Augenflimmern: Ursachen, Erkrankungen und Therapie

Heilpraxisnet

Flimmern vor den Augen

Der Begriff „Augenflimmern“ (oder auch „Augenrauschen“) beschreibt normalerweise ein visuelles Phänomen, bei dem sich kleine, leuchtende Punkte „flimmernd“ vor dem Auge bzw. den Augen hin- und her bewegen und dadurch das klare Sehen erschwert wird. Die Punkte können in Hinblick auf Anzahl und Farbe ganz unterschiedlich auftreten. Unterschieden wird außerdem zwischen kurzfristigem und andauerndem Augenflimmern.

Bei flimmernden Augen handelt es sich nicht um eine eigenständige Krankheit. Stattdessen kann es ein Symptom ganz unterschiedlicher Erkrankungen wie zum Beispiel Migräne, grünem Star oder einer Aderhautentzündung sein. Um schwere, irreparable Schädigungen der Netzhaut oder im schlimmsten Fall sogar eine Erblindung zu vermeiden, sollte bei Augenflimmern in jedem Fall ein Augenarzt aufgesucht werden.

Definition

Der Begriff „Augenflimmern“ oder auch „Augenrauschen“ bezeichnet eine Form der Sehstörung, bei der sich kleine, Schneeflocken-ähnliche Lichtpunkte vor den Augen bewegen und dadurch die Sicht behindern. Kennzeichnend ist ein ständiges Flimmern dieser Punkte, die in Hinblick auf Anzahl, Intensität und Farbe ganz unterschiedlich auftreten können.

Beim Augenflimmern bewegen sich kleine Lichtpunkte „flimmernd“ vor den Augen hin und her und erschweren dadurch das Sehen. (Bild: sdecoret/fotolia.com)

Es wird unterschieden zwischen kurzfristigem und dauerhaftem Flimmern der Augen: Während das kurzzeitige Augenrauschen nach einer gewissen Zeit wieder vergeht, leiden Betroffene bei der dauerhaften Form permanent unter den flimmernden Lichtpunkten, die auch bei geschlossenen Augen nicht verschwinden. Teilweise wird zudem von einer zunächst leicht verschwommenen Sicht berichtet, bevor dann das eigentliche Flimmern beginnt – einem Gefühl, als würde man geblendet oder in eine Lichterkette schauen.

Mehr zum Thema:

Die Intensität des Flimmerns kann ganz unterschiedlich sein. Teilweise beginnt es ganz abrupt und heftig, in anderen Fällen geht es ganz langsam mit diffusen Sehstörungen los, indem beispielsweise an den Außenrändern des Gesichtsfeldes (also dem Bereich, den der Mensch mit unbewegtem Auge sehen kann) schubweise schwarze Wellen entstehen, die bis in die Mitte ziehen und dabei immer stärker werden.

Oft berichten Betroffene davon, dass die Attacken sehr anstrengend sind und es im Anschluss zu starker Müdigkeit und Erschöpfung kommt. Weitere mögliche Begleiterscheinungen sind verspannungsbedingten Nackenschmerzen oder Rückenschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder motorische Störungen.

Augenflimmern durch Übermüdung und Stress

Die flimmernden Pünktchen sind in den meisten Fällen Ausdruck einer starken Übermüdung, Überanstrengung der Augen oder von Stress. In diesem Fall verschwindet die Sehstörung meist relativ schnell wieder, sobald der Betroffene sich erholt hat bzw. Stress und Anspannung abgebaut sind.

Tritt das Augenrauschen infolge einer Überanstrengung der Augen (beispielsweise durch lange Arbeit am PC) auf, kann recht einfach vorgebeugt werden. Es sollte beispielsweise darauf geachtet werden, alle zwei Stunden regelmäßige Pausen von etwa 10 Minuten einzulegen, in denen der Blick vom Bildschirm abgewendet wird, damit sich die Augen erholen können.

Ursache Migräne mit Aura

Häufig ist eine so genannte „Migräne mit Aura“ die Ursache, bei der das Flimmern vor dem Einsetzen der Kopfschmerzen als neurologisches Symptom auftritt. Eine Migräne ist durch anfallartige, starke, pochende, pulsierende oder bohrende Kopfschmerzen gekennzeichnet, die bei Erwachsenen in den meisten Fällen halbseitig, bei Kindern eher beidseitig auftreten.

Ein Anfall kann in verschiedenen Phasen verlaufen und sich durch jeweils ganz unterschiedliche Symptomen äußern. In vielen Fällen kündigt dieser sich durch eine „Vorbotenphase“ an, die wenige Stunden bis zu zwei Tage vor einer Attacke auftritt und meist ein bis zwei Stunden anhält.

