Den Blutdruck natürlich senken

Susanne Waschke
Um den Blutdruck ganz natürlich zu senken, existieren die verschiedensten Möglichkeiten. Häufig reichen Ernährungsumstellungen, eine Änderungen der Lebensweise und verfügbare Hausmittel aus, um unseren Blutdruck zu normalisieren. Auch wenn bereits ein Arzneimittel erforderlich wird, sollte gleichzeitig auf einen gesunden Lebensstil geachtet werden. In den nächsten Zeilen erfahren Sie Wichtiges über die Ursachen, Auswirkungen und vor allem über die (natürlichen) Behandlungsmöglichkeiten bei Bluthochdruck (Hypertonie). Tückisch am hohen Blutdruck ist, dass oftmals keine auffällige Symptomatik damit einhergeht.

Ursachen

In vielen Fällen werden bei einem hohen Blutdruck keine organischen Ursachen gefunden. Dies wird als essentielle Hypertonie bezeichnet. Von einer primären Hypertonie ist die Rede, wenn der hohe Blutdruck nicht aufgrund einer vorliegenden Erkrankung entstanden ist. Zu den Risikofaktoren gehören Übergewicht, familiäre Häufung, Mangel an Bewegung, Stress, Rauchen, zu hoher Alkoholkonsum, kaliumarme Ernährung und Medikamente, wie zum Beispiel die Anti-Baby-Pille, einige Schmerzmittel oder Kortison. Ein hoher Blutdruck kommt gehäuft bei Männern im Alter über 55 Jahre und bei Frauen, die älter als 65 Jahre sind, vor. Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen begünstigen das Entstehen von Bluthochdruck. Eine Sonderform stellt die Schwangerschaftshypertonie dar, die nur während dieser Zeit besteht und danach in der Regel wieder verschwunden ist.

Mit verschiedenen Maßnahmen lässt sich Bluthochdruck auf natürliche Weise senken. (Bild: Viacheslav Iakobchuk/fotolia.com)

Bei der sekundären Hypertonie liegt eine Grunderkrankung vor. Dies sind zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen der Niere, Schilddrüsenüberfunktion und Hormon bildende Tumore.

Symptome

Ein zu hoher Blutdruck muss nicht zwingend zu Symptomen führen – leider. Denn, wenn die Patienten Beschwerden hätten, würden diese eher zum Arzt gehen und Hilfe wäre schneller möglich. Symptome einer Hypertonie sind Kopfschmerzen, vor allem im Hinterkopf, die häufig gleich nach dem Aufwachen einsetzten. Weitere Beschwerden sind Schwindel, Schlafstörungen, Nervosität und innere Unruhe, Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Sehstörungen, eine rote Gesichtsfarbe mit sichtbaren roten Äderchen (Couperose), Ohrensausen und Übelkeit.

Auswirkungen

Das hinterlistige an einem hohen Blutdruck ist, dass er oft Jahre lang nicht bemerkt wird. Währenddessen schädigt diese Erkrankung vor allem die Gefäße im Körper, woraus sich dann unbehandelt ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall und ernste Gefäßerkrankungen entwickeln können. Der hohe Druck im Kreislauf belastet das Herz und verengt die Gefäße. Nierenversagen und/oder eine sogenannte hypertensive Retinopathie (Gefäßveränderung der Netzhaut des Auges), können die Folge eines über längere Zeit hinweg unbehandelten oder unbeachteten Hochdrucks sein. Aufgrund der möglichen gesundheitsschädigenden Auswirkungen ist eine rechtzeitige Therapie und Lebensumstellung äußerst wichtig.

Bei der sogenannten Atherosklerose (umgangssprachlich auch Arterienverkalkung) verfettet das Arterienbindegewebe von innen, das kann Bluthochdruck auslösen. Ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung sind die wichtigsten Faktoren, die dieser Erkrankung vorbeugen. (Bild: GraphicsRF/fotolia.com)

Erste Schritte

Grundsätzlich sind geplante Ruhephasen sowie gegebenenfalls Entspannungsmethoden wie Yoga oder Autogenes Training wichtig, um die Stressanfälligkeit zu reduzieren. Das kann auch positive Auswirkungen auf den Blutdruck haben. Dringend nötig ist zudem der Verzicht auf Nikotin, da dies den Blutdruck ansteigen lässt und die Gefäße schädigt. Die Umstellung der Ernährung, Sport und verschiedene weitere Maßnahmen können darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag zur Normalisierung des Blutdrucks leisten.

