Die besten Hausmittel gegen Bronchitis

Susanne Waschke
Eine Bronchitis ist nicht nur ein einfacher Husten, sondern sie beruht meist auf einer viralen Infektion der oberen Atemwege, die sich nach unten ausgebreitet hat. Eventuell wurde eine Erkältung verschleppt, wodurch sich dann die Bronchitis (Entzündung der Bronchien) entwickeln konnte. Zu der anfangs viralen Infektion kann sich später ein bakterieller Infekt hinzugesellen. Nicht immer sind gleich verschreibungspflichtige Medikamente nötig. Hausmittel gegen Bronchitis verflüssigen den Schleim, erleichtern das Abhusten und verringern rasselnden Husten, stärken das Immunsystem und verbessern das Allgemeinbefinden. Auch können sie zusammen mit einer schulmedizinischen Therapie die Heilung beschleunigen.


Bessert sich ein Husten nach einer Woche gar nicht und/oder kommen noch Allgemeinsymptome, wie Erschöpfung, Fieber , Kopfschmerzen und Gliederschmerzen hinzu, ist der Gang zum Arzt angeraten. Auch ein längeres, allgemeines Krankheitsgefühl sollte näher untersucht werden. Bei Bluthusten muss unmittelbar ein Arzt aufgesucht werden.

Bei starkem Husten in Verbindung mit Schmerzen und ständigem Hustenreiz über längere Zeit sollte ein Arzt die Lunge abhören – es kann eine Bronchitis, vielleicht aber auch eine Lungenentzündung sein. (Bild: Aaron Amat/fotolia.com)

Verschiedene Brustwickel

Brustwickel sind einfache Hausmittel gegen Bronchitis. Sie sind leicht anzuwenden und wirken Auswurf fördernd, Hustenreiz stillend und antientzündlich. Alle Wickel sollten im Liegen, in Ruhe, eventuell zugedeckt, durchgeführt werden.

Brustwickel mit Quark

Ein Brustwickel mit Quark hilft bei fest sitzendem Husten und Hustenreiz. Auf ein Baumwolltuch wird in der Mitte von einem Ende zum anderen Quark aufgetragen, dann das Tuch von beiden Seiten her eingeschlagen. Damit das Ganze nicht zu kalt ist, wird der Wickel für ein paar Minuten auf der Heizung oder einer Wärmflasche angewärmt. Dann wird der Brustwickel so um den Oberkörper gelegt, dass die Wirbelsäule frei ist. Darüber kommt noch ein weiteres Tuch und als letztes ein Wollschal. Links und rechts wird zusätzlich je eine Wärmflasche oder ein erwärmtes Dinkel- oder Kirschkernkissen an die Rippen gelegt. Der Wickel kann bei Erwachsenen solange bleiben, wie dies als angenehm empfunden wird.

Brustwickel mit heißem Zitronensaft

Dieses Hausmittel gegen Bronchitis ist nur für Betroffene geeignet, die eine intakte, unempfindliche Haut haben. Der Wickel hilft bei fest sitzendem Husten. Dafür wird der Saft einer Zitrone mit einem halben Liter heißem Wasser vermischt. Ein damit getränktes Tuch dient dann als Brustwickel. Aber Vorsicht – die Hitze sollte angenehm sein. Über das Baumwolltuch kommt noch ein Weiteres und zum Schluss ein Wollschal. Bei Juckreiz oder Unbehagen ist der Wickel sofort abzunehmen. Ansonsten kann dieser maximal eine Stunde lang getragen werden. Die Haut wird danach am besten mit einer pflegenden Creme nachbehandelt.

Brustwickel mit Kartoffeln

Kartoffeln halten die Wärme sehr lange. Beim Anlegen ist hier Vorsicht geboten. Vier bis sechs Kartoffeln werden in Schale gekocht und danach in ein Küchentuch eingeschlagen und mit der Faust oder einem Nudelholz zerquetscht. Die Kartoffelpaste auf ein Baumwolltuch, die Enden eingeschlagen und schon ist der Kartoffelwickel fertig. Dieser wird noch mit einem Wolltuch fixiert. Der Wickel kann so lange liegen bleiben, wie dies angenehm ist, gern auch über Nacht.