Bei Migräne zählt Augenflimmern zu den möglichen sogenannten Aura-Symptomen. (Bild: Picture-Factory/fotolia.com)
Bei Migräne zählt Augenflimmern zu den möglichen sogenannten Aura-Symptomen. (Bild: Picture-Factory/fotolia.com)

Als „Vorboten“ zeigen sich in dieser Phase häufig Müdigkeit, eine gesteigerte Geräuschempfindlichkeit, häufiges Gähnen, Appetit- und Stimmungsschwankungen. Weitere „Alarmzeichen“ sind Heißhunger, erhöhte Reizbarkeit und Magen-Darm-Probleme wie Verstopfung, Durchfall oder Magenschmerzen.

Bei etwa 10 bis 15% der Migräne-Patienten folgt auf die Vorbotenphase die so genannte „Auraphase“, welche in erster Linie durch visuelle Störungen gekennzeichnet ist. Daher rührt auch auch die Bezeichnung „Migräne mit Aura“.

Die Aura kann dabei auf ganz unterschiedliche Weise in Erscheinung treten: Häufig berichten Betroffene von glitzernden, gezackten Bögen, Sternen, Kreisen oder Rechtecken in allen möglichen Farben, die flimmern oder vor den Augen herumwandern. Andere beschreiben dieses visuelle Phänomen als einen trüben, milchigen Schleier, leuchtende Blitze, Funken, flimmernde Punkte oder Linien, die sich nach und nach vom Rand des Sichtfeldes ins Innere ausbreiten und dadurch zu einer Abschwächung bzw. einem Ausfall der Sehfähigkeit führen (Flimmerskotom).

Häufig kommt es parallel zu Sensibilitätsstörungen, wie beispielsweise dem Verlust der Berührungsempfindung oder Kribbelempfindungen in den Armen, Beinen und im Gesicht, die langsam entstehen, im Anschluss aber auch wieder vollständig verschwinden. Möglich sind in der Aura-Phase Sprachstörungen sowie Störungen des Geruchsempfindens und des Gleichgewichtssinns. In seltenen Fällen kann es zu einer einseitigen Muskelschwäche oder Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen kommen.

Wie stark die Aura-Phase wahrgenommen wird, ist von Patient zu Patient verschieden, in einigen Fällen ist die Aura so stark visuell ausgeprägt, dass Betroffene sich selbst oder ihre Umwelt halluzinatorisch verändert wahrnehmen („Alice im Wunderland Syndrom“).

Die Aura-Phase dauert meist nicht mehr als eine Stunde an und tritt vereinzelnd auch ohne anschließende Kopfschmerzphase auf. Im Regelfall folgt nun jedoch die quälende Phase der Migräne, in der es zu hämmernden, pulsierenden oder stechenden Kopfschmerzen kommt. Diese treten vorwiegend halbseitig im Bereich von Stirn, Schläfe und Auge auf und verstärken sich bei körperlicher Anstrengung. Ruhe begünstigt hingegen die Abmilderung der Beschwerden.

Die meisten Patienten leiden während dieser Phase nicht nur an Kopfschmerzen – vielmehr kommen weitere Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Schüttelfrost und extreme Lärm- bzw. Lichtempfindlichkeit vor. Wird bei dem Anfall der Trigeminusnerv aktiviert, können Nackenschmerzen hinzu kommen.

Anschließend folgt die „Rückbildungsphase“, in welcher das Hämmern oder Stechen im Kopf nachlässt und die begleitenden Symptome nach und nach wieder verschwinden. Diese Phase kann unterschiedlich lang sein, bei manchen Patienten dauert es bis zu 24 Stunden, bis sie wieder symptomfrei sind. In diesen Fällen kommt es oft zu starker Erschöpfung und Anspannung kommt.

Die Ursachen der Migräne sind bislang nicht endgültig geklärt, stattdessen bestehen eine Reihe theoretischer Ansätze zur Erklärung der neurologischen Erkrankung. Hierzu zählen beispielsweise Durchblutungsstörungen im Gehirn oder genetische Faktoren, da die Erkrankung häufig mehrfach innerhalb einer Familie auftritt.

Eine zentrale Rolle spielen die so genannten „Triggerfaktoren“, womit verschiedenartige Auslöser einer Migräneattacke bezeichnet werden. Es sind eine Vielzahl solcher Auslöser bekannt, zum Beispiel hormonelle Einflüsse (Periode, Wechseljahre, Schwangerschaft, Pille), Stress, ein gestörter Bio-Rhythmus bzw. Schlaf-Wach-Rhythmus oder bestimmte Nahrungsmittel wie Schokolade oder Käse. Ebenso beginnen Anfälle oft, wenn Betroffene im Vorfeld zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen haben. Weiterhin kommen grelles Licht, Alkohol, Nikotin, starke körperliche Beanspruchung, Koffein-Entzug oder bestimmte Wetterlagen in Betracht.