Ernährungsumstellung

Um den Blutdruck längerfristig zu senken, muss unbedingt die Ernährung überdacht und eventuell umgestellt werden. Fast Food und Fertigprodukte sind vom Speiseplan zu streichen. Gegen ein Glas Wein ab und zu ist nichts zu sagen. Bei Männern liegt die Grenze bei 30 Gramm, bei Frauen bei 20 Gram Alkohol täglich. Um dies zu veranschaulichen: 0,2 Liter Wein enthalten circa 17,6 Gramm Alkohol, 0,33 Liter Bier rund 11,5 Gramm Alkohol. Ein Verzicht, mindestens an zwei Tagen pro Woche, ist empfehlenswert.

Der Gegenspieler des Natriums ist das Kalium. Diese Beiden sollten in einem gesunden Verhältnis im Körper vorhanden sein. Ist genügend Kalium vorhanden, kann auch mehr Natrium ausgeschieden werden, was sich positiv auf den Blutdruck auswirkt. Kalium ist vor allem enthalten in Bananen, Aprikosen, Kiwis, Kartoffeln, Grünkohl, Spinat und in Nüssen.

Salzkonsum einschränken

Ebenso ist der Salzkonsum einzuschränken, da dieses Gewürz den Blutdruck in die Höhe treiben kann. Hier ist auf versteckte Salze in Brot, Käse, Ketchup, Senf und Ähnlichem zu achten. Auch Fertigprodukte enthalten meist viel mehr Salz, als der Gesundheit gut tut. Die Tagesration an Salz sollte zwischen vier und sechs Gramm liegen. Alternativen dazu sind frische Kräuter wie zum Beispiel Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum, die das Essen schmackhaft machen.

Zum täglichen „Brot“ sollten Obst und Gemüse zählen. Für den, der nicht so gerne Obst am Stück isst, ist folgender Trick eine Empfehlung: Verschiedene Obstsorten werden als Obstsalat hergerichtet. Dieser wird zum Frühstück, als Nachspeise oder auch zwischendurch verzehrt. Aber auch ein Stück Gurke, Karotte oder Paprika sind als Zwischenmahlzeit geeignet. Die in Rohkost enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe senken den Blutdruck und den Cholesterinspiegel. Abends wird am besten auf Rohkost verzichtet und das Gemüse vor dem Verzehr angedünstet.

(Bild: Malyshchyts Viktar/fotolia.com)
Ananas wirkt dem erhöhten Blutdruck entgegen. (Bild: Malyshchyts Viktar/fotolia.com)

Ananas

Die Ananas ist reich an Enzymen und Vitaminen. Sie kann bei Verdauungsstörungen helfen, wirkt antientzündlich, entsäuert und macht das Blut, durch einen Aspirin ähnlichen Stoff, flüssiger. Täglich ein Stück Ananas nach den Mahlzeiten oder auch zum Frühstück, unterstützt den Kampf gegen hohen Blutdruck. Jedoch Vorsicht: Wer Blut verdünnende Medikamente einnimmt, sollte diese Frucht meiden.

Die richtigen Fette

Ungesättigte Fettsäuren sind wichtig für unsere Gesundheit und für unseren Cholesterinspiegel. Besonders viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren enthält fetter Seefisch. DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure) haben eine nachgewiesen blutdrucksenkende Wirkung, außerdem verbessern sie die Elastizität der Aterien. Deshalb ist der Verzehr von Fisch wie Thunfisch, Lachs, Makrele und Sardinen eine Wohltat für das Gefäßsystem und auch für den Blutdruck. Findet man den Fischgeschmack eklig, so können diese Fette ebenso geschmacksneutral als Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Ähnlich gut geeignet sind Leinöl und Olivenöl, sowie Walnussöl und Rapsöl. Weniger gesund dagegen sind die Fette in Fleisch und Wurst, Rinder- und Gänsefett ist dabei deutlich gesünder als beispielsweise Schweinefett. Um den Blutdruck zu senken, ist der Verzehr auf zweimal pro Woche zu reduzieren.