Das in Bienenwachs enthaltene Propolis ist ein wertvoller Rohstoff, der antiviral und antibakteriell wirkt. Die enthaltenen Flavonoide fördern die Wundheilung bei Atemwegserkrankungen. Es kann nicht nur als Wickel, sondern auch als Hustenpastille genutzt werden. (Bild:
anusorn/fotolia.com)

Brustwickel mit Bienenwachs

Fertige Packungen mit einer Bienenwachsauflage und einem Stück Rohwolle sind in jeder Apotheke erhältlich. Das Bienenwachs wirkt reizlindernd, schleimlösend und verströmt noch dazu einen sehr angenehmen Geruch. Diese Auflage wird mit einem Fön angewärmt und dann auf die Haut aufgebracht. Darüber kommt die Rohwolle. Fixiert wird das ganze mit einem Seiden- oder Wollschal. Der Wickel bleibt dort, solange dies gewünscht wird.

Brustwickel mit Thymiantee

Geht die Bronchitis mit krampfartigem Husten einher, hilft der Brustwickel, getränkt mit Thymiantee. Dafür wird aus zwei Teelöffeln Thymiankraut und einem halben Liter kochendem Wasser ein Tee zubereitet, der zwischen fünf und zehn Minuten ziehen soll. Damit wird ein Baumwolltuch getränkt und, wenn dieses nicht mehr so heiß ist, um die Brust gelegt. Darüber kommen noch ein weiteres Baumwolltuch und ein Wollschal. Sobald der Wickel kalt ist, wird dieser abgenommen.

Brustwickel mit Zwiebeln

Zwiebeln werden zwar aufgrund ihres Geruchs oftmals nicht so gerne für Wickel verwendet, sie sind allerdings wirklich einen Versuch wert. Denn Zwiebeln sind in der Lage, die Entzündung aus dem Körper zu ziehen. So wird’s gemacht: Zwei Zwiebeln hacken, über dem Wasserdampf erhitzen, in ein Tuch einschlagen und dann auf die Brust legen, mit einem weiteren Tuch bedecken und mit einem Wolltuch warm halten. Der Wickel kann dort mindestens eine Stunde lang bleiben.

Lavendel kann bei einer Bronchitis die Muskulatur entkrampfen. Auch kann er bei kontinuierlicher Anwendung die Anzahl der Leukozyten (wichtig fürs Immunsystem) im Körper erhöhen. (Bild: Anton Gvozdikov/fotolia.com)

Brustwickel mit Lavendelöl

Lavendel-Öl riecht nicht nur gut, sondern unterstützt das Abhusten und wirkt noch dazu krampflösend. Für den Wickel wird am besten ein zehnprozentiges Lavendelöl aus der Apotheke verwendet. Das Innentuch wird mit dem warmen Lavendelöl getränkt und als Auflage benutzt. Darüber kommen etwas angewärmte Rohwolle oder Watte und dann ein Wollschal. Der Wickel kann ein paar Stunden liegen bleiben.

Thymianessenz

Thymian ist nicht nur bei Husten und Atemwegserkrankungen ein tolles Kraut. Der Thymian umfasst über 200 Sorten, dabei ist der Echte Thymian der häufigst genutzte hierzulande. Thymian sorgt dafür, dass sich der unangenehme Schleim besser abhusten lässt. Thymian eignet sich auch gut als Tee zum Schleim lösen.

Rezept für Thymian-Tinktur

  • Kräuter in ein Glas mit Schraubdeckel geben, etwas Platz lassen
  • 150ml hochprozentigen Alkohol zu den Kräutern geben, diese bedecken
  • 4 bis 6 Wochen an einm warmen Ort stehen lassen, gelegentlich schütteln
  • Tinktur durch einen Kaffefilter geben, in dunkle Flasche füllen
  • Mehrfach am Tag jeweils 20 Tropfen einnehmen, genug trinken
  • Tinktur hält sich an einem kühlem Ort jahrelang
  • Alkoholfreie Variante: Alkohol mit Apfelessig ersetzen
So wunderschön lila sieht der echte Thymian nur in Vollblüte aus. Er wächst wild in vielen Regionen Europas. Thymianöl wirkt antibakteriell und antiviral bei Atemwegserkrankungen wie einer Bronchitis. (Bild: Kisa_Markiza/fotolia.com)