Bei einem Glaukom sind Sehstörungen infolge eines veränderten Augeninnendrucks festzustellen. (Bild: reineg/fotolia.com)
Bei einem Glaukom sind Sehstörungen infolge eines veränderten Augeninnendrucks festzustellen. (Bild: reineg/fotolia.com)

Grüner Star (Glaukom)

Augenrauschen kann Symptom eines so genannten „grünen Stars“ bzw. Glaukoms sein, womit eine Gruppe verschiedener Augenerkrankungen bezeichnet wird. Bei diesen entwickelt sich durch einen erhöhten Augeninnendruck eine zunehmende Aushöhlung (Exkavation) des Sehnervenkopfes (Papille), wodurch es zu Sehstörungen kommt, die das Gesichtsfeld einschränken (Gesichtsfeldausfall). Im schlimmsten Fall droht sogar eine Erblindung.

Der Glaukom ist eine tückische Krankheit, weil sie in den meisten Fällen schleichend entsteht und lange Zeit keine Symptome zeigt. Dementsprechend befindet sich die Erkrankung meist schon in einer späteren Phase, wenn sie diagnostiziert wird. Viele Betroffene bemerken zunächst eine verminderte Sehkraft, indem manche Dinge nicht mehr richtig wahrgenommen werden und es beispielsweise zu Orientierungsproblemen im Straßenverkehr kommt. Hinzu können weitere Symptome kommen, die je nach Art des grünen Stars ganz unterschiedlich sind.

Die häufigste Form des grünen Stars ist das „primäre Offenwinkelglaukom“. Bei diesem wird langsam aber stetig der Sehnerv geschädigt, die Betroffenen verspüren jedoch über einen langen Zeitraum keine Einschränkungen. Besonders häufig betroffen sind davon ältere Menschen ab 65 Jahren, Diabetiker, Patienten mit Herzkreislauf-Erkrankungen, Entzündungen am Auge oder Kurzsichtigkeit. Ebenso besteht ein erhöhtes Risiko für Menschen, in deren Familien gehäuft grüner Star vorkommt.

Eine weitere Form ist der so genannte „Glaukomanfall“ bzw. „akuter Glaukom“, bei dem es sich um einen sehr ernsten Fall handelt, der eine umgehende Behandlung erforderlich macht. Hier ist das Auge stark gerötet, die Pupille reagiert nicht mehr auf Lichtreize und der Augapfel fühlt sich hart an. Es treten Augenschmerzen und Störungen beim Sehen (zum Beispiel Flimmern, Sehen von Doppelbildern, helle Punkte, Blitze, „Tunnelblick“) auf, die bei einer Nichtbehandlung bis zur Erblindung führen können. Manche Patienten leiden zugleich an Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Weitsichtige Menschen sind aufgrund des verkürzten Augapfels besonders häufig betroffen, ebenso wie diejenigen mit vielen Fällen von grünem Star innerhalb der Familie.

Das angeborene bzw. erbliche Glaukom ist eine weitere Variante. Dieses ist vor allem durch eine starke Lichtempfindlichkeit, verkrampfte Augenlider und tränende Augen gekennzeichnet. Bei Säuglingen weisen in manchen Fällen außergewöhnlich große Augen auf ein angeborenes Glaukom hin – darum sollte bei jedem Verdacht unbedingt zur genauen Abklärung ein Arzt aufgesucht werden.

Bei anhaltendem Augenflimmern sollte dringend eine fachärztliche Untersuchung erfolgen. (Bild: Adam Gregor/fotolia.com)
Bei anhaltendem Augenflimmern sollte dringend eine fachärztliche Untersuchung erfolgen. (Bild: Adam Gregor/fotolia.com)

Es kann sich auch um ein „Sekundärglaukom“ handeln, welches als Folge einer anderen (Augen-)Erkrankung, einer Verletzung des Auges oder in einigen Fällen auch durch bestimmte Arzneimittel ausgelöst wird. Dieses verläuft – je nach dem, welche Krankheit für den grünen Star verantwortlich ist – häufig symptomlos, kann sich aber auch ähnlich äußern wie ein Glaukomanfall.

Aderhautentzündung (Chorioiditis)

Grund für die flimmernden Punkte vor den Augen kann eine Aderhautentzündung (bzw. medizinisch „Chorioiditis“) sein. Die „Aderhaut“ (Choroidea) stellt den größten Abschnitt der mittleren Augenhaut (Tunica media bulbi) dar und bildet die Mittelschicht zwischen der weißen Augenhaut (Sclera) und der Netzhaut (Retina) in der hinteren Hälfte des Augapfels. Sie enthält viele Blutgefäße und erfüllt zwei wichtige Funktionen, indem sie die Nährstoffversorgung und Temperaturregulierung der äußeren Netzhautschicht reguliert.

Entzündet sich die Aderhaut, führt dies nach und nach zum Verlust des Sehvermögens in dem betroffenen Auge. Auslöser hierfür können beispielsweise Keime oder Partikel aus anderen Entzündungsherden (zum Beispiel Zähne, Mandeln) sein, zudem wird ein Zusammenhang mit den Infektionskrankheiten Toxoplasmose und Syphilis vermutet. In vielen Fällen entwickelt sich die Entzündung ohne erkennbare Ursache.

