

Teemischung aus Stiefmütterchen

Stiefmütterchen, Schachtelhalm und Brennnessel werden zu gleichen Teilen gemischt. Anschießend wird ein Teelöffel davon mit einem viertel Liter kochendem Wasser überbrüht und nach fünf bis sieben Minuten abgeseiht. Dreimal am Tag wird davon eine Tasse in kleinen Schlucken, ungesüßt getrunken.

Aufguss mit Klettenwurzel und Birkenblättern

Die Mischung besteht aus Klettenwurzel und Birkenblätter, je zu gleichen Teilen. Ein Teelöffel davon wird mit 250 Millilitern kochendem Wasser übergossen, nach fünf Minuten abgeseiht und davon drei Tassen täglich getrunken.

Brennnesseltee

Die Brennnessel hat eine reinigende Wirkung und ist dazu noch eisenhaltig. Dieser Tee wirkt am besten, wenn er nachmittags zwischen 15.00 Uhr und 19.00 Uhr getrunken wird, da dies, nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die Organzeit für Blase und Niere ist.

Für einen Brennnesselaufguss benötigen Sie:

  • 20 g Brennnesselblätter
  • 20 g Löwenzahn
  • 10 g Faulbaumrinde
  • 10 g Anis

Vermischen Sie die Kräuter. Für eine große Tasse Tee übergießen Sie 2 TL der Mischung mit einem Viertelliter kochendem Wasser. Nach etwa 10 Minuten wird der Aufguss abgeseiht. Trinken Sie den Tee für die Hautreinigung von innen als Kur drei Mal täglich.

Behandlung mit Eigenurin

Eine altbewährte Methode gegen unreine Haut ist die Eigenurintherapie. Dieser Ansatz klingt für viele Betroffene eher befremdlich, kann aber sehr hilfreich bei Akne sein. Der Grund für den positiven Effekt auf die Haut ist der im Urin enthaltene Harnstoff, welcher entzündungshemmend und wundheilend wirkt.

Für die äußere Behandlung werden die betroffenen Stellen mit ein paar Tropfen aus dem Mittelstrahl des Morgenurins betupft. Hierfür wird ein Wattepad in die frische Flüssigkeit getaucht und der Urin damit anschließend auf die gründlich gereinigte Haut aufgetragen.

Der Eigenurin sollte etwa 15 Minuten einwirken, danach kann er abgewaschen werden oder auf der Haut verbleiben. Anschließend wird die normale Pflege fortgesetzt und eine Creme bzw. ein Gel auf die Haut gegeben. Soll der Urin zur Behandlung unreiner Haut am Rücken zum Einsatz kommen, empfiehlt es sich, eine größere Menge frischer Flüssigkeit ins Badewasser zu geben, um auch schwer zugängliche Stellen zu erreichen.

Wichtig: Auf die richtige Ernährung achten

Die Haut ist das größte menschliche Organ. Die Akne oder andere Hauterkrankungen entstehen in der Regel von innen heraus. So gilt eine gesunde Ernährung als äußerst wichtig, um etwas für die Haut zu tun. Ungesunde Süßigkeiten sollten gemieden werden. Ebenso ist der Konsum von Milchprodukten zu reduzieren. Wichtig sind Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Tierisches, wie Fleisch und Wurst, ist zu reduzieren. Kaffee wirkt steigernd auf die Ausschüttung der Stresshormone. Stress wiederum kann Akne begünstigen. Deshalb sollte Kaffee nur in kleinen Mengen getrunken werden.

Bei Akne ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung sehr wichtig. Unter anderem sollten zinkhaltige Lebensmittel wie Haferflocken oder Käse regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. (Bild: Africa Studio/fotolia.com)
Bei Akne ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung sehr wichtig. Unter anderem sollten zinkhaltige Lebensmittel wie Haferflocken oder Käse regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. (Bild: Africa Studio/fotolia.com)

Lebensmittel, die viel Zink enthalten, sind ebenfalls wichtig. Dazu gehören Haferflocken, Roggen- und Weizenkeimlinge, Weizenkleie und Käse. Eisen spielt eine entscheidende Rolle bei der Versorgung der Haut mit Sauerstoff. Dies ist vor allem in roten Früchten, Hirse, Fenchel und Brennnesseln enthalten.

Gegen die Verhornungsstörung, die bei Akne vorliegt, wirkt das Vitamin A, das zum Beispiel in Karotten und Aprikosen vorkommt. Um das Immunsystem zu stimulieren, muss genügend Vitamin C konsumiert werden, das unter anderem in Fenchel, Brokkoli, Paprika, schwarzen Johannisbeeren, Sanddorn, Hagebutten und Zitrusfrüchten enthalten ist. Ein ausreichender Flüssigkeitskonsum ist für die Haut generell unumgänglich. Daher sollten am Tag zwei bis drei Liter stilles Wasser getrunken werden.

Ursachen von Akne

Akne entsteht durch eine vermehrte Sekretion der Talgdrüsen im Zusammenhang mit einer Verhornungsstörung der Haarfollikel. Die Ursache dafür ist eine gesteigerte Androgenproduktion. Die Drüsengänge werden im Laufe der Zeit immer enger und an deren Enden lagern sich Talg und Hornzellen an. So entstehen Mitesser oder helle Pusteln, die sich infizieren und entzündlich verändern können. (sw, nr; aktualisiert am 28.9.2016)