Hustensaft – selbst gemacht

Zwiebelsaft ist ein Hausmittel, das schon unsere Großmütter bei Husten und Bronchitis verwendet haben. Für den Zwiebelsaft wird eine Zwiebel (Heilpflanze des Jahres 2015) fein gehackt, und mit zwei Esslöffeln Honig vermischt. Diese Mischung bleibt ein paar Stunden bei Zimmertemperatur stehen. Danach ist der Hustensaft fertig. Wer nicht so lange Zeit hat, kocht die gehackte Zwiebel in 125 Millilitern Wasser circa zehn Minuten lang. Je nach Heftigkeit der Beschwerden kann der Saft bis zu einmal stündlich – je ein Teelöffel voll – eingenommen werden. Achtung: Nur Hustenstiller dürfen auch abends vor dem Schlafen verabreicht werden, schleimlösender Hustensaft ist nur etwas für den Tag. In einem gesonderten Beitrag finden Sie weitere Hustenstiller als Hausmittel.

Inhalieren

Um den Schleim zu lösen und das Abhusten zu erleichtern, ist es ratsam, zweimal täglich zu Inhalieren. Dies wird am besten mit Meersalz oder Himalajasalz gemacht, das kostengünstig aber trotzdem wirkungsvoll ist. Zu empfehlen ist eine 0,9-prozentige Salzlösung. Das bedeutet, dass pro Liter Wasser neun Gramm Salz zugegeben werden. Der Kopf wird über eine – mit dem heißen Salzwasser gefüllte – Schüssel gebeugt und mit einem Handtuch zugedeckt. Anschließend den Dampf ungefähr zehn Minuten inhalieren. Die Salz-Wasser-Lösung befeuchtet die Atemwege und das Salz bindet Giftstoffe, die anschließend abgehustet werden können.

Teerezepte

Kräutertees gehörten zu den gängigen Hausmitteln gegen Bronchitis. Jedoch sollte auf die richtige Mischung geachtet werden. Die folgenden Rezepte sind für die akute Phase der Erkrankung gedacht und können gerne, wenn gewünscht, mit etwas Honig verfeinert werden.

heilwickel
Brustwickel auf Basis von Quark, Kartoffeln Bienenwachs und anderen Wirkstoffen können die Beschwerden bei einer akuten Bronchitis deutlich lindern. (Bild: InPixKommunikation/fotolia.com)

Teerezept 1: Gegen den Hustenreiz

Angestoßene Fenchelfrüchte, Lungenkraut, Spitzwegerichblätter und Huflattichblätter werden zu gleichen Teilen gemischt. Für eine große Tasse Tee (250 ml) wird ein Teelöffel der Mischung mit kochendem Wasser aufgebrüht. Nach zwanzig Minuten ist der Tee fertig.

Teerezept 2: Schleimlösend und hustenstillend

Der Tee besteht aus 20 Gramm Eibischwurzel, 40 Gramm Isländisch Moos und 40 Gramm Süßholzwurzel (Arzneimittelpflanze 2014). Zwei Teelöffel werden mit einem viertel Liter kochendem Wasser überbrüht. Die Ziehzeit beträgt hier zehn Minuten.

Teerezept 3: Bei trockenem Husten

Zehn Gramm angestoßene Anisfrüchte, 20 Gramm Huflattichblätter, 20 Gramm isländisch Moos und zehn Gramm Süßholzwurzel werden zusammen gemischt. Für eine Tasse Tee wird ein Teelöffel voll mit circa 250 Millilitern kochendem Wasser aufgegossen und nach zehn Minuten abgeseiht.

Ernährung

Um den Schleim zu verflüssigen, ist eine ausreichende Trinkmenge wichtig. Stilles Wasser und Kräutertee sind die richtigen Getränke bei einer Bronchitis. Da Milchprodukte eine Verschleimung verschlimmern können, sind diese zu reduzieren, vor allem aber reine Milch ist komplett vom Speiseplan zu streichen. Bei einer Erkrankung der Atemwege ist des Weiteren leichte Kost zu empfehlen. Dazu gehören Obst, gedünstetes Gemüse und Suppen. Wer gerne scharf isst, kann die Suppe mit einem Stück Ingwer (Heilpflanze des Jahres 2018) anreichern. Ingwer erwärmt, wirkt antientzündlich und stärkt das Immunsystem. Auch der entzündungshemmende Stoff Allicin, der in Knoblauch enthalten ist, kann hilfreich sein. Wer den Knoblauch nicht roh essen mag, verfeinert damit eine Gemüsesuppe. Um eine Wirkung zu erzielen, sollten jedoch mindestens zwei Zehen täglich verwendet werden. Auch finden sich viele weitere Hausmittel, die den Hustenschleim lösen.