Da der Aderhaut selbst sensible Nerven fehlen, treten im Falle einer Entzündung nur dann Schmerzen auf, wenn angrenzende Bereiche betroffen sind. Bei vielen Betroffenen zeigt sich jedoch ein erhöhter Augendruck, ebenso wie eine deutliche Sehverschlechterung oder Sehstörung in Form von Augenflimmern bzw. verzerrtem Sehen.

Augenflimmern durch Netzhautablösung

Eine weitere mögliche Ursache ist eine Netzhautablösung (Ablatio retinae). Diese kommt eher selten vor, muss aber in jedem Fall sofort behandelt werden, da sonst eine Erblindung droht. Bei einer Netzhautablösung hebt sich die Netzhaut (Retina) des Auges von der darunter liegenden Aderhaut (Pigmentepithel) ab, wodurch es in dem entstandenen Spalt zwischen den Schichten zu einer Flüssigkeitsansammlung kommen kann.

In der Netzhaut befinden sich die so genannten „Photorezeptoren“, die Licht- und Farbreize aufnehmen und dadurch das Sehen möglich machen. Die Versorgung der Netzhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen geschieht im Normalfall durch die Aderhaut – sind die beiden Schichten nun aber voneinander gelöst, kann die Versorgung nicht mehr aufrecht erhalten werden. Dauert dieser Zustand länger an, kommt es zu gravierenden Netzhautschäden, die meist nicht mehr rückgängig zu machen sind.

Meist wird eine Abhebung der Netzhaut durch einen Riss verursacht (rhegmatogene Netzhautablösung), der entsteht, weil der gallertartige Glaskörper, welcher den Augapfel innen auskleidet, im Laufe des Lebens kleiner wird. Schrumpft dieser, so übt er an den Stellen, an denen er haften kann, Zug auf die Netzhaut aus, bis sie reißt. In der Folge entstehen kleine Löcher, durch die Flüssigkeit aus dem Glaskörper drängt, was schließlich zur Abhebung der Netzhaut führt.

Augenflimmern kann auch auf eine Netzhautablösung zurückgehen, bei der schlimmstenfalls eine Erblindung droht. (Bild: bilderzwerg/fotolia.com)
Augenflimmern kann durch eine Netzhautablösung bedingt sein, bei der schlimmstenfalls eine Erblindung droht. (Bild: bilderzwerg/fotolia.com)

Eine rhegmatogene Netzhautablösung betrifft in den meisten Fällen ältere Menschen. Weiterhin können eine starke Kurzsichtigkeit oder der so genannte „graue Star“ (Katarakt) begünstigend wirken, ebenso kann diese Form der Netzhautablösung die Folge äußerer Einwirkungen wie zum Beispiel einer Prellung des Augapfels sein.

Eine weitere Form ist die sogenannte „exsudative Netzhautablösung“. Bei dieser sammelt sich Gefäßflüssigkeit im Spalt zwischen der lichtempfindlichen Schicht der Netzhaut und Aderhaut, was zu einer Ablösung der Retina führt. Ursache hierfür ist in den meisten Fällen eine Augenentzündung. Seltener besteht ein Tumor wie zum Beispiel das Aderhautmelanom (bzw. malignes uveales Melanom), bei dem es sich um den häufigsten primären Tumor des Auges handelt.

Grund für eine Ablösung der Netzhaut kann die Vernarbung von Glaskörpergewebe und/oder Netzhautschichten (traktive Netzhautablösung) sein. Hier verkürzt sich der Bereich um die Narbe, wodurch eine Zugwirkung auf die Netzhaut ausgeübt wird. Ausgelöst wird diese Form durch schwere Netzhautschäden infolge eines langjährigen Diabetes mellitus oder durch Verletzungen. Ebenso kann sie als Spätfolge einer Netzhautschädigung bei Frühgeborenen auftreten. (Frühgeborenen-Retinopathie, kurz: RPM).

Liegt eine Ablösung der Retina vor, kann diese ihre Funktionen nur noch eingeschränkt erfüllen. Das führt in den meisten Fällen zu Lichtblitzen bzw. Augenflimmern, welches vor allem bei ruckartigen Bewegungen der Augen und nachts bzw. bei Dunkelheit auftritt.

Sind durch den Riss Blutgefäße verletzt, können sich schwarze Punkte bzw. schwebende Kleinteilchen zeigen, die meist in großer Anzahl hin- und her fliegen und dabei an einen Schwarm schwarzer Mücken erinnern („Rußregen“). Dieses Symptom ist allerdings nicht zu verwechseln mit den plötzlich auftretenden so genannten „mouches volantes“ (frz. für „fliegende Mücken“), bei denen es sich um eine Art transparente Schlieren bzw. Pünktchen handelt, die vor allem beim Lesen oder beispielsweise beim Betrachten einer hellen Wand auffallen. Denn schwarze Punkte vor den Augen sind oft harmlos und lediglich Anzeichen einer Glaskörpertrübung. Dennoch sollte auch hier immer vorsorglich ein Augenarzt aufgesucht werden.