Knoblauch-Zitronen-Kur

Folgende Knoblauch-Kur verbessert die Fließeigenschaften des Blutes, schützt vor Arteriosklerose, stärkt das Immunsystem, entsäuert und lässt den Blutdruck sinken. Keine Angst vor dem üblen Knoblauchgeruch – durch die Zitronen wird dieser verhindert. Sechs Bio-Zitronen werden gewaschen und in Scheiben geschnitten. Zusammen mit einem halben Liter Wasser und dreißig geschälten Knoblauchzehen wird das Ganze fein gemixt und dann durch ein Sieb abgeseiht. Der übrig bleibenden Flüssigkeit wird noch ein weiterer halber Liter Wasser hinzugegeben und das Ganze auf dem Herd erwärmt. Der Sud bleibt dort, bei ausgeschalteter Herdplatte, ungefähr eine Stunde stehen. Danach ist die Knoblauch-Zitronen-Kur fertig und wird in Glasflaschen im Kühlschrank aufbewahrt. Die empfohlene Einnahme ist: zweimal täglich vor den Mahlzeiten ein Schnapsglas voll, gerne auch gemischt mit etwas Wasser. Die Kur dauert ungefähr drei Wochen lang. Nach einer zweiwöchigen Pause ist eine Wiederholung sinnvoll.

Knoblauch stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern kann bei regelmäßigem Verzehr den systolischen Bluthochdruck um 5 bis 10 mmHG senken. (Bild: 5ph/fotolia.com)

In der Ayuverdischen Medizin sind diese guten Eigenschaften des Knoblauchs seit über 2000 Jahren bekannt. Das im Knoblauch enthaltene Adenosin weitet die Blutgefäße, und führt somit zu einer Blutdrucksenkung. Achtung: steht Ihnen eine Operation bevor, so sollten sie auf die Einnahme von Knoblauchpräparaten verzichten. Der Knoblauch kann nämlich die Wirkung einiger Blutgerinnungshemmer verstärken.

Teerezepte gegen hohen Blutdruck

Mild blutdrucksenkend sind Heilpflanzen wie Weißdorn, Baldrian, Melisse und Misteltee. Die Teemischungen helfen nicht von heute auf morgen, sie benötigen eine Vorlaufzeit von mindestens vier Wochen. Nach sechs Wochen ist eine Pause von zwei Wochen nötig, bevor dieselbe Mischung wieder getrunken wird.

Rezept 1: Dreißig Gramm Weißdornblüten und -blätter, zwanzig Gramm Melissenblätter, vierzig Gramm Baldrianwurzel und vierzig Gramm Mistelkraut werden in einer Apotheke oder einem gut sortierten Kräuterladen gemischt. Ein Teelöffel der Mischung wird mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen. Der Tee sollte circa acht Minuten ziehen und wird morgens und abends ungesüßt getrunken.

Rezept 2: Mistelkraut, Weißdornblüten und -blätter und Melissenblätter werden zu gleichen Teilen gemischt, und ein Teelöffel davon mit 250 Millilitern kochendem Wasser aufgebrüht. Die Ziehzeit beträgt hier zwischen fünf und acht Minuten. Der Tee wird ebenso morgens und abends getrunken.

Die Mistel (hier mit Fruchtbesatz) kann bei Bluthochdruck als Heilpflanze helfen. Sie kann heiß als Tee aufgebrüht werden oder über Nacht kalt in Wasser ziehen. Achtung, die Beeren sind giftig und werden nicht verwendet. (Bild: Dagmar Gärtner/fotolia.com)

Akupunktur & Ayuverda

Akupunktur, eine Therapie aus der der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird in Naturheilpraxen häufig bei Vorliegen einer Hypertonie angewandt. Sowohl die Ohr- als auch die Körperakupunktur kommen hier zum Einsatz. Die Wirkung wurde inzwischen auch durch Studien bestätigt. Der Behandlung geht eine ausführliche Anamnese voraus, um die genauen Ursachen des Bluthochdrucks zu erkennen und diese dann auch behandeln zu können. In der ayuryerdischen Medizin werden unter anderem Extrakte aus Buntnessel gegen Bluthochdruck eingesetzt.

Homöopathie

Bei der Homöopathie ist ebenfalls zunächst eine ausführliche Anamnese wichtig, um das richtige Mittel für die Betroffenen zu finden. Homöopathische Mittel, die einen Bezug zu hohem Blutdruck haben, sind Arnica, Argentum nitricum, Belladonna, Calcium carbonicum, Dulcamara, Lycopodium, Lachesis, Nux vomica, Phosphor, Sulfur und Viele mehr. Nicht nur Einzelmittel der klassischen Homöopathie, sondern auch Komplexmittel, die mehrere einzelne Substanzen enthalten, können den Blutdruck senken.