Die Quitte ist eine alte Heilpflanze, die bei Bronchitis eine entzündungshemmende, schleimlösende und blutbildende Wirkung zeigt. Sie hat die Form eines Apfels, die Schale ist allerdings viel pelziger. (Bild: orestligetka/fotolia.com)

Heilende Quittensuppe

Ein Hausmittel unserer Großmütter, das sie bei Bronchitis angewandt haben, ist die Quittensuppe. Quitten enthalten neben Vitamin C und Zink zusätzlich eine große Menge an Schleimstoffen, die sich wie ein Schutz auf die oberen Atemwege legen. Für diese heilende Suppe werden folgende Zutaten benötigt:

300 Gramm Quitten, ein Teelöffel frisch gepresster Zitronensaft, eine Karotte, ein Esslöffel Olivenöl, 40 Gramm Frühlingszwiebeln, drei Teelöffel Rohrzucker, etwas Salz und Pfeffer. Die Quitten werden gewaschen, geviertelt, deren Kerngehäuse entfernt und mit dem Zitronensaft beträufelt. Das Öl wird im Topf erhitzt, die Frühlingszwiebeln werden in feine Ringe geschnittenen und in dem Öl gedünstet. Dazu kommen der Zucker und die, in Stücke geschnittene, Karotte. Nach circa fünf Minuten kommen ein Liter Wasser sowie etwas Salz und Pfeffer dazu. Die Quittensuppe sollte dann noch ungefähr eine halbe Stunde lang köcheln, bevor sie püriert und anschließend serviert wird. Guten Appetit!

Abwehrkräfte stärken

Leiden sie immer wieder unter erhöhter Infektanfälligkeit, so sollte das gesamte Immunsystem nachhaltig gestärkt werden. An erster Stelle stehen dabei ausreichend Sonnenlicht (im Winter mit Vitamin D supplementieren!) und Bewegung. Das natürliche Sonnenlicht sorgt für erhöhte Aktivität der T-Lymphozyten, welche zur Abwehr von Infektionen dienen. Weiterhin sehr wichtig ist ein gutes soziales Umfeld mit möglichst wenig Stress. Ausreichend Schlaf ist ebenso nötig und weiterhin ist Vitamin C ein wichtiges Element, um die Abwehrkräfte zu stärken.

Inhalieren wirkt der Bronchitis entgegen. (Bild: Martin Christ/fotolia.com)
Inhalieren wirkt der Bronchitis entgegen. (Bild: Martin Christ/fotolia.com)

Neben kaltem Abduschen am Ende des Duschgangs helfen auch häufige Saunagänge und die ausreichende Belüftung unserer Wohnräume. Nur mit häufigem Lüften können wir die Konzentration von Pilzen und Bakterien in feuchten Wohnräumen wie Küche und Bad gering halten. Wechselfußbäder eignen sich zudem gut zur Erhöhung der Abwehrkräfte. Nicht zu vernachlässigen ist natürlich eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung mit möglichst viel Gemüse.

Besonders Knoblauch, Ingwer, Kurkuma und Zwiebeln helfen dem Körper dabei, wichtige Stoffe zur Bekämpfung von Pathogenen zu bilden. Auch Kräuter wie Rosmarin, Salbei und Thymian können als Radikalfänger im Körper nutzen. Sekundäre Pflanzstoffe als Antioxidantien sind besonders wertvoll. Besonders viele solcher Stoffe sind in Wildkräutern, Nüssen und Gemüse enthalten. Sie können das Immunsystem stärken.

Borstige Taigawurzel

Erst wenn die oben aufgeführten Schritte für ein stärkeres Immunsystem ausgeführt wurden, können wir mit Hilfe einiger besonderer Heilpflanzen die Immunantwort unseres Körpers noch weiter kräftigen. Die Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) ist auch als sibirischer Ginseng bekannt. Die enthaltenen Eleutheroside und Saponine stimulieren das körpereigene Immunsystem angenehm- Es handelt sich um eine adaptogene Heilpflanze. Die Taigawurzel kann in getrockneter Wurzelform als Tee verarbeitet werden, ebenso ist sie als Extrakt und in gemahlener Pillenform im Handel erhältlich. Die Taigawurzel kann über drei Monate hinweg eingenommen werden, anschließend empfiehlt sich eine Einnahmepause von vier Wochen, nach der die Einnahme fortgesetzt werden kann.