Normalerweise entsteht durch eine Abhebung der Retina eine Einschränkung des Gesichtsfeldes. Wie diese genau aussieht, hängt davon ab, an welcher Stelle die Ablösung stattgefunden hat. So kann beispielsweise eine im unteren Bereich der Retina erfolgte Trennung dazu führen, dass Betroffene einen von unten kommenden Schatten wahrnehmen. Bei einer Ablösung im oberen Bereich erscheint der Schatten bzw. die schwarze Wand hingegen von oben herkommend.

Es gilt allerdings zu berücksichtigen, dass es kein eindeutiges Schema gibt. Der Ausfall des Gesichtsfeldes kann ganz unterschiedlich ausfallen, in den meisten Fällen tritt er aber einseitig auf. Sofern die Netzhautablösung in der Mitte der Netzhaut („Gelber Fleck“ bzw. „Makula“) stattfindet, kann der Betroffene nicht mehr scharf sehen. Schmerzen treten bei einer Ablösung der Retina hingegen meist nicht auf.

Myopie (Kurzsichtigkeit)

Bei einer starken Kurzsichtigkeit (Myopie von „Myops“: griechisch „Blinzelgesicht“) kann es zu Augenflimmern kommen. Als Kurzsichtigkeit wird dabei ein Sehfehler bezeichnet, bei dem scharfes Sehen in der Ferne nicht bzw. nur eingeschränkt möglich ist. Grund hierfür ist, dass der so genannte „Fernpunkt“ des Auges bei Kurzsichtigen nicht wie beim normalsichtigen Auge im Unendlichen, sondern vor der Netzhaut liegt.

Wie nah, das hängt von der jeweiligen Dioptrien-Zahl ab. Bei einem Wert von beispielsweise -2,0 Dioptrien liegt der Fernpunkt bei 0,50 Meter. Ein Kurzsichtiger mit -2,0 Dioptrien kann also bis zu 50 cm vor seinem Auge alles scharf sehen, darüber hinaus nimmt die Schärfe jedoch immer weiter ab. Unterschieden wird hier normalerweise zwischen einer leichten (gewöhnlich von 3,00 dpt oder weniger), moderaten (zwischen 3,00 und 6,00 dpt) und starken Kurzsichtigkeit von 6,00 dpt oder mehr.

Wer kurzsichtig ist, kann ohne Brille oder Kontaktlinsen in der Ferne nicht bzw. nur eingeschränkt scharf sehen. (Bild: Edler von Rabenstein/fotolia.com)

Je nachdem, wann sich die Kurzsichtigkeit herausbildet, werden vier Arten der Fehlsichtigkeit unterschieden: Zum einen die Form, bei der sie von Geburt an vorhanden ist und zum Zweiten die Form, die sich im Alter von 10-12 Jahren entwickelt und deren fortwährende Verstärkung in der Regel mit ca. 22 – 25 Jahren endet. Drittens existiert eine Kurzsichtigkeit, die sich erst ab dem 20. Lebensjahr heraus zu bilden beginnt, ebenso wie die seltene Form der Myopie, die erst ab ca. 40 Jahren entsteht.

Neben dem wird in Hinblick auf den Grad der visuellen Beeinträchtigung durch die Kurzsichtigkeit unterschieden: Während die häufige Form „Myopia simplex“ mit bis zu ca. -6 dpt stark und dadurch als „moderat“ gilt, stellt die „Degenerative Myopie“ bzw. Maligne Myopie mit deutlich mehr als -6 dpt eine Augenkrankheit bzw. Sehbehinderung dar.

Für eine Kurzsichtigkeit kommen verschiedene Ursachen in Betracht. Am häufigsten ist die so genannte „Achsenmyopie“, die meist rezessiv vererbt wird und sehr viel häufiger Frühgeburten als „reife“ Neugeborene betrifft. Bei dieser Form – die sich in den meisten Fällen im Verlauf der ersten drei Lebensjahrzehnte entwickelt – kommt es nach und nach zu einer starken Verlängerung des Augapfels.

Die Gründe für diese Entwicklung sind bislang nicht geklärt, denkbar wären neben der genetischen Veranlagung äußere Einflüsse, wie beispielsweise zu wenig Sonnen- oder Tageslicht, Lesen bei schlechtem Licht oder ständiges Arbeiten nah am PC-Bildschirm. Seltener als die „Achsenmyopie“ ist die „Brechungsmyopie“, welche durch eine vermehrte Krümmung der Hornhaut oder Linse, aber auch durch eine Erhöhung der Brechzahl der Linse infolge von Trübungen des Linsenkerns hervorgerufen werden kann. Das führt ebenfalls dazu, dass das Bild auf der Netzhaut unscharf ist.