Beim nassen Schröpfen wird ein Glas mit Unterdruck aufgesetzt, die Haut angeritzt und dann zieht der Unterdruck das Blut durch die Verletzungen heraus. (Bild: 88studio/fotolia.com)

Ausleitverfahren

Zu den Ausleitverfahren gehören das Schröpfen und der Aderlass. Beides kann den Blutdruck senken. Beim Aderlass wird eine kleine Blutmenge entnommen, um der Blutfülle etwas entgegen zu steuern. Das Schröpfen wird bei Hypertonikern in der blutigen Variante durchgeführt. Dadurch verbessern sich die Fließeigenschaften des Blutes und der Kreislauf wird positiv beeinflusst. Beide Verfahren werden vor allem von Heilpraktikern durchgeführt.

Schüßler Salze

In der Naturheilpraxis werden, um den Blutdruck zu senken, neben anderen Therapien auch Schüßler Salze verordnet. Wichtige Mittel sind hier Nr. 1 Calcium fluoratum, das die Gefäße elastisch hält, Nr. 2 Calcium phosphoricum für die Herztätigkeit, Nr. 5 Kalium phosphoricum für das Nervenkostüm, Nr. 7 Magnesium phosphoricum zur Entspannung und Entkrampfung, Nr. 8 Natrium chloratum für den Wasserhaushalt, Nr. 9 Natrium phosphoricum für den Fettstoffwechsel und Nr. 10 Natrium sulfuricum, um Schlacken und Gifte auszuschwemmen.

Rauwolfia

Rauwolfia (Rauwolfia serpentina) ist eine, der am stärksten blutdrucksenkend wirkenden Pflanzen. Die Wirkstoffe Reserpin und Raubasin werden seit langer Zeit in blutdrucksenkenden Medikamenten verwendet und sind bis einschließlich der homöopathischen Potenz D3 verschreibungspflichtig. Rauwolfia ist nicht für eine eigenmächtige Therapie gedacht. Sie sollte von einem Arzt oder Heilpraktiker verordnet werden. Aufgrund der Nebenwirkungen wie depressiver Verstimmung, Mundtrockenheit und Müdigkeit wird sie in der Regel nur noch in Kombinationspräparaten angewandt.

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, welches nur in wenigen Lebensmitteln wie Milchprodukten oder Seefisch natürlich vorkommt. Außerdem kann unser Körper es auch mit Hilfe von UV-B-Strahlung bilden. Ein Mangel kann Herzprobleme und Blutdruckschwankungen verursachen. (Bild: bit24/fotolia.com)

Vitamin D

Vitamin D wird mit Hilfe des Sonnenlichts vom Körper selbst hergestellt. Dazu sind täglich zehn bis fünfzehn Minuten Sonnenbestrahlung von Gesicht oder Händen nötig. Dabei ist zu beachten, dass die Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden besonders im Winter oft nicht ausreicht, um den Körper zur Produktion anzuregen. Im Zweifelsfall kann der Hausarzt einen Versorgungsmangel über eine Blutuntersuchung feststellen. Studien haben ergeben, dass Vitamin D nicht nur am Knochenstoffwechsel beteiligt ist, sondern neben anderen positiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit, den Blutdruck senken kann – am besten in einer Kombination aus Kalzium und Vitamin D. Eine eigenmächtige Einnahme ist jedoch nicht angebracht. Ein Arzt kann am Blutbild sehen, ob Vitamin D und/oder Kalzium fehlen und daraufhin das geeignete Mittel verordnen.

Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl ist vor allem bekannt in der Anwendung bei Allergien und zur Stärkung des Immunsystems. Die darin enthaltenen gesunden ungesättigten Fettsäuren (unter anderen auch Gamma-Linolensäure) machen die Gefäße geschmeidig, wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und sorgen für einen gesunden Blutdruck. Das ebenso enthaltene ätherische Öl Thymochinon wirkt zusätzlich blutzuckersenkend.

Bockshornklees

Dieses altbekannte Gewürz ist gegen einige Leiden lindernd als Heilpflanze nutzbar, auch gegen Bluthochdruck kann es wirken. Es gibt zum einen Essenzen und Auszüge aus den Samen, ebenso aber können diese zu Pulver gemahlen werden. Um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen, muss die Pflanze kontinuierlich eingesetzt werden.