Der sibirische Ginseng hilft besonders bei chronischer Bronchitis, da die enthaltenen Stoffe eine starke immunmodulatorische Wirkung zeigen. (Bild: daksun/fotolia.com)

Sonnenhut

Der echte Sonnenhut (Echinacea purpurea) kann als Teemischung getrunken oder als Essenz eingenommen werden. Er spielt eine wichtige Rolle in der indianischen Medizin. Die enthaltenen Echinacoside wirken dabei antibakteriell und antientzündlich. Die immunmodulatorische Wirkung der Heilpflanze tritt dabei nur auf, wenn die Echinacea des Öfteren genutzt wird. Ebenso sind Eisenhut, Thuja und Mistel wertvolle pflanzliche Immunmodulatoren, mit denen das Abwehrsystem bei häufiger Anwendung gestärkt wird.

Meerrettich

Der altbekannte Meerrettich hilft auch gegen Bronchitis. Die enthaltenen ätherischen Öle
lösen den Schleim in den Bronchien, er lässt sich dann leichter abhusten. Außerdem wirken sie antientzündlich und antibakteriell. Die Wurzel kann als hausgemachter Hustensaft oder frisch als Beilage verzehrt werden. Für den Hustensaft mit gleichen Anteilen von gepresstem Knoblauch und klein gehackten Zwiebel vermischen. Diese Mischung mit gleichem Anteil von Honig verrühren und mit etwas Wasser verdünnt langsam aufkochen. Nach Bedarf mehrmals am Tag einen Esslöffel des Saftes einnehmen, das stillt den akuten Hustenreiz.

Ausreichend Schlaf

Es klingt einfach, und doch ist es ein häufiges Problem. Besonders wenn wir krank sind benötigt unser Körper mehr Ruhe, um das angeschlagene Immunsystem nachts zu reparieren. Ein an einer Bronchitis leidende Menschen, sollten deutlich mehr schlafen als in gesunder Kondition. Ein Mittagsschlaf ist besonders empfehlenswert.

Je stärker die Bronchitis ist, desto wichtiger ist frische Luft. So lässt sich die Luftfeuchtigkeit heben, und die Konzentration von Keimen in der Atemluft senken. Dabei kurz aber häufig lüften, am besten stündlich. (Bild: Gina Sanders/fotolia.com)

Allgemeine Tipps

Damit die Atemwege nicht zu trocken sind, ist ein feuchtes Raumklima nötig. Hier helfen feuchte Tücher, die in der Wohnung aufgehängt und ständig erneuert werden. Ebenso können flache Schalen mit möglichst großer Verdunstungsoberfläche (z.B. Blumenuntersetzer, Auflaufformen) auf den Heizkörpern abgestellt werden, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Sehr wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer, nur so können die Flimmerhärchen in der Nase auch Pathogene aus der Luft filtern. Sind unsere Atemwege zu trocken, so werden die Schleimhäute anfällig für Erreger. Davon abgesehen, dass Rauchen allgemein sehr ungesund ist, empfiehlt es sich bei Atemwegserkrankungen absolut, darauf zu verzichten. Der Körper wird durch den Rauch zusätzlich belastet, die Heilung verzögert sich.

Angenehm ist es auch, ab und zu eine Aromalampe mit etwas Eukalyptus, Thymian und/oder Teebaumöl, zu platzieren. Eukalyptus und Thymian erleichtern das Abhusten, wobei Teebaumöl die Luft von Erregern reinigt. Bei einer Mischung genügt ein Tropfen von jedem Öl. Auf Qualität der ätherischen Öle ist zu achten. Eine Aromalampe sollte aber nicht ständig brennen. Nach zwei Stunden benötigt unser Riechorgan davon eine Pause. Achtung, bei Kindern darf Eukalyptusöl keineswegs verwendet werden.

Bei starken Beschwerden, bei Fieber, Atemnot oder wenn das Allgemeinbefinden schlecht ist, sollte dringend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, denn aus einer akuten Bronchitis kann sich die chronische Form entwickeln und zudem besteht die Gefahr einer Lungenentzündung. (sw, dp; aktualisiert am 03.10.2018)