Die Fehlsichtigkeit wird nur beim Sehen in der Ferne deutlich, denn in der Nähe können kurzsichtige Menschen normalerweise auch ohne Sehhilfe gut gucken und haben dadurch beim Arbeiten am Bildschirm oder beim Lesen keine Probleme. Erstes Anzeichen für eine sich entwickelnde Myopie ist häufig ein schlechtes Sehen in der Ferne bei Dunkelheit, was insbesondere beim Autofahren auffällt. Jugendliche hingegen bemerken die Entstehung zu Beginn oft gar nicht, sondern merken erst später, dass sie beispielsweise die Tafelschrift nicht mehr klar erkennen können. Weitere Anzeichen sind z.B. Probleme beim Lesen von Straßennamen und Hausnummern, als unscharf wahrgenommene beleuchtete Schilder, Lampen oder Gesichter von Personen. Hinzu kommen häufig Kopfschmerzen aufgrund der erhöhten Anstrengung bei Tätigkeiten, die eine „Scharfstellung“ bzw. Fernsicht der Augen erfordern.

Bei einer starken Kurzsichtigkeit besteht das Risiko einer Glaskörperabhebung. Bei dieser hebt sich der Glaskörper spontan von der Netzhaut ab, wodurch es meist zu Sehstörungen wie kleinen schwarzen Punkten, Flecken oder fadenartigen Strukturen im Gesichtsfeld („Mouches volantes“) sowie zu Augenflimmern oder Blitzen an der Peripherie des Gesichtsfeldes kommen kann.

Tritt Augenflimmern auf, gilt es, in jedem Fall umgehend einen Arzt aufzusuchen. Denn nur so können schwere, irreversible Schäden am Auge oder im schlimmsten Fall eine Erblindung verhindert werden. Es empfiehlt sich, neben einem Augenfacharzt auch einen Allgemeinmediziner aufzusuchen, um gründlich zu prüfen, ob der Auslöser für das Flimmern möglicherweise in einer anderen Erkrankung liegt. Ist das der Fall, geht es im nächsten Schritt um die gezielte Behandlung der Krankheit, um damit auch gegen das Augenflimmern anzugehen.

Vielen Migräne-Patienten hilft es im akuten Fall, wenn sie kalte Kompressen auf die Stirn legen. (Bild: JackF/fotolia.com)

Behandlung bei Migräne

Leiden Betroffene bereits seit Jahren immer wieder an Migräne, lässt sich diese normalerweise nicht ohne Weiteres erfolgreich behandeln. Stattdessen geht es in erster Linie darum, die Symptome zu lindern und weitere Attacken zu vermeiden. Im akuten Anfall hilft es den meisten Betroffenen, wenn sie sich in einen möglichst dunklen, ruhigen, reiz-armen Raum zurückziehen, sich im Schlaf erholen und kalte Kompressen auflegen. Bewährte Hausmittel gegen Migräne sind zum Beispiel Tees mit Weidenrinde und Pestwurz oder eine Schläfenmasage mit Pfefferminzöl.

Um die Erkrankung auf längere Sicht in den Griff zu bekommen, ist es ratsam, sich intensiv mit den in Frage kommenden Triggerfaktoren auseinander zu setzen und dementsprechend beispielsweise auf bestimmte Nahrungsmittel oder Alkohol zu verzichten. Neben dem ist es wichtig, auf einen ausgeglichenen „Bio-Rhythmus“ zu achten sowie den persönlichen Stress-Level stets im Blick zu behalten bzw. zunehmenden Druck und Anspannung durch geeignete Techniken und Übungen zum Stressabbau abzumildern.

Es gibt eine Reihe von Medikamenten, die gegen die Erkrankung eingenommen werden können. Bei der leichten bis mittelschweren Form kommen häufig rezeptfrei erhältliche Schmerzmittel wie zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen zum Einsatz. Oft werden Kombinationspräparate aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein empfohlen, denen durch die Zusammensetzung eine erhöhte Wirksamkeit nachgesagt wird.

In schwereren Fällen bieten sich so genannte „Triptane“ an: Diese greifen in den Serotonin-Stoffwechsel ein, verengen die Blutgefäße und wirken dadurch gegen die Kopfschmerzen. Die Mittel dürfen allerdings nicht bei einer koronaren Herzkrankheit sowie anderen Gefäßkrankheiten eingenommen werden. Haben Betroffene während eines Migräneanfalls mit Übelkeit und Schwindel zu kämpfen, können „Antibrechmittel“ (Antiemetika) hilfreich sein, welche den zusätzlichen positiven Nebeneffekt haben, dass die Schmerzmittel besser vom Körper aufgenommen werden und sich die Wirksamkeit erhöht.

Bei schwereren Verläufen ist eine Migräneprophylaxe sinnvoll, für welche der Arzt nach sorgfältiger Betrachtung des Falls den „richtigen“ Wirkstoff auswählt. Hinzu kommen nichtmedikamentöse Möglichkeiten zur Vorbeugung, wie zum Beispiel Entspannungsmethoden (progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training), Akupunktur sowie gegebenenfalls eine Verhaltenstherapie, welche das Risiko deutlich vermindern können.