Bockshornklee wirkt senkend auf den Bluthochdruck, indem er die Arterien weitet. (Bild: kostrez/fotolia.com)

Mit Sport den Druck senken

Gerade dann, wenn der erhöhte Blutdruck noch nicht lange besteht, kann er mit dem richtigen Sport wieder auf einen Normalwert gesenkt werden. Nicht Hochleistungssport oder stundenlange Übungen sind hier gefragt, sondern vielmehr ein kontinuierliches und auf den Körper angepasstes Ausdauertraining. Möchten Sie sanft zu mehr Bewegung finden, gibt es für den Anfang nichts besseres als lange, flotte Spaziergänge an der frischen Luft. Allein mit Sport kann der Hochdruck bereits um bis zu 10 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gesenkt werden.

Auch Krafttraining kann hierbei helfen, da durch mehr Muskeln im Körper die Inulinresistenz erhöht wird. Hat man schon lange keinen Sport mehr getrieben und ist bereits ein Alter über 50 Jahre erreicht, sollte man sich vor dem Sport bei einem Internisten, Sportmediziner oder Kardiologen untersuchen lassen. So lässt sich sicher erkennen, ob der Körper vor körperlichen Anstrengungen erst eine medikamentöse Blutdrucksenkung benötigt. Meist wird dabei zuerst ein Belastungstest mit EKG und Blutdruckmessung durchgeführt. Hierbei wird auch ein optimaler Trainingspuls ermittelt.

Die Trainingsintensität muss zwar spürbar sein, andererseits darf der Puls nicht zu stark steigen. Sind Sie bereits älter und haben noch nie in Ihrem Leben regelmäßig Sport getrieben, so sollten Sie sich unbedingt von einem erfahrenen Trainer in korrekte Kraftübungen einführen lassen. Nur so können ungesunde Übungsweisen wie die Pressatmung vermieden werden, welche den Blutdruck noch weiter erhöhen würden.

Besonders bei Übergewicht hilft Sport dem Körper, den Stoffwechsel anzukurbeln. Die dabei entstehende Blutdrucksenkung ist bei regelmäßigem Sport von Dauer. (Bild: Africa Studio/fotolia.com)

Gesunde Lebensweise

Sitzende Tätigkeit und Bewegungsmangel sind nicht gerade förderlich. Sportliche Betätigung, am besten mehrmals in der Woche, ist zu empfehlen. Dabei sollte die Sportart unbedingt auf die körperlichen Voraussetzungen abgestimmt sein. Eventuell muss dies vorher mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Anfangs genügen schon regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft. Ein Ausdauersport ist jedoch anzustreben. Sport hilft auch dabei, Stress zu reduzieren, der oft an der Entstehung eines Bluthochdrucks mit beteiligt ist.

Eine gesunde Lebensweise ist das A und O, um den Blutdruck zu senken. Immer empfehlenswert ist ausreichend und auch qualitativ guter Schlaf. Je rascher ein hoher Blutdruck diagnostiziert wird, desto schneller kann geholfen werden. Die Schulmedizin hat hier die verschiedensten Präparate parat, um den Blutdruck zu senken. Manchmal vergeht allerdings etwas Zeit, bis die Betroffenen richtig eingestellt sind, das heißt, bis das geeignete Blutdruck stabilisierende Mittel gefunden wurden, mit dem sich Betroffene wohl fühlen. Erhöhter oder zu hoher Blutdruck ist unbedingt ernst zu nehmen. Eine Ernährungsumstellung, regelmäßige Bewegung, die Naturheilkunde und einige Hausmittel können hier helfen, um der Hypertonie zu Leibe zu rücken. Im Zweifelsfall sollte aber nicht auf klassische Medikamente verzichtet werden.

Gewichtsverlust zur sicheren Blutdrucksenkung

Tritt erhöhter Blutdruck zusammen mit starkem Übergewicht auf, so kann der Druck durch strikte Diät stark verringert werden. Bei nur zehn Kilogramm Abnahme sinkt der systolische Blutdruck oft bereits um 15 mmHG. So lässt sich vielmals eine medikamentöse Kombinationstherapie vermeiden. Ein Hausarzt oder Heilpraktiker können hierbei helfen. (sw, dp; aktualisiert am 21.08.2018)