Behandlung bei Grünem Star

Ein grüner Star erfordert in jedem Fall eine Behandelung, um schwerwiegende Sehstörungen, die das Gesichtsfeld einschränken (Gesichtsfeldausfälle) bzw. im schlimmsten Falle eine Erblindung zu vermeiden. Wie die Behandlung konkret erfolgt, richtet sich nach der jeweiligen Art des Glaukoms:

Bei einem akuten Glaukom handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der umgehend behandelt werden muss, um das Risiko für eine Erblindung zu minimieren. Die wichtigste Aufgabe ist hier zunächst: Den starken Augeninnendruck senken. Dies geschieht medikamentös beispielsweise mit so genannten „Carboanhydrasehemmern“ (wie zum Beispiel Acetazolamid) in Kombination mit Betarezeptorenblocker-Tropfen.

Um ein weiteres akutes Glaukom zu verhindern, kann operativ ein kleines Loch in der Regenbogenhaut (Iris) geschaffen werden, durch welches das Augenwasser direkt aus der hinteren in die vordere Augenkammer gelangen und so der Augeninnendruck reguliert werden kann. Bei dem häufigen primären Offenwinkelglaukom kommen zumeist als erstes Augentropfen (zum Latanoprost oder Timolol) zum Einsatz, um den Druck im Inneren des Auges zu minimieren. Schlagen diese nicht an, hilft in vielen Fällen eine Laserbehandlung des Auges. Zeigt diese keinen Erfolg, bleibt meist nur ein operativer Eingriff, bei dem ein Abfluss für das Augenwasser geschaffen wird.

Während die angeborene Form normalerweise so früh wie möglich operativ behandelt wird, hängt die Therapie eines Sekundärglaukoms von der zugrunde liegenden Erkrankung ab, die es im ersten Schritt zu behandeln gilt. Darüber hinaus werden normalerweise ebenfalls Augentropfen eingesetzt.

Bei einer Aderhautentzündung sollten so schnell wie möglich kortisonhaltige Augentropfen zum Einsatz kommen. (Bild: jozsitoeroe/fotolia.com)

Behandlung bei Aderhautentzündung

Liegt eine Entzündung der Aderhaut vor, werden schnellstmöglich kortisonhaltige Augentropfen verschrieben, die in Kombination mit kortisonfreien Entzündungshemmern (in Form von Augensalben oder Tropfen) in vielen Fällen bereits ausreichen. Um Verklebungen zwischen Iris und Linse infolge der Entzündung und dadurch mögliche Sehstörungen zu vermeiden, werden zusätzlich häufig Tropfen zum Erweitern der Pupille (Mydriaticum) gegeben. Liegt der Aderhautentzündung eine bakterielle Infektion zugrunde, erfolgt eine gezielte Antibiotika-Therapie. Diese muss für eine vollständige Abtötung der Erreger in ausreichender Dosierung und über einen ausreichenden Zeitraum durchgeführt werden.

Behandlung bei einer Netzhautablösung

Liegt der Verdacht einer Netzhautablösung vor, muss in jedem Fall sofort ein Arzt aufgesucht werden. Dauert der Zustand der Unterversorgung der Netzhaut länger an, drohen irreparable Schäden und im schlimmsten Fall eine Erblindung. Bestätigt sich der Verdacht, lässt sich sowohl eine Ablösung der Retina als auch ein Riss nicht medikamentös behandeln. Stattdessen kommt bei Vorstufen der Netzhautablösung häufig eine Laser-Therapie zum Einsatz, durch die eine verletzte Stelle „geklebt“ und dadurch eine Abhebung verhindert werden kann.

Hat sich die Retina bereits abgelöst, ist in jedem Fall eine Operation durch einen Facharzt erforderlich. Die jeweilige Methode wird in Abhängigkeit von Schwere der Ablösung und der Ursache gewählt. Ziel der OP ist es, die Netzhaut wieder zu fixieren und die Ursachen so weit wie möglich zu beheben. Da eine solche Operation sehr anspruchsvoll ist, sollten Betroffene sich möglichst umfassend informieren, wo sie diese durchführen lassen. Dabei darf jedoch gleichzeitig die Dringlichkeit des Eingriffs nicht unterschätzt werden, denn wird die Ablösung der Retina nicht operativ behoben, besteht das Risiko einer Erblindung.

Therapie bei Kurzsichtigkeit

Bei einer Kurzsichtigkeit kommen in erster Linie eine Brille oder Kontaktlinsen zum Zwecke der Korrektur zum Einsatz. Neben dem besteht die Möglichkeit, durch eine Augenoperation (zum Beispiel Laser) die Fehlsichtigkeit zu beheben, was in den letzten Jahren aufgrund kosmetischer Aspekte immer mehr an Popularität gewonnen hat. Aus medizinischer Sicht ist ein Eingriff aber nur in den wenigsten Fällen notwendig.

Naturheilkunde bei Augenflimmern

Sofern ernsthafte Ursachen wie beispielsweise eine Netzhautablösung ausgeschlossen werden konnten, bietet die Naturheilkunde eine Vielzahl therapeutischer Alternativen bei einem Augenflimmern. Da die Sehstörung sehr häufig Ausdruck von Überanstrengung bzw. Stress ist, bieten sich vor allem Übungen und Techniken zum Stressabbau wie zum Beispiel Autogenes Training, Hypnotherapie oder Kampfkünste wie Tai Chi und Qigong an.

Um die Augen zu entspannen, hilft es – besonders bei ständiger Arbeit am PC-Bildschirm – regelmäßig etwa alle zwei Stunden eine kleine Pause von etwa 10 Minuten einzulegen, in denen die Augen kurz geschlossen werden oder ein kurzer Moment an der frischen Luft verbracht wird. Eine kleine Augenmassage wirkt in vielen Fällen schnell wohltuend. Hierfür wird beispielsweise der obere Rand der Augenhöhlen bei geschlossenen Lidern von der Nasenwurzel bis hin zum äußeren Lidrand mit kreisenden Bewegungen sanft massiert.

Augen-Übungen können bei flimmernden Augen einfach und schnell zwischendurch ausgeführt werden und helfen, müde, überanstrengte Augen zu entlasten. Hier gibt es diverse Möglichkeiten: Streichen oder klopfen Sie ihr Gesicht z.B. leicht mit den Fingerspitzen von oben nach unten ab. Oder lockern Sie die Gesichtshaut durch sanftes Zwicken oder leichtes Kneifen. So ensteht rasch neue Energie und Sie können wieder klarer sehen

Schirmen Sie Ihre Augen bei anstrengender Arbeit am Bildschirm für einen Moment vor den Reizen ab, um sie zu entlasten.

Übung gegen Augenflimmern

  1. Bedecken Sie die Augen mit den Händen so weit, dass kein Licht mehr einfällt
  2. Die Ellenbogen werden locker aufgestützt, der Rücken sollte möglichst gerade sein
  3. Schließen Sie die Augen und atmen Sie tief ein- und aus
  4. Nehmen Sie und dabei bewusst wahr, was hinter den geschlossenen Augen alles „zu sehen“ ist – zum Beispiel bunte Punkte, Farben, Linien oder Zacken
  5. Sobald nur noch schwarz zu sehen ist, tritt normalerweise ein tiefer Entspannungszustand ein
  6. Genießen Sie diesen Zustand für einen Moment intensiv
  7. Dann werden die Handflächen wieder von den Augen genommen und die Augen geöffnet
  8. Halten Sie einen Moment inne, bis sich ihre Augen wieder an die Helligkeit gewöhnt haben
Schon kurze Übungen im Alltag können die Augen entlasten und flimmernde Punkte vertreiben. (Bild: Catalin Pop/fotolia.com)

Da Augenflimmern sehr häufig im Zusammenhang mit Migräne auftritt, bieten sich eine Reihe naturheilkundliche Therapieansätze, die helfen können, die damit einhergehenden Beschwerden zu lindern. Neben Akupressur und Yoga hat sich zum Beispiel die Transkutane Elektrische Nerven Stimulation (TENS) bewährt. Bei dieser werden am Kopf des Betroffenen zwei bzw. vier Elektroden angebracht, durch die schwache elektrische Ströme geleitet werden. Deren Stärke und Häufigkeit ist frei einstellbar, bis eine Schmerzlinderung eintritt.

Die so genannte Biofeedback-Therapie (feed back, engl.: zurückleiten) wird häufig bei Betroffenen als Alternative zur klassischen medikamentösen Behandlung eingesetzt. Hier lernt der Patient, in sich hineinzuhören und seinem Körper soweit zu mobilisieren, dass Migräne-Anfällen vorgebeugt und Schmerzen reduziert werden können – vorausgesetzt, es besteht seitens des Betroffenen die Bereitschaft zur Mitarbeit.

In der Biofeedback-Sitzung werden dem Patienten dann beispielsweise am Kopf Elektroden angebracht, welche Blutdruck, Hautleitfähigkeit und Gehirnströme messen. Die Ergebnisse dieser Messungen können sowohl der Therapeut als auch der Patient an einem angeschlossenen Monitor ablesen, werden dem Patienten also sozusagen „zurückgeleitet“, wodurch jede Form von Anspannung und Entspannung direkt erkennbar wird. Dadurch erhält der Betroffene also sofort eine Rückmeldung darüber, wie er in belastenden Situationen körperlich reagiert und welche Wechselwirkungen zwischen psychischen und körperlichen Prozessen bestehen.

Es bestehen weitere Möglichkeiten, eine Migräne und damit auch unangenehmes Augenflimmern mit alternativen Heilmethoden zu lindern: Hierzu zählen unter anderem physikalische Therapieformen wie die Wärmetherapie (Kopf- und Nackenzone), Massagen sowie zahlreiche Hausmittel bei Kopfschmerzen. Dazu zählen Kräutertee aus Pfefferminze, Melisse, Baldrian und Auflagen mit Hopfen, Quark, Lehm oder Kohlblättern. Ebenso bietet sich die Bachblütentherapie an, um die Beschwerden auf natürliche Weise zu behandeln. (nr; zuletzt aktualisiert am 16.6.